Startseite | Gemeinsame Startseite | Publizieren! | Feature Archiv | Newswire Archiv | Trasharchiv


Über Indymedia.ch/de
Indymedia-Café
Editorial Policy / Moderationskriterien
Über Sprache sprechen - Sexismus in der Sprache
Wie kann ich auf Indymedia.ch publizieren / Allgemeines zu Medienaktivismus
Kontakt
Wiki
Mailingliste
Medienaktivismus
Gedanken zu Provos & Fakes
Links









 
www.indymedia.org

Projekte
print
radio
satellite tv
video

Afrika
ambazonia
canarias
estrecho / madiaq
kenya
nigeria
south africa

Kanada
london, ontario
maritimes
montreal
ontario
ottawa
quebec
thunder bay
vancouver
victoria
windsor

Ostasien
burma
jakarta
japan
korea
manila
qc
saint-petersburg

Europa
abruzzo
alacant
andorra
antwerpen
armenia
athens
österreich
barcelona
belarus
belgium
belgrade
bristol
brussels
bulgaria
kalabrien
croatia
cyprus
emilia-romagna
estrecho / madiaq
euskal herria
galiza
deutschland
grenoble
hungary
ireland
istanbul
italy
la plana
liege
liguria
lille
linksunten
lombardia
london
madrid
malta
marseille
nantes
napoli
netherlands
nice
northern england
norway
nottingham
oost-vlaanderen
paris/île-de-france
patras
piemonte
poland
portugal
roma
romania
russia
sardinien
schottland
sverige
switzerland
thorn
toscana
toulouse
ukraine
großbritannien
valencia

Lateinamerika
argentina
bolivia
chiapas
chile
chile sur
brasilien
sucre
colombia
ecuador
mexico
peru
puerto rico
qollasuyu
rosario
santiago
tijuana
uruguay
valparaiso
venezuela

Ozeanien
aotearoa
brisbane
burma
darwin
jakarta
manila
melbourne
perth
qc
sydney

Südasien
india
mumbai

Vereinigte Staaten
arizona
arkansas
asheville
atlanta
austin
austin
baltimore
big muddy
binghamton
boston
buffalo
charlottesville
chicago
cleveland
colorado
columbus
dc
hawaii
houston
hudson mohawk
kansas city
la
madison
maine
miami
michigan
milwaukee
minneapolis/st. paul
new hampshire
new jersey
new mexico
new orleans
north carolina
north texas
nyc
oklahoma
philadelphia
pittsburgh
portland
richmond
rochester
rogue valley
saint louis
san diego
san francisco
san francisco bay area
santa barbara
santa cruz, ca
sarasota
seattle
tampa bay
tennessee
united states
urbana-champaign
vermont
western mass
worcester

Westasien
armenia
beirut
israel
palestine

Themen
biotech

Intern
fbi/legal updates
mailing lists
process & imc docs
tech
volunteer
 
 :: Kleine Chronologie wider das WEF ::
08-01-2003 10:42
AutorIn : SDA/APF : http://
"Viele Wege führen nach Davos" Diese unvollständige und tendenziöse Chronologie der Ereignisse rund ums WEF sollte das Bild einer vielfälltigen Bewegung zeichnen, einer Bewegung, die in ihrer ganzen Breite von niemandem vertreten werden kann und die sich auch weitgehend der Kontrolle durch Parteien und Verbände entzieht.
"Viele Wege führen nach Davos"
"Viele Wege führen nach Davos"
«Wir misstrauen den Beteuerungen der Forumsteilnehmer, dass sie Brücken bauen wollen, zu den Opfern der Globalisierung», Markus Büker


Widerstand gegen das WEF unvollständig in mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge.

Am Anfang ein Text gegen das WEF: Widerständiger Feminismus


1991.07.12
Petra K. Kellyund Gert Bastian rufen in der TAZ vom 07.12.1991 dazu auf, Proteste gegen den Auftritt Li Pengs, „dem Schlächter vom Tienanmien Platz“, am World Economic Forum in Davos zu unterstützen: „Die Menschenrechtsgruppe in Davos hofft, mit Veranstaltungen über gravierende Menschenrechtsverletzungen in China und Tibet eine Gegenöffentlichkeit herstellen zu können. Sie braucht unsere Unterstützung.“. „Li Peng gilt als einer der Hauptverantwortlichen für das Studentenmassaker in Peking im Sommer 1989. Er hat, nach einer weltweiten Isolation, als erstes westliches Land Italien besucht und ist eingeladen zum Weltwirtschaftsforum in Davos.“

1992.8.1
TAZ, 1992.8.1 - „Anläßlich des Besuches von Li Peng beim Weltwirtschafts-Forum in Davos vom 31.1. bis 5.2.92, wo er eine Grundsatzrede halten wird, findet am 31. Januar eine Gegenveranstaltung statt, organisiert von in der Schweiz lebenden Tibetern unter Mitwirkung unter anderem von chinesischen Dissidenten mit Vorträgen, Podiumsdiskussion, Protestmarsch, einer Ausstellung und einer Pressekonferenz im Hotel Derby, Davos. Tibet Informations Service, Langenfeld . »

1992-01-31
Ca. 500 ExiltibeterInnen protestieren mit einem Schweigemarsch in Davos gegen die Einladung Li Pengs als Hauptredner ans Weltwirtschaftsforum. Der Protest richtete sich vor allem gegen die anhaltende Unterdrückung des tibetischen Volkes durch Peking. „Sympathie genossen die DemonstrationsteilnehmerInnen auch bei der Davoser Polizei... Polizeichef Peter Frey half sogar eigenhändig, Becher und warme Getränke herbeizuschaffen. Sein Komentar: „Ich könnte alles unterschreiben, was diese Leute fordern.“ “

1994.01.28
„Ca. 100 KurdInnen der Nationalen Befreiungsfront Kurdistans (ERNK) demonstrieren gegen den türkischen Staatspräsidenten Demirel, der zu den Teilnehmern des WEF gehörte, während die türkische Armee die bisher grösste Militäraktion im mittlerweile zehnjährigen offenen Krieg gegen die Kurdinnen ausführte. Vor dem Kongresshaus boten die Organisatoren des Forums den Demonstrierenden zynischerweise einen kleinen Imbiss und heissen Kaffee an, der jedoch von den Kurdinnen abgelehnt wurde.“

1994.01.29
„Salinas Assesino Viva El Ejercito Zapatista de Liberacion Nacional (EZLN)“ -Eine zweite Demonstration gegen Das WEF fand am Tag an diesem Samstag in Davos statt. Aus einem Communiqué: "Der Protest richtete sich vor allem gegen die Präsenz der Staatschefs Salinas de Gortari (Mexiko) und Demirel (Türkei) sowie Peres (Aussenminister des Staates Israel). In diesen Ländern herrscht eine starke Repression bis hin zum versuchten Völkermord gegen stattfindende Befreiungskämpfe.“ „Mit massiven Polizeisperren auf der Zufahrtsstrasse nach Davos wurde der Car der anreisenden Demonstrantinnen, u.a. mit dem Einsatz eines Helikopters, mehrmals angehalten. Die Identität aller im Car reisender Personen wurde überprüft und registriert, was zu einer mehrstündigen Verspätung führte.“ (Megafon 148, März 1994). Von der Tagespresse werden diese Proteste kaum beachtet. Bericht im Megaphon

1998. 01.31
-„Der Geist von Davos: Management der internationalen Ausbeutung“
Eine laute und bunte Demonstration von ca. 150 Menschen (organisiert von der Anti-WTO-Koordination, der Chiappas Solidarität, dem Aktionsbündnis „Freiheit für Patricio Ortiz!“, dem Kurdistan Zentrum und antisexistischen und antirassistischen Gruppen) wird erst kurz vor dem Kongressgebäude von den Sicherheitskräften gestoppt. Sie „werden einige hundert Meter vor dem Kongresszentrum gestoppt, viele TeilnehmerInnen konnten den lautstarken Protest nicht überhören“ „Der Vorwärts war zwar dabei, aber drin war er natürlich nicht“ (Natürlich nicht! Vorwärts, 1998.02.06). Aufruf des revolutionären Aufbaus

-Gleichentags nahmen in Genf ca. 500 Menschen an einer Anti-WEF/WTO, Anti-UBS Demonstration teil. Richtigstellung bezüglich der Demo in Genf

1999.01.30
-Pressekonferenz von Attac in Davos unter dem Titel „Ein anderes Davos – Globalisierung des Widerstands und der Kämpfe“, TeilnehmerInnen waren unter anderen Susan George, Samir Amin oder Carlos Tablada. -„Auf nach Davos! Stürmen wir die Gipfel!“
Etwa 100 Menschen versammelten sich vor der Talstation der Parsenn-Bahnen und wurden in ihrem Vorhaben zu demonstrieren von einem Grossaufgebot der Polizei behindert. Im Anschluss an diese Kundgebung kommt es zu der brutalen Verhaftung einer Teilnehmerin, die von der Polizei gewaltsam an die Kantonsgrenze befördert wird. Auf nach Davos! - Aufruf 1999

-Die Stromversorgung von Davos wird am Abend, kurz vor 20.00 Uhr während einigen Minuten durch einen Erdschluss unterbrochen. Unbekannte Täter hatten eine Kupferlitze über den Untersten Leiter geworfen und so die Leitung Davos-Filisur sowie die Ersatzeitung Klosters-Davos unterbrochen. Das Bekennerschreiben, in englisch verfasst, wurde mit „Sand in the wheels“ unterzeichnet.

1999.11-16
-Während 2 Stunden wird das Dach und die Eingangshalle des WTO-Hauptsitzes in Genf besetzt. Auf der Rue de Lausanne sperrten weitere KundgebungsteilnehmerInnen den Verkehr und verteilten Flugblätter. Mit dieser Aktion sollte unter anderem zum Widerstand gegen die WTO-Ministerkonferenz in Seattle vom 30.11.-03.12 aufgerufen werden. Ebenso wurde das generelle Demonstrationsverbot während des WEF-Jahrestreffen verurteilt. „Die Anti-WTO Koordination Schweiz will sich aber das Recht auf Widerstand gegen diesen wichtigen Think Tank des Neoliberalismus nicht nehmen lassen und mobilisert bereits auf den 29. Januar für eine breite, bewilligte Demonstration gegen das Forum 2000. Auch wir wünschen uns für das neue Jahrtausend „New Beginnings-Making a Difference“ Darum erst recht: Auf nach Davos! Nieder mit dem Homo Oeconomicus!“ Zur Besetzung der WTO

