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 :: Rede von Ahmed Karim zum Widerstand. ::
06-11-2003 18:15
AutorIn : Aug und Ohr
Rede von Ahmed Karim am 25. Oktober auf dem Antiimperialistischen Kongreß in Wien.

Zu Al Qaida, zum Terrorismus, zum nationalen und Klassencharakter des Widerstands. Viele GIs lassen sich bereits mit Hilfe von Schleppern außer Landes bringen. Die Besatzer versuchen, mit Vertretern des Widerstands einen "Dialog" einzuleiten. Die lehnen das ab: Zuerst müssen die Amerikaner abziehen.

Ahmed Karim lebt in Prag und ist der Vorsitzende der Nationalen Demokratischen Kommunistischen Bewegung, die, vor 2 Jahren gegründet, sich gegen die Führung der Irakischen Kommunistischen Partei (IKP) richtet. Drei sind die Hauptvorwürfe, die gegen die Führung der IKP erhoben werden: Ihre Unterstützung des Embargos, die Unterstützung Khomeinis im Iran-Irak-Krieg, und wie es Ahmed Karim unverblümt in einem Interview in indymedia Italia formuliert, schlicht und einfach „die Zerstörung der Partei“.

Seine Gruppe und er vertreten auch die Option des bewaffneten Widerstands: diese Option kann er ohne Schwierigkeiten in Haló Noviny, der Tageszeitung der tschechischen Kommunisten, äußern, die in einer Auflage von 15.000 Exemplaren erscheint. Er veröffentlicht dort regelmäßig Beiträge über die Situation im Irak.

Ahmed Karim hat viele Jahre politischer Militanz hinter sich, ehedem war er der Europa-Vertreter der aus Baath-Partei und KP bestehenden „Nationalen Front“. In den 80er Jahren beteiligte er sich an der Oppositionszeitung „Tribüne“. Die „Irakische Patriotische Allianz“ (IPA), der seine Gruