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 :: Kleiner Bericht zur nachhaltigen Störung der WEF-Imagakampagne, Demo am 31.10. ::
 Themen | Repression/Knast | WEF 31-10-2003 23:55
AutorIn : Anonym
Ein Tag nachdem das BUWAL (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft) das Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen in Lindau ZH bewilligte, liess es heute 31.10.2003 zusammen mit dem WEF (World Economic Forum) die schon länger angekündigte "Tagung zu Globalisierung und nachhaltige Entwicklung" stattfinden (1, 2).
Es wurde aufgerufen, die fortgeführte Imagekampagne des WEF nachhaltig zu stören und mit Lärminstrumenten am öffentlichen Teil der Tagung teilzunehmen. 50 bis 100 Leute machten sich auf den Weg zum Kongresshaus. Ein massives Polizeiaufgebot (Sixpacks, Wasserwerfer, Zivis, Greifer) schützte die mittlerweile abgesagte Schlussveranstaltung. Einmal mehr wurden die Widersprüchtlichkeiten des Dialogs mit den Herrschenden aufgezeigt und die Imagekampgane konnte nicht Fuss fassen.

Für die Kampagne zur Abschaffung des WEF wurde auf indymedia eine Themenseite eingerichtet.
Ein kleiner Bericht zu Freitagabend:
Ein Tag nachdem das BUWAL (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft) das Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen in Lindau ZH bewilligte, liess es heute 31.10.2003 zusammen mit dem WEF (World Economic Forum) die schon länger angekündigte "Tagung zu Globalisierung und nachhaltige Entwicklung" stattfinden (1, 2).
Das ist es wohl, was das BUWAL und das WEF verstehen, wenn sie davon schreiben, "die rein wirtschaftliche mit einer sozialen und ökologischen Globalisierung zu verbinden". Sicherlich freuen sich auch WEF-Mitglieder wie der Gen-Konzern Monsanto (oder tolle Biotech Prioneers) über solche Innovationen...
Und während Bio- und Gentechnologie auf der WEF Website als neue Chance für die Menschheit (und für Indien) preist, wurde aufgerufen, die fortgeführte Imagekampagne des WEF nachhaltig zu stören und mit Lärminstrumenten am öffentlichen Teil der Tagung teilzunehmen. 50 bis 100 Leute machten sich auf den Weg zum Kongresshaus und einige wurden unterwegs unfreundlich von PolizistInnen und ihren Gefährten (Wasserwerfer inkl.) begrüsst: so kam es im Vorfeld zu Personenkontrollen und gar zu einigen Verhaftungen, wobei diese Verhafteten inzwischen wieder draussen zu schein sein. Viele Zivis und grusige Greifer waren unterwegs. Heute Nachmittag wurden die Medien (1, 2, 3) von der Stadtpolizei Zürich und dem WEF und BUWAL darüber informiert, dass diese öffentliche Debatte gestrichen wird. Die Behörden begründen mit einem Unbehagen wegen erhötem Konfliktpotenzial in Zürich (u.a. SüdanflugsgenerInnen!) und sprechen von Unsensibilität, die Veranstaltung in Zürich durchführen zu wollen. WEF/BUWAL meinen, die Stadtpolizei sei nicht in der Lage, "Sicherheit" zu garantieren und versuchen, die Absage Medienpolitisch zu nutzen, indem die GegnerInnen der Diskussionsunlust bezichtigt werden. Dass die Dialogvorstellungen des WEF nicht als gleichberechtigt bezeichnet werden können ist vielen klar und dass mensch nicht mit Ausbeutern darüber diskutieren muss, wie sie ihre Vorhaben noch leichter durchbringen ist mir klar. Ich anerkenne das WEF und all seine Mitglieder und andere kapitalistische, hierarchische, patriarchale oder staatliche Gebilde nicht als legitim, über anderer Menschen Leben zu entscheiden.