2000-01-15
-Zwei Panzerglasscheiben auf der Südseite des Kongresszentrums, wo wenige Tage später das WEF-Jahrestreffen stattfand, gingen aufgrund einer Fremdeinwirkung zu Bruch. Die Presse spricht von sog. Knallraketen, die den Sachschaden von angeblich 15.000 Fr. verursacht haben sollen. „Solche Raketen werden sonst bei Feuerwerken abgefeuert und sind in der Schweiz ausser für Jugendliche frei erhältlich“ Die NZZ zitierte: «Angriff auf WEF als Auftakt zur PK in Davos. Unser Angriff gegen den zusammengerotteten Haufen der Regierenden ist ein Beitrag zur Störung ihres Treffens im ruhigen Hinterland. Erkl. folgt. Für eine revolutionäre Perspektive.»
Die Anti-WTO-Koordination, die letztes Jahr in Davos demonstriert hatte, teilte gestern mit, verschiedene Gruppen kämpften mit unterschiedlichen Mitteln gegen das Word Economic Forum (WEF) und die von ihm vertretene Wirtschaftspolitik. Sie sehe keinen Grund, sich von den «Aktivitäten anderer Gruppen zu distanzieren, solange deren Aktionen gezielt sind und dabei keine Menschen verletzt werden»

2000-01-29
„Davos. - Die iranische Delegation war am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos von einer Gruppe Exil-Iraner mehrfach mit Farbbeuteln beworfen worden. Adeli, der in seinem Hotel von einem Farbbeutel getroffen wurde, reiste am Sonntag aus Verärgerung über den Vorfall ab. Wie der Sprecher des Schweizer Sicherheitsdienstes in Bern berichtete, wurden die Täter, zwei Männer und zwei Frauen, festgenommen. Die beiden Männer hatten am Samstag Charrasis Auto mit Farbe beworfen. Die zwei Frauen attackierten dann am Abend den Vizeaussenminister mit einer weiteren Farbladung. Als sie am Sonntagmorgen einen weiteren Angriff auf Adeli versuchten, griff die Polizei ein.“ (TA)

-Demonstration in Davos. DemonstrantInnen überrennen verschiedene Polizeisperren und werden auf halbem WEG zum Kongresszentrum von den zürcher Gitterwagen samt Bedienungspersonal aufgehalten. Der lokale MacDo wird global behandelt und ein Polizeibeamter entwaffnet. Die Demonstration lässt beschädigte Diplomatenautos zurück und die Erinnerung an Bové, der wider alle Absprachen doch noch schnell dialogisieren gehen wollte jedoch mit Gummischrot behandelt wurde. Das ist der Gipfel: Aufruf 2000

2000-02-25
-Am 25. Februar wird in einer Transformerstation ein Brandsatz gefunden, der zwischen 5 und 10 kg schwer gewesen sein soll. Der geplante Anschlag misslang. Erklärtes Ziel der AktivistInnen war es, einen Stromunterbruch während der Eröffnungszeremonie des Jahrestreffens zu bewirken. Betroffen gewesen wären die fünf umliegenden Gebäude, darunter das Kongresshotel.(sda )
Die Sonntagspresse zitiert aus der Erklärung:«Die Zündung hätte am 27. Januar um 18.30 losgehen sollen. Leider hat es nicht funktioniert, und der Brandsatz hat während dem ganzen WEF, gut bewacht von der Schweizer Armee, in der Trafostation vor sich hin geschlummert. Weg mit dem WEF!» Unterschrieben ist der Brief mit «die Geiss von Davos».. Die Polizei findet den Brandsatz nach dem WEF.

2000.09.11-14
-Das Asitiatisch-Pazifische Treffen des WEF im australischen Melbourne vom 11.-14. September 2000 wurde erheblich gestört, mehr als die Hälfte der KongressteilnehmerInnen mussten auf die Eröffnungsveranstaltung verzichten. Zweihundert von ihnen schafften es am ersten Tag nie, ins Crown Casino einzutreten. Mit einer massiven Mobilisierung blockierten tausende DemonstrantInnen während der gesamten Dauer des Treffens die Zufahrtswege zum Konferenzgebäude.
(Aus Flugi: „AUF NACH DAVOS“
Melbourne s11

2000.09.12
-Mehr als 10'000 Menschen demonstrieren in Melbourne gegen das WEF

2001
„AUF NACH DAVOS“ Zur Demonstration und den Aktionen gegen das World Economic Forum 25.-30 Januar 2001
Aktionsplattform gegen das World Economic Forum (WEF)

„ökumenische Plattform“, Protestaktionen von Christinnen und Christen während des Weltwirtschaftsforums (WEF).vom 25.-30. Januar 2001 in Davos

2001-01-02
«no more Summits in Seattle, Prag, Davos». „Wir haben in der Nacht vom 2. auf den 3.1.2001 beim gutbewachten türkischen Konsultat an der Weinbergstr. und bei der israelischen ELAL an der Löwenstr. in Zürich mit Feuerwerksköpern angeklopft.“...“Den Mördern kein ruhiges Hinterland – weder in Zürich noch in Davos noch sonst wo.“ Die gläserne Eingangstür der isrealischen Fluggesellschaft El-AL in Zürich wurde zerstört, der Sachschaden wurde von der Polizei auf rund 10 000 Fr. geschätzt. Die AutorInnen des Anschlags treten unter der Bezeichnung «Für eine Revolutionäre Perspektive» auf. In einem Schreiben der UrheberInnen verlangten sie ein Ende der Massaker in der Türkei, in Kurdistan und in Palästina, Solidarität mit den kämpfenden politischen Gefangenen sowie im Hinblick auf das Weltwirtschaftsforum in Davos «no more Summits in Seattle, Prag, Davos».
Erklärung vom 3.1.2001

2001.01.20
-In Grenoble stand ab dem 20. Januar im Stadtzentrum ein Zelt, das als Fremdenverkehrsbüro von Davos gekennzeichnet war. Bei näherem hinsehen, waren neben Informationen zu Kapitalismus und Neoliberalismus unter anderem Fähnchen mit der Aufschrift „Adieu Davos“ sowie ein Sarg für die Beerdigung des Kapitalismus zu sehen.

