zu den betreffenden kommentaren wurde schon zwei mal stellung bezogen: 1 + 2.
es sei nochmals betont, dass diese kommentare so schnell wie möglich entfernt werden. das dauert oft nur wenige stunden, manchal auch einen tag. indymedia ist kein dienstleistungsbetrieb und garantiert deshalb auch keinen 24h service oder so was. indymedia basiert auf der freiwilligen beteiligung, sei das im open-publishing, der moderation/administration, dem übersetzen, der technik oder wo auch immer.
seit den oben verlinkten erklärungen haben sich die provokations-kommentare in ihrer struktur z.t. etwas verändert. sie werden eher nicht mehr im namen einer organisation (z.b. dem revolutionären aufbau) verfasst und versuchen, die provokation nicht mehr so offen an den tag zu legen. inzwischen wird spam auch als artikel und nicht nur als kommentare publiziert. im vorfeld der demos in frauenfeld, winterthur und zug wurde gezielt versucht, zu provozieren und verwirrung zu schaffen. neu bei der demo in zug war, dass die falschmeldung der absage der demo als artikel und nicht als kommentar publiziert wurde.
wir raten, sich nicht so wahnsinnig aufzuregen, wie das offensichtlich einige getan haben und die sache etwas lockerer zu nehmen. es wird versucht, auf der mittelspalte und neu im kalender in der linken spalte von indymedia, verifizierte information zusammenzutragen und zu kontextualisieren. so waren die aufrufe zu den demos winterthur und zug beide im kalender enthalten. es gilt aber generell, zum gelesenen distanz zu wahren und kritisch zu bleiben.
dass die bürgerliche presse und andere herrschende zur rechtfertigung von repressalien gerne solche provokationen und fakes heranziehen, scheint klar zu sein. da die provokationen bald entfernt werden und sie darauf abzielen, reaktion zu erzeugen, dürfte es das beste sein, sie zu ignorieren.
die stimmung sollte nicht weiter angeheizt werden und unsere realitäten sich nicht so schnell verschieben lassen.
wer solche dinge schneller entfernt haben will, soll sich doch bei einem lokalen indy-kollektiv zur diskussions-beteiligung melden (siehe z.b. indy+media café).
wir meinen nach wie vor, auf diskriminierende inhalte sollte inhaltlich reagiert werden. allerdings ist es trotzdem gut möglich, dass der betreffende beitrag (ev. inkl. der entgegnung) später entfernt wird.
ein verzeichnis von versteckten artikeln ist übrigens im trash/müll zu finden.
an dieser stelle auch noch ein hinweis auf eine diskussion zu zensur oder website-sperrung.
uns bereitet sorgen, dass indymedia immer mal wieder als eine art kontakt-forum und sitzungs-ersatz benutzt wird. dafür ist diese webseite nicht geeignet. bitte diskutiert doch sachen, die nicht alle etwas angehen und von denen faschos und herrschende nichts wissen sollten, persönlich untereinander und nicht via internet. abmachungen zu treffen mit einem unbekannten gegenüber ist wohl nicht gerade empfehlenswert. wenn ihr kontakt zu gruppierungen sucht, dann kontaktiert diese direkt, anstatt ins anonyme hinaus nachzufragen.
auch crosspostings von buergerlichen, kapitalistischen, einseitig 'sendenden' informationskanälen (massenmedien) wie tagionline, bernerzeitung etc. häufen sich auf ch.indymedia.org. da diese texte von den autorInnen auf indymedia nicht selbst geschrieben wurden, sondern lediglich kopiert, hat dies sehr wenig bis gar nichts mit einem emanzipatorischen umgang von information/medienkritik, für welchen indymedia raum bieten will, zu tun. vielmehr wird dadurch der herrschende informationsfluss gestärkt beziehungsweise reproduziert. allerdings hat dieses "unerlaubte" kopieren auch den positiven aspekt, dass solche informationen (zumindest auf dem internet) frei zugänglich werden.
deshalb werden zukünftig solche crosspostings vom newsiwre auf der startseite in das newswire-archiv verschoben. somit soll eigenenen berichten mehr raum geschaffen werden.
dem vorschlag, das open-publishing durch ein forum zu ersetzen, dass nur mit registrierung benutzt werden kann, stimmen wir nicht zu. es stellen sich fragen, wie, wer dann zu einem solchen zugang käme und ob diese leute nicht über andere (sicherere) kanäle verfügen, sich gegenseitig zu informieren? schon vor längerer zeit gab es den vorschlag, artikel im newswire als unbestätig/bestätigt zu markieren, wie das bei indymedia nice und paris getan wird: grün=moderiert/bestätigt, orange=unmoderiert/unbestätigt. diese idee liegt einigen näher. doch diese moderierten postings wären auch nicht immer vertrauenswert, weil menschen fehler machen. die forderung nach mehr moderation ist auch die forderung nach noch mehr trennung und noch mehr spezialisierung. schlussendlich können moderatorInnen es lesenden/rezipierenden nicht abnehmen, nachrichten selbst zu verifizieren. wer glaubt, dass es möglich ist, auf indymedia einen mobilisierungsaufruf zu posten und die leute kommen einfach dahergerannt, irrt sich; das wurde mehrmals festgestellt. ein posting auf indymedia ersetzt weder das gespräch, noch den flyer oder das e-mail, den/das mensch durch eine vertrauenswürdige person erhalten hat.
den bedarf nach konstruktiven diskussionen auf dem netz scheint es trotz z.t. gegenteiligen erfahrungen zu geben. um einen ort dafür zu schaffen, bräuchte es aber vermutlich leute, die sich darum kümmern, die stettig an den diskussionen teilnehmen, sie auswerten und für einen austausch mit anderen diskussionsorten sorgen. einige links zu bestehenden diskussionsorten auf dem netz: www.kommunikationssystem.de | www.daslinkeforum.de | www.partisan.net/infopartisan/news/newsgruppen.html | board.ainfos.de | forum der revolutionären jugend zug.
die politik von indymedia besteht darin, als teil einer allgemeinen, radikalen gesellschaftlichen befreiung eine emanzipatorische nutzung von medien zu fördern. dabei werden fragen nach dem funktionieren, den eigenheiten der medien - im speziellen des internets - und den umgangsmöglichkeiten damit gestellt. provokationen sind eine möglichkeit, die durch das open-posting entstehen, daran lässt sich im grunde genommen nichts ändern. menschen müssen lernen mit provokationen zu leben und damit umzugehen, das können ihnen keine administratorInnen abnehmen.
falls all diese von verschiedenen leuten in diversen kommentaren und artikeln gemachten vorschläge darin resultieren würden, dass sich mehr menschen aktiv an indymedia beteiligen, würde uns das freuen.
kommt ins indy+media café in zürich; einem ort für konstruktive diskussionen zu indymedia und verwandten themengebieten, ohne den bildschirm oder die anonymität des internets dazwischen zu haben. es findet statt jeden montag von 18 bis ca. 20.30 uhr im ego an der badenerstr. 97 in 8004 zürich (tram 2/3 bis station bezirksgebäude).
>> weiteres zu konzept und beteiligung
>> weiteres zu medienaktivismus