Rund um das Kongresshaus hatte sich die Polizei aufgestellt. Langsam kamen die demonstrierenden Leute zusammen, entrollten ein Transparent ("die imagekampagne des wef nachhaltig stören! WIPE OUT WEF") und einige taten ihren Anliegen übers Megafon kund. Die Polizei zog sich nach und nach etwas weiter zurück, blieb aber vor dem Kongresshaus stationiert. Dann zogen die Leute als laute, kleine, lustige Demo Richtung Bellevue, das Limmatquai hinauf bis zum Central. Dem Hörensagen zufolge kam es nach der Auflösung der Demo am Central noch zu Auseinandersetzungen zwischen Molis-Schmeissenden und Polizisten, wie diese mitteilen. Die Wege zur Bahnhofstrasse und dem Hauptbahnhof wurden durch PolizistInnen, Gitterwagen und Wasserwerfer versperrt.

Mir war der Auftakt gegen's WEF 2004 sympathisch und empfehlen tue ich noch die Analyse des militärischen Nachrichtendienstes (7,6 MB).


Für die Freilassung der Gefangenen! Gegen Kapitalismus, Staat und Herrschaft und somit gegen das WEF!
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  Abgesagt...
01.11.2003 11:22  
Tagi Online 31.10.03

Schlusspodium an BUWAL/WEF-Tagung aus Furcht vor Demos abgesagt

ZÜRICH - Bundesrat Moritz Leuenberger hat an einer gemeinsamen Tagung von BUWAL und WEF in Zürich in Erinnerung gerufen, dass Wirtschaft und Umwelt einander brauchen. Zum geplanten öffentlichen Schlusspodium kam es nicht - die Stadt Zürich fürchtete Demos.

Globalisierungsgegner hatten im Internet zur Störung des öffentlichen Tagungs-Schlusspodiums aufgerufen, wie BAP-Sprecher Reto Casanova bestätigte. Es stimme aber nicht, dass die Sicherheit rund um den Tagungsort, dem Kongresshaus, gefährdet sei.

Die Stadt Zürich hatte versucht, die Tagung zu verhindern. Laut Casanova war der Stadtrat der Meinung, dass es unsensibel sei, die Tagung in Zürich durchzuführen. Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) sowie das World Economic Forum (WEF) wollten in Zürich bleiben, sagten aber die öffentliche Diskussion und eine Medienkonferenz ab.

An der Tagung nahmen Vertreter von Umweltorganisationen und Wirtschaft teil, um an parallelen Workshops gemeinsame Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu debattieren. Sie kamen vom seco, der Deza, des BUWAL und aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen.

In seiner Eröffungsrede betonte Leuenberger, dass eine intakte Umwelt die Basis für wirtschaftliches Überleben ist. Umwelt und Wirtschaft, die ja als Widersacher gelten würden, hätten gemeinsame Interessen. Leuenberger ortete Einsicht auf beiden Seiten.

Wichtigste Aufgabe für die Schweiz sei heute, bis im Jahr 2010 die CO2-Ziele zu erreichen. Die Wirtschaft habe mit freiwilligen Massnahmen bereits viel dazu beigetragen, doch um C02-Abgaben werde die Schweiz kaum herumkommen.


  Nix mehr WEF in Zureich
01.11.2003 11:36  
NZZ 1.11.03

Esther Maurer will keine WEF-Veranstaltungen
Vorzeitiger Abbruch einer Tagung in Zürich erwirkt

tom. «Ich will in Zukunft keine solchen Veranstaltungen mehr in Zürich» - an einer Pressekonferenz hat sich die Zürcher Stadträtin und Polizeivorsteherin Esther Maurer am Freitagnachmittag gegen eine Tagung des Buwal und des World Economic Forum (WEF) im Zürcher Kongresshaus ausgesprochen. Die Veranstaltung vom Freitag war im Vorfeld im Internet zur Zielscheibe von massiven Demonstrationsaufrufen von WEF- Gegnern geworden, so dass der Zürcher Stadtrat die Veranstalter nach einer Stadtratssitzung vom Mittwoch gebeten hatte, den Anlass bereits vorzeitig um 17 Uhr zu beenden. Maurer nannte die Veranstalter «höchst unsensibel». Es sei naiv und eine Fehlbeurteilung zu meinen, man könne in Zürich eine solche Veranstaltung durchführen, ohne dass sie zu Eskalationen führe. «Alle Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem WEF sollen in Davos stattfinden», erklärte Maurer. Trotzdem sei es kein Armutszeugnis für die Stadt, wenn sie sich gegen solche Anlässe und für den Schutz ihrer Bevölkerung einsetze, führte Maurer auf eine Journalistenfrage aus. Das Kongresshaus als Ort der Veranstaltung sei ungeeignet. Das Umfeld berge ein zu hohes Konfliktpotenzial, weil gleichzeitig ein Tonhalle-Konzert, das Expovina-Jubiläum und weitere Publikumsveranstaltungen stattfänden. Hinzu komme, dass ausgerechnet Bundesrat Leuenberger an der Tagung teilnahm, nachdem in den letzten Tagen die Situation mit den Südanflügen eskaliert hatte. Das Buwal betonte, die Stadt Zürich sei bereits im August über die Veranstaltung informiert worden. Esther Maurer sagte dazu, die Situation habe sich aber erst in den vergangenen Tagen aufgrund neuer Lagebeurteilungen zugespitzt. Eine geplante Podiumsdiskussion zum Thema «Globalisierung und nachhaltige Entwicklung» sowie eine Medienkonferenz wurden abgesagt.