-„Beten und Schweigen“
Wie schon in den Jahren zuvor, findet während des WEF in Davos ein tägliches „Beten und Schweigen“ in der reformierten Kirche St. Leonhard statt. Die Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung lädt in der ganzen Schweiz zu Mahnwachen auf. «Wir misstrauen den Beteuerungen der Forumsteilnehmer, dass sie Brücken bauen wollen, zu den Opfern der Globalisierung», erklärt Markus Büker in der Presse. Zu den Aktionen der Theologischen Bewegung

2001-01-23
Ein Bus aus Dijon in dem sich etwa 15 AktivistInnen befanden wurde an der Schweizer Grenze während 7 Stunden angehalten. Die PassagierInnen werden nackt untersucht. Ihre Dokumente werden dem Departement des Innern zugestellt. Einer Frau wird der Zugang in die Schweiz verweigert, weil sie an den Anti-IWF und Anti-Weltbank Protesten im September 2000 in Prag teilgenommen haben soll. Sie wird vom 15. bis am 31. Januar des Landes Verwiesen Berichte chez Maloka

2001-01-24
Eine Parade von ca. 50 als SkifahrerInnen verkleidete AktivistInnen demonstriert tanzend und singend in den Strassen der Innenstadt Zürichs gegen das WEF und begab sich womöglich vor die Börse.

2001.01.25
-AktivistInnen versuchen in Zürich die Durchfahrt der Konvois von WEF-TeilnehmerInnen vom Flughafen nach Davos zu verhindern und blockieren die Rosengartenstrasse(?) vorübergehend. (Mehr wäre mehr gewesen).
Zeitgleich versucht ein Konvoi von 4 Autos, die Autobahn nach Landquart zu blockieren, indem sie etwa 20. km/h fahren. Sie werden auf äusserst brutale Art und Weise von der Polizei festgenommen und die Knarre an der Schläfe, mit Handschellen versehen. Die Polizei erachtete es als notwendig bei dieser Verhaftung die Scheiben eines Autos einzuschlagen.

-Im Kulturzentrum „Il Molino“ in Lugano wurden 2 Überwachungskameras der Polizei entdeckt und zerstört. Im folgenden Polizeieinsatz wird das Zentrum eingekesselt und alle Menschen werden beim Eintreten oder Verlassen des Zentrums überprüft. -40 AktivistInnen dringen in den Regierungssitz des Tessins in Bellinzona ein, um gegen solche Methoden der Polizei zu protestieren.
-«Pas de poulets jurassiens au WEF!»
Gegen hundert Menschen demonstrierten in Delemont gegen die Teilnahme von 5 jurassischen PolizeibeamtInnen am Polizeidispositiv in Davos. Vor dem Polizeiposten wurden 5 Poulets (Hühnerleichen, oft synonym für Bullen) gegrillt und die Türen wurden zugekettet. Die BewohnerInnen der Stadt wurden aufgerufen nach Davos zu fahren und an der Demonstration teilzunehmen. Der Zuständige Regierungsrat, Hèche beteuerte, dass die betreffenden BeamtInnen nicht mit DemonstrantInnen in Kontakt kommen würden.

2001-01-26
-Die Polizei nimmt 4 SchauspielerInnen einer Gruppe fest, die in Davos ein Strassentheater aufführen wollte, und verweist sie des Ortes.

-Am Vormittag besetzen ca. 50 Menschen den Sitz der UBS in Lugano und hängen ein Transparent auf, dass zur Teilnahme an der Demonstration in Davos aufruft.

Gleichzeitig besetzen etwa 80 Menschen die Lokale der UBS in Lausanne, sie Protestieren gegen die „Präventive Rerpression“ gegen diejenigen, die gegen das WEF demonstrieren wollen.

-In Zürich werden einige Stockwerke des Warenhaus Globus während einiger Zeit zur konsumfreien Zone. Die Wirkung einer Stinkbome vergrault die Kundschaft. Mehrere Menschen verteilen Flugblätter mit der Bemerkung : „Davos ist unzugänglich – Der Kapitalismus ist überall – Sabotage!“ Wenig später erscheint ein Aufruf (?)

-Kurz nach 15.00 entrollten vier bis sechs Personen im Eingang zur Bank Citigroup ein Transparent. Kurz nach 16 Uhr wurde das Transparent wieder entfernt und die Aktion beendet.

-Auf dem Markt in Foix, in Frankreich, findet ein Strassentheater statt, das die Leute auffordert an den Protesten gegen das WEF teilzunehmen.

-In Toulouse protestieren ca. 30 Menschen gegen die repressive Haltung der französischen Staatsbahnen, gegenüber den „Gratiszugfahraktionen“ anlässlich der Proteste vom 6,7 und 8 Dezember 2000 in Nizza. Ebenso wurde dazu aufgerufen, gegen das WEF zu Demonstrieren.

-Während der ganzen Zeit kommt es an der Schweizer Grenze zu Wegweisungen.

2001-01-27
-In den Strassen von Madrid demonstrieren ca. 5000 Menschen gegen das WEF und gegen die neuen Anti-MigrantInnen Gesetze. Aufgerufen zu dieser Kundgebung hatte das Movimiento de Resistencia Global, MRG de Madrid.

-In St. Etienne, Frankreich, finden sich etwa 150 Menschen auf einem Platz im Stadtzentrum ein, um gegen „den Kapitalismus und seine Institutionen“ zu protestieren. In einer festlichen Atmosphäre werden Flugblätter verteilt. Der Demonstrationszug bewegt sich zum selbstverwalteten Squat IZMIR, wo ein Apéro sowie Informationen zum WEF die Leute erwartet

-Um 7.00 Uhr Morgens besetzen ca. 200 internationale Aktivistinnen die Halle der WTO in Genf, sie pissen an die Wände und versehen diese ebenfalls mit Spayereien ("We are pissed of by the WTO so we piss on the WTO") Die Fassade des Gebäudes wird mit dem Slogan „Assasins, Moore aux tirans“ versehen (Mike Moore ist der Präsident der WTO).

-An der Grenze in Chiasso vertreibt die italienische Polizei AktivistInnen mit dem Wasserwerfer. Dieser Grenzübergang wurde seit Freitagnachmittag von AktivistInnen blockiert.

-Hunderte von DemonstrantInnen, die daran gehindert werden nach Davos zu reisen, blockieren die Auto- und die Eisenbahn bei Landquart

-In Davos demonstrieren 400 Menschen allen Verboten und der Kälte (-10 ° C) zum Trotz gegen das WEF. Diese friedliche Kundgebung wird von der Polizei mit den Wasserwerfern angegriffen.

-Gleichzeitig blockieren ca. 150 Menschen in Bern eine Brücke. Steine und Flaschen werden gegen Polizeifahrzeuge geworfen. Die Kundgebung richtet sich gegen die Entscheidung der Rhätischen Bahnen, den Verkehr vorübergehend einzustellen, um die Anreise von DemonstrantInnen nach Davos zu erschweren.

-Während mehrerer Stunden sperrte die bündner Polizei die San-Bernardino Strasse für jeden Verkehr vollständig. Ziel der Blockade sei es gewesen, aus dem Süden anreisenden DemonstrantInnen die Weiterreise nach Davos zu verunmöglichen. Zur Bewältigung dieses Vorhabens seien den (Un-)Ordnungskräften nur 10 BeamtInnen zur Verfügung gestanden. („Strassenblockade ist Strassenblockade, solange der Verkehr still steht, ist es gleichgültig von wem eine solche Aktion getragen wird, Vielfalt ist unsere Stärke!“)

-„Plan B, 121 Verhaftungen nach grossen Zerstörungen“ Nach dem weiträumigen Polizei-Kessel im Bahnhof von Landquart und nach einer Blockade der Eisenbahnstrecke Chur-Zürich durch AktivistInnen wird ein Teil der WEF-GegnerInnen mit einem Sonderzug nach Zürich-Wollishofen verfrachtet. In Zürich findet die angestaute Wut einen praktischen Ausdruck. Es kommt zu heftigen Strassenschlachten mit der überforderten Polizei. Diese Reclaim the Streets Party in der Gegend des Hauptbahnhofs ist ungewöhnlich lebendig und leider viel zu schnell beendet. Beim Bahnhof verliert ein Passant durch den Gummischroteisatz der Polizei ein Auge.

- Die Gruppe „Sand in the wheels soll mit einer gelungenen Sabotageaktion Teile des Telefonnetzes im Kanton Graubünden lahmgelegt haben, um so den reibungslosen Ablauf des WEF zu stören. Zwischen Lanquart und Klosters sowie zwischen Thusis und Davos wurde um 18.00 Uhr das Glasfaserkabel unterbrochen.

2001-01-28
-In Zürich findet eine Demonstration, mit der Forderung nach Freilassung der Gefangenen Vortag, statt.
- Ca. 50 Leute sind in Warschau zu einem photogenen Auftritt vor der Schweizer Botschaft aufgetaucht: zwei 'Global Players' spielen Handball (der Ball war eine Erdkugel) und versuchen mit schmutzigen Tricks die anderen SpielerInnen auszubremsen: eine Krankenschwester, ein Bergarbeiter und eine Putzfrau versuchen, den Ball zu kriegen. Es war viel Polizei da, aber sie sind nicht eingegriffen.

2001-01-29
-In Lausanne blockieren gegen 16.00 ca. 40 Menschen während 20 Minuten den Eingang zu einem Mc Donalds. Sie fordern die Auflösung des WEF sowie die Freilassung aller sich noch in Zürich in Haft befindlichen WEF-GegnerInnen.
-In Genf findet eine Demonstration von etwa 200 Menschen statt, die den Sitz des Justiz und Polizeidepartements besetzen. Diese Aktion richtet sich gegen die Repression des Staates gegen WEF-GegnerInnen.
-Das schweizerische Konsulat in Lyon wurde gegen 15.00 Uhr von ca. 30 AktivistInnen besetzt, mit der Forderung der sofortigen Freilassung aller, die nach der Unruhe in Zürich festgehalten wurden. Ebenso wurde die brutale Verfolgung der WEF-GegnerInnen angeklagt. Auf dem Transparent, das vor dem Gebäude aufgehängt wurde, war zu lesen : „Winter 2001 : Chaos in Davos, Kein Forum für die Tyrannen, Schlittenfahrt(Kampf) der Klassen (luge(-Schlitten) de classes, statt lutte(-kampf)) gegen das World Economic Forum.“ Flugblätter wurden selbstverständlicherweise ebenfalls verteilt. Die Wände wurden mit Anti-WEF Parolen zugetaggt und Kommuniques wurden an das Innenministerium sowie an die schweizer Botschaft in Paris verschickt

2001-01-29
-In Genf demonstrieren etwa 100 Personen gegen die «brutale Polizeirepression». Am Abend besetzten rund 100 militante WTO-Gegner im Herzen der Altstadt vorübergehend die Place du Bourg-de-Four.