Vor dem Kongresshaus versammelten sich am Freitagabend etwas mehr als 50 zum Teil vermummte Demonstranten. Gegen 19 Uhr 10 setzte sich die Gruppe mit einem Transparent in Richtung Limmatquai in Bewegung und löste sich um 20 Uhr am Central auf. Etwas später, nach dem Rückzug der uniformierten Polizei, wurden vorbeifahrende Autos mit brennenden Gegenständen beworfen. Als daraufhin zivile Polizeikräfte einschritten, wurden diese selbst mit Molotowcocktails angegriffen. Im Verlauf des Abends wurden 17 Personen vorläufig festgenommen.


  nachhaltige störung teil zwei
01.11.2003 12:50  
ich hab schon letzte nacht versucht einen bericht zu posten, der ist aber wegen technischen problemen der site verlorengegangen.

ich hab die molliegeschichte miterlebt. ich stand am central und hab einer gruppe von ca. neun zivis, welche vermummt in der demo gewesen waren, beim aufs tram warten zugeschaut, als plötzlich in richtung seilergraben (heisst doch so, oder?) etwas brannte auf der strasse und auch nochmals ein mollie geflogen kam. die zivis rannten los, ich auch, versuchte die leute zu warnen, was sie aber ignorierten und entsprechend festgenommen wurden. ich wechselte dann die strassenseite, wo eine weitere person gerade einen mollie über ein tram zu schmeissen versuchte, wobei der brennende teil auf dem tram landete und flasch irgendwo auf der strasse aufschlug. mittlerweilen waren mehr bullen eingetroffen und haben dann auch noch ein wenig geschrottet. ich bin dann abgehauen, denn andern mollieschmeisser haben sie auch noch gegriffen und auch sonst alle welche ein wenig nach punk aussahen.

was ich davon denke:
ich hab durchaus verständnis für gewalttätige aktionsformen, also beschimpft mich jetzt nicht als spalter, aber das war eine stinkdumme aktion.
1. mollies irgendwo auf eine extrem belebte kreuzung schmeissen kann zu unbeteiligten schwerverletzten führen (abgebrannte autos mit kindern drin und so)
2. mollies schmeissen und dann nicht davonrennen ist polizeilich verboten, da wird man sofort festgenommen
3. mollies in richtung von gefesselt am bodenliegenden kollegen zu schmeissen ist mehr als grob fahrlässig, auch wenn man ein bullenauto treffen wollte

mein eindruck ist, dass es ein paar jugendliche, weshalb auch immer, angekackt hat, dass es nicht abgegangen ist und dann besoffen einige dummheiten machten. um es wiedermal zu sagen: eine demo ist weder ein disneyland noch ein fight-club.

naja,
bis zum nächstenmal


AutorIn: tob
  in zwischen zeit in Genf
01.11.2003 13:51  
Haben sehr schönen grossen Plakate erscheinen : "trop de démocratie nuit aux affaires" (Zu viel Demokratie stört wirtschaft) Mit dem WEF logo !



AutorIn: Z
  3 Personen weiter in Haft
01.11.2003 19:17  
Drei Demonstranten weiter in Haft

Von den 17 Personen, die am Freitag nach einer Antiglobalisierungs-Demonstration in Zürich festgenommen worden waren, sind 14 wieder auf freiem Fuss. Drei Männer befinden sich noch in Haft.