-In Bern demonstrierten rund 200 Menschen gegen die Polizeigewalt. Zum Protest aufgerufen hatten die Anti-WTO-Koordination, die Antifa und die Freie ArbeiterInnenunion Schweiz (Fauch). Der Demonstration folgt eine Nachdemo, bei der es zu Sachbeschädigungen beim McDonald's in der Marktgasse und beim Restaurant Äusserer Stand.13 Menschen werden vorübergehend festgenommen. Kurt Dallmaier, Manager von McDonald's, bezeichnete die Ausschreitungen lediglich als «jugendlichen Übermut» und verzichtete auf eine Anzeige.

-In Rom veranstalteten gegen 100 Personen vor der Schweizer Botschaft einen Sitzstreik. Sie protestierten gegen die Verhaftung dreier italienischer Gegner des WEF in Zürich und gegen die zeitweise Schliessung der Schweizer Grenze. (NZZ)

2001-01-31
In Helsinki rufen Ya Basta und Friends of the Earth (Pro Natura in der Scheiz) zu einem Protest vor der schweizer Botschaft auf. Es wird gesungen und Slogans werden gerufen. Der Botschafter erhält eine Protestnote.

2002-02-03
In Bern distanzieren sich mehrere hundert Menschen von der Unruhe eine Woche zuvor in Zürich. Mehrere reformistische Gruppierungen versuchen sich hier als den friedfertigen Teil der Bewegung darzustellen. Die Spaltung, die hier in Szene gesetzt wurde, wirkt bis heute nach.
Aufruf zur Demonstration gegen das Böse
Interview mit einer Autonomen in der WOZ zu der verkachelten Situation nach dem 3. Februar.

2001-02-23
In Bern kommt es zur Verhaftung von David, einem angeblichen Mitglied des Kollektivs „Virtual Monkeywrench“. Ihm wurde zur Last gelegt den WEF-Server gehackt und persönliche Daten der TeilnehmerInnen des WEF-Jahrestreffens heruntergeladen zu haben, so z.B. E-mail Adressen, Handy- oder Kreditkartennummern. David wurde mittlerweile freigesprochen, die Gerichtskosten übernahm die Staatskasse und ihm wurde eine Entschädigung für die Untersuchungshaft und den damit verbundenen Lohnausfall gewährt. Einen Teil seiner Entschädigung lässt David einer "Stiftung zur Förderung der Informatikkenntnisse bei Untersuchungsrichtern" zukommen.

01-02-26/27
Die Demonstrationen und Proteste gegen das regionale WEF-Treffen in Cancun (Mexiko) werden von den Ordnungskräften angegriffen. Die massiv gepolsterten Tutte Bianchi prägen das Bild dieser Proteste.

2001-06-03
„Mit Kaffe und mit Kuchen werden wir euch besuchen“ Am Pfingstsonntag spazieren 70 Menschen durch Zürich und besichtigen Geschäftsstellen mehrerer WEF-Mitglieder, so Starrbucks (Curti Holding), Citibank, Holcim, Lombard Odier und die UBS. „Es habe geringe Sachbeschädigungen gegeben, sagte der Polizeisprecher; unter anderem sei ein vorbeifahrendes Auto traktiert worden. Insgesamt sei der Anlass aber friedlich verlaufen.“

2001-07-06
- "Dieses Umfeld ist der Academia nicht würdig, Herr Schwab ist abgereist."
Professor Schwab (WEF-Vater) wollte auf Einladung der Alumni-Vereinigung eine Feierrede zum Thema, "Öffentlich/Private Partnerschaft im Zeitalter der Globalisierung", an der Eidgenössischen Technischen Hochschule abhalten. Etwa 100 Menschen blockierten den Eingang zum Hörsaal. Tische, Eier, Abfalleimer und alles mögliche fliegen herum. Der Vortrag findet nicht wie vorgesehen in einem öffentlichen Rahmen statt, Die DemonstrantInnen beschlagnahmten ein paar Kisten Getränke und verliessen den Platz des Geschehens freudig.

2001-07-1/3
Vom 1. bis 3. Juli fand in Salzburg das europäische Treffen des WEF statt. Aktionstage gegen den WEF-Gipfel in Salzburg - eine compilation

2001-06-29
Mit einer Theateraktion machten heute mittag 40 Anti-WEF AktivistInnen auf sich aufmerksam. Sei begleiteten als schwer bewaffnete PolizistInnen verkleidet einen gebastelten Schwarzen Block durch die Salzburger Innenstadt. Bericht von der Aktion

Im Volxgarten in Salzburg findet ein Strassenfest statt. Um dieses zu promoten brach eine Gruppe von etwa 25 Personen als Mozarts oder Militärkomando verkleidet in die Salzburger Innenstadt auf. Gegen 22.00 Uhr setzte sich vom volksgarten (dort fand erwähntes strassenfest statt) ein demozu richtung Infopoint in gange. An der spontandemo nahmen etwa 50 personen teil.

2001-06-30
Auf die Nachricht hin, dass vom ATTAC-Gegengipfel ein bewilligter Demozug Richtung McDonalds an der Sterneckstr. unterwegs sei, brach eine Spontandemo vom Infopoint in dieselbe Richtung auf. Ein Grossaufgebot der Polizei verhinderte, dass sich die beiden Demonstrationen zusammenschlossen. vereint mit Attac

2001-07-01
Eine Demonstration von etwa 1500 Menschen setzte sich vom Bahnhofsvorplatz zu Salzburg in Bewegung und zog während etwa eineinhalb Stunden durch die Innenstadt. Es kam aufgrund der ständigen Polizeiprovokationen zu kleineren Zwischenfällen. An der Wolf-Dietrich-Strasse wurden ca. 500 DemonstrantInnen von der Polizei eingekesselt, der Kessel wurde unter der Bedingung aufgelöst, dass die DemonstrantInnen sich entwaffneten. Der Salzburger Kessel

2001-08-15
Spenden gegen das WEF
Schützenhilfe der besonderen Art erhielt die Bewegung gegen das WEF von unerwarteter Seite. Herr Aliesch unter anderem Polizeidirektor des Kantons Graubünden und damit verantwortlich für den Polizeieinsatz in Davos, stellte sich als korrupter Schmierenkomödiant heraus. Freundschaftliche Schenkungen, Pelzmäntel, Ferienreisen und weis der Herrgott was alles, bringen ihn zu Fall. „Der wegen des Vorwurfs der passiven Bestechung schwer angeschlagene Bündner Regierungsrat Peter Aliesch ist teilsuspendiert worden. Aliesch muss die Führung der Kantons- und Fremdenpolizei sowie das World Economic Forum (WEF) per sofort abgeben. Neu zuständig für die betroffenen Bereiche ist Regierungsrat Stefan Engler, Vorsteher des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartementes.“ (AZ)

2001-08-24/26
World Anarchists Forum
Vom 24. bis am 26. August 2001 fand das erste World Anarchists Forum (WAF) in Davos statt, einer Gegenveranstaltung zum WEF-Jahrestreffen. Gut 100 Menschen und Hunde besetzen eine Wiese in Davos, wo sie während 2er Tage diskutieren, Filme anschauen, Konzerten lauschen und Substanzen konsumieren. Der Kontakt zur Einheimischen Bevölkerung entwickelt sich hervorragend, eine Wiederholung des Anlasses drängt sich auf. «Vielleicht gibt es das WAF länger als das WEF.» sagte Oli der Presse. Alle lieben das WAF

2001-08-28.
«Kunst heisst für mich Konfrontation mit der Realität»:
«Wirtschaftslandschaft Davos» von Thomas Hirschhorn im Kunsthaus Zürich vom 28. August bis 2. Dezember. Mit billigen Materialien und Abfallprodukten wurde ein 15 Meter langes, eineinhalb Meter hohes Modell der Landschaft Davos gebastelt. «Meine Ausstellung ist eine militante Erklärungsausstellung» erklärt der Künstler, aber es sei auch eine Kunstaustellung. Unter anderem wird „auf einem Bildschirm Rolf Lyssys Film «Konfrontation» gezeigt, die Geschichte vom jüdischen Studenten David Frankfurter, der 1936 in Davos den NSDAP-Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff erschoss.“

2001-09-15/16
Internationales Treffen in der roten Fabrik
Im Rahmen der Veranstaltung „Nach Genua vor Davos - Solidarität in der Bewegung!“ in der roten Fabrik in Zürich werden unter anderem die Möglichkeiten des grundsätzlichen Widerstandes gegen das WEF besprochen. Der Advent der Bewegungsverwalter wurde bedauert.

2001-10-14
„Davos ohne WEF“
-Die Gründung einer Vereinigung „Davos ohne WEF“ wird von Felix Blaser, einem Geschäftsinhaber bekannt gegeben. Beklagt wird die Umsatzeinbusse während der WEF-Jahrestagung in Davos. „Einem Kollegen, der sich nach dem letzten WEF beim Gründer Klaus Schwab über die Umsatzeinbussen beklagt habe, sei arrogant und lapidar beschieden worden, das gehe das WEF nichts an“

2001-10-28
-Ein Bündnis von AktivistInnen aus mehr als 10 Ländern mobilisierte gegen den Ostasien-Gipfel des WEF in Hongkong. Ca. 400 DemonstrantInnen fanden sich zur Eröffnungszeremonie ein, die Demonstration verliess die von der Polizei bestimmte Route und zog geradewegs durch die Innenstadt zum Kongresszentrum vor. Weitere Protestkundgebungen rund um den Gipfel wurden zumindest angekündigt. Text aus dem Tatblatt, und der Anti-WEF-Koordination

2001-11-05
Klaus halts Maul
-Um Stimmung für die Unterstützung des WEF durch den Bund zu machen, wird die aussen- und die sicherheitspolitische Kommission des National- und Ständerates zu einem Diner ins protzige Bellevue Hotel in Bern eingeladen. Der Gastgeber Klaus Schwab muss wiederum auf die Durchführung eines Anlasses verzichten. Ca. 100 DemonstrantInnen versperren den Eingang zum Hotel. Farbbeutel fliegen und eine spontane Demonstration macht klar: Herr Schwab kann in der Schweiz nicht mehr so ohne weiteres öffentlich auftreten.

2001-11-25
-In Chur findet eine Demonstration gegen die neue Polizeiverordnung des Kantons Graubünden statt. Diese Polizeiverordnung bildet die rechtliche Grundlage für einen Polizeieinsatz zum Schutze des WEF in Davos. Sie ermöglicht es der Polizei unter anderem, Leute aus dem gesamten Gebiet des Kantons wegzuweisen. Demobericht von DaDavos

2002-02-01
-In Bern besetzen rund 20 Leute die Räumlichkeiten von PriceWaterhouseCoopers (PWC), einem Mitglied des WEF. Sie begründeten dies mit der Eröffnung des WEF in New York. Die Polizei führte 2 Personenkontrollen mit der üblichen Brutalität durch.

-In Lausanne demonstrierten vor dem UBS-Gebäude auf dem Saint-François-Platz etwa 70 Personen gegen das WEF. Sie klagten die Bank an, ein Hauptmotor des Kapitalismus zu sein, für den nur finanzielle Interessen zählten. (Aargauer Zeitung)

-"Der Black Block lädt zum feierlichen Après-ski",
In Davos gaben ca. 20 vorwiegend Vermummte „ChaotInnen“ ein gemütliches Stelldichein vor dem Kongresshaus. Ein schwarzer Block wird feierlich der Gemeinde Davos übergeben. Der zahlreich erschienen Presse wird erklärt, dass das WEF aufgelöst werden muss, um weitere Proteste in Davos zu verhindern. Tatsächlich hatten die GlobalisierungsgegnerInnen diesmal biologischen Prosecco und Knabbergebäck in ihren Rucksäcken, womit sie einige verdutzte Passanten bewirteten.

-„Lichtermeer gegen die Armut“
Auf dem Bundesplatz werden 24'000 Kerzen strahlenförmig verteilt und angezündet. Mit dieser Aktion soll an die 24'000 Menschen erinnert werden, die täglich an den Folgen der Unterernährung sterben. Die Aktion wurde dabei von der Bethlehem Mission Immensee als friedlicher Protest gegen die gestrige Eröffnung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in New York organisiert.

-Im New York nach dem 9-11 finden erstmals wieder antikapitalistische Proteste statt. Verschiedene Bündnisse rufen zu Demonstrationen und Aktionen auf. Davos am Hudson lebt, der befürchtete Stillstand der Bewegung tritt nicht ein.

Ein Filmchen der Rundschau/SFDRS, und ein Bericht aus der Fachpresse: They are Enron, we are Argentina!

2002-02-01/02
„Wipe Out WEF, Smash NATO“
-In Zürich findet eine Demonstration gegen das WEF statt. Es kommt zu gezielten Sachbeschädigungen. Auf dem Rückweg vom Central zum Bellevue „wurden massiv Scheiben eingeschlagen und Fassaden verschmiert“, vor allem bei Mitgliedern des WEF (ZKB, NZZ, Kantonspolizei, nicht aber Kuoni-Reisen am Bellvue) „Auf dem Parkplatz beim Opernhaus demolierten Chaoten, angepeitscht von scheppernden Rhythmusinstrumenten im Zug, reihenweise Autos“. (Das belegt zumindest die lyrische Qualität unserer NZZ wieder einmal auf überzeugende Weise). 54 Personen werden vorwiegend im Kreis 5 festgenommen. Am nächsten Tag stirbt ein Teilnehmer dieser Demonstration unter bis heute ungeklärten Umständen. Vieles spricht dafür, dass Eduardo Parodis Ableben in engem Zusammenhang mit den in Zürich eingesetzten Kampfstoffen steht.
Zum Tod von Edoardo Parodi in der WOZ und etwas ausführlicher bei Pig Brother

-Im Anschluss an die Demonstration in Zürich fahren 2 Busse in Richtung NATO-Sicherheitstagung in München ab. 25 Kilometer vor München werden die Busse aufgehalten und unter Polizeibegleitung zurück an die Grenze begleitet.

2002-09-14
-«Stadtspaziergang» gegen das Europatreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Salzburg. Rund 600 Menschen besuchten Firmen und Institutionen die Teil des WEF sind. Von mehreren Hundertschaften Polizei begleitet, kommt es zu keinen nennenswerten Störungen der öffentlichen Ruhe oder des Landfriedens. Vor dem MacDonald treten die neuen Kräfte der alten Welt in Erscheinung, die Berner Zeitung berichtete: „dem «Demoschutz» der globalisierungskritischen Organisatoren Anti-WTO-Koordination und Attac gelang es schliesslich, die vermummten Demonstranten vom so genannten «schwarzen Block» zum Weiterziehen zu bewegen. Auch Stadträtin Catherine Weber (Grünes Bündnis/GB) stellte sich zwischen die Fronten.“. Die AnsprechpartnerInnen, die den Mob bändigen können, sind gefunden. Die Polizei verhindert, dass die Demonstration auf der vorgesehenen und bewilligten Route, am Geschäftssitz von PriceWaterhousCooper vorbei ziehen kann. Es kommt zu 7 Verhaftungen.

2002.24.12
-Verkleidete bündner Bergbauern, darunter der Schellenursli, sind heute Nachmittag mit Skiern an den Füssen durch die berner Innenstadt gezogen. Auf Transpis und Plakaten war zu lesen: "Auf nach Davos....oder Gstaad!" oder: "Wir werden das WEF teeren und federn". Ein Skirennen durch den McDonald`s beim Zytglogge war einer der Höhepunkte. Die verkleideten Skiakrobaten stiessen auf grosse Sympathie der Bevölkerung. Vor Allem Schellenursli wurde stark beachtet. Schellenurslis erster Auftritt seit langem.
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Und weiter gehts
09.01.2003 19:16  
WEF nicht mehr in Salzburg!
Leider aus dem Standard geklaut, weil`s auf der WEF-Seite keine Infos dazu gibt...

 http://austria.indymedia.org/front.php3?article_id=18626&group=webcast


  oder in genf
29.01.2003 11:35  
laut wef-hp ist auch ein meeting in genf geplant...:
23-24 May South-East Europe Meeting Geneva, Switzerland
also ob genf oder dublin, sicher beide einen besuch wert


AutorIn: surfer rosa | Web:: http://www.weforum.org
> Übersetze diesen Artikel (.onion)
> Artikel als PDF runterladen (.onion)
> Diesen Artikel als e-Mail versenden (.onion)
GNU Free Documentation License 1.2 Sämtlicher Inhalt auf Indymedia Deutschschweiz ist verfügbar unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Germany.
Für sämtlichen Inhalt der jeweiligen Beiträge unter Indymedia Schweiz und Indymedia Deutschschweiz sind nur die jeweiligen AutorInnen verantwortlich!
Indymedia Schweiz läuft mit MIR 1.1
Use GNU!