Bei den dreien handle es sich um drei Schweizer aus dem Kanton Zürich im Alter von bis zu 24 Jahren, sagte Nicole Fix, Sprecherin der Zürcher Stadtpolizei, am Samstag auf Anfrage. Sie wurden wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Landfriedensbruch der Bezirksanwaltschaft Zürich zugeführt.

3 Frauen und 11 Männer zwischen 17- und 26-jährig wurden dagegen nach Überprüfung der Personalien noch während der Nacht wieder freigelassen. Laut Fix handelt es sich bei ihnen um Schweizerinnen und Schweizer aus Zürich und den umliegenden Kantonen.

In Zürich hatte am Freitag eine Tagung des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) und des World Economic Forums (WEF) stattgefunden. Rund 100 Globalisierungsgegner versammelten sich am Abend zu einer Demonstration. Die Polizei war präsent, die Veranstaltung verlief friedlich.

Nach dem Rückzug der uniformierten Polizeikräfte wurden vorbeifahrende Fahrzeuge laut der Polizei von vereinzelten Demoteilnehmern mit brennenden Gegenständen beworfen. Als zivile Polizeibeamte einschritten, wurden sie selbst mit Molotow-Cocktails angegriffen. Die Polizei nahm in der Folge 17 Personen vorläufig fest. (cpm/sda)


AutorIn: tagi-dieb
  fotos?
01.11.2003 19:40  
gibts noch fotos zum ganzen?


AutorIn: tataa
  xxx
01.11.2003 20:12  
Bullenmeldung zu den 3 Verhafteten
 http://stapo-content.ch/artikel.php?id=1884&LOG_uin=


AutorIn: xxx
  menschenrechte sind handlungsschranken
01.11.2003 22:48  
steht auf plakaten vom WEF in Zürich


  "Die haben keine Ahnung"
02.11.2003 00:42  
Interessant war auch die Berichterstattung in der Berner Tageszeitung der Bund. Dort war die Geschichte als Hauptartikel auf der Titelseeite erschienen. Im Wirtschaftsteil war dazu folgender Bericht zur Buwal/WEF Tagung an sich. Ein ziemlich vernichttendes Fazit:


Gestürm ums Wasserglas

von Matthias Knecht

Von einer gemeinsamen Tagung des Buwal und des Weltwirtschaftsforums wurde die Öffentlichkeit wieder ausgeladen

Ein öffentlicher Dialog über Globalisierung und Nachhaltigkeit ist gestern gescheitert nicht nur an der Überreaktion von Zürichs Polizeivorsteherin.


Was haben das Umweltbundesamt (Buwal) und das Weltwirtschaftsforum (WEF) gemeinsam? Beide sollen regelmässig abgeschafft werden, ginge es nach ihren jeweiligen Gegnern. Das sagte gestern in Zürich Bundesrat Moritz Leuenberger zur Eröffnung einer Tagung, an welcher das Aussergewöhnlichste das Bündnis der beiden Veranstalter war: Eingeladen hatten nämlich das Buwal und das WEF gemeinsam. Die Initiative dazu war von Buwal-Direktor Philippe Roch ausgegangen.

Diskutieren für 120 Fr. inkl. Buffet

«Wir wollten eine Atmosphäre schaffen, in welcher alle Teile der Gesellschaft zusammen diskutieren können», sagte der Ko-Direktor des WEF, José-Maria Figueres, zum Zweck der Veranstaltung. Die 200 angereisten Teilnehmer durften so mit Prominenten aus Wirtschaft, Staat und Entwicklungsorganisationen diskutieren: Verhindert die Liberalisierung des Welthandels eine nachhaltige Entwicklung? Oder kann diese durch Finanzmärkte gefördert werden? Und wie kann die Industrie von der Natur lernen? Kostenpunkt der Tischgespräche: 120 Franken je Kopf inklusive Kaffee und Abendbuffet. Den Abend krönen sollte dann eine öffentliche Podiumsdiskussion zu Globalisierung und nachhaltiger Entwicklung.

Provinzposse im Vorfeld

Doch der Eklat bahnte sich schon an, bevor Leuenberger sein umweltpolitisches Eingangsreferat hielt. Denn Zürichs Polizeivorsteherin Esther Maurer hatte darauf gedrängt, die Tagung abzusagen. Demonstranten hätten nämlich Störaktionen angekündigt. Schliesslich willigten die Verantwortlichen von WEF und Buwal ein, den für gestern Abend vorgesehenen öffentlichen Teil der Diskussion unter Ausschluss der Öffentlichkeit ablaufen zu lassen. Roch fand dazu scharfe Worte: «Wer eine kritische öffentliche Diskussion (. . .) verhindert, schadet (. . .) den Anliegen von Umweltschutz und gerechter Entwicklung», liess er per Communiqué verlauten. Laut Buwal hatten bereits seit August Vorbereitungsgespräche zwischen der Stadt Zürich und dem Bundesamt stattgefunden. Der Wunsch, die Tagung abzusagen, sei aber erst am Donnerstag geäussert worden. Nicht nur äussere Umstände haben gestern eine tiefer gehende Diskussion verhindert. Als «ganz ordentlich» bezeichnete ein Schweizer Professor gestern wohlwollend die Gespräche, welche er mit Vertretern verschiedener Interessengruppen führen konnte.

«Die haben alle keine Ahnung»

Schärfer ins Gericht ging Bruno Stoeckli, Leiter der Entschuldungsstelle der Swisscoalition, mit der Veranstaltung. Er hatte, obwohl als Moderator vorgesehen, die ihm zugewiesene Gesprächsgruppe zum Thema Finanzmärkte und nachhaltige Entwicklung vorzeitig verlassen. Ein Dialog sei gar nicht zustande gekommen, kritisierte Stoeckli, man habe nur über die Investorensicht geredet und sich geweigert, darauf einzugehen, welche Finanzstrukturen die Länder des Südens tatsächlich benötigten. Stoecklis Schluss: «Die haben alle keine Ahnung.»

Neuauflage nächstes Jahr

In der Schlussrunde war indes von solchen Zwischenfällen keine Rede. Philippe Roch vom Buwal betonte, wie wichtig der Dialog an sich sei. Und André Schneider vom WEF zeigte sich überzeugt, die Wirtschaft solle sich nachhaltig entwickeln. In einem Presseauftritt, dessen Kürze dem dürftigen Inhalt der gestrigen Diskussionen angemessen war, äusserte Schneider den Wunsch, den Anlass nächstes Jahr zu wiederholen. Zum geplanten Ort wollte er sich nicht äussern.



AutorIn: Zeitungsleser
  noch ein paar nette plakate in bern
02.11.2003 14:23  
"Nachhaltige Ausbeutung von Umwelt und Sozialwesen"
"Ungleichheit fördert den Wohlstand"


  @ tob
05.11.2003 00:33  
was erzählst du denn für n scheiss hier??? ich hab die ganze szene die ganze zeit beobachtet, und ich sah was anderes, dass nämlich die typen, die die mollis schmissen sich nach dem schmeissen sofort in die gassen des dörflis verdrückt haben. verhaftet und deftig verprügelt von den zivis wurden die verpeilten punks, die absolut nix angestellt hatten und einfach nicht rafften, dass die cops in erster linie mal das festnehmen und verprügeln was ihnen im weg steht. ich weiss nicht warum du hier irgendwelche märchen auftischst und damit auch noch leute belastest, was das eigentlich Schlimme ist....! hoffen wir nur, dass die untersuchungsbehörden nicht auf einmal irgendwelche indyberichte als beweismittel in die anklageschriften einbauen. wenn du verstehst was ich meine...


AutorIn: mob
  @mob
06.11.2003 00:10  
ich hab geschrieben was ich gesehen hab, dass ist das wovon indy eigentlich leben sollte. weil aber niemand je objektiv und vollständig die wahrheit schreiben kann, gibts die kommentarfunktion um ergänzungen und korrekturen zum inhalt zu geben, deshalb musst du mich nicht persönlich angreifen.

ich glaube nicht, das man einen anonymen kommentar aus dem internet als beweismittel benützten kann, aber du hast recht, man muss sich überlegen was man schreibt.

berichte doch das nächste mal selber, dann werd ich dann kommentieren weil ich es anders gesehen habe.


AutorIn: tob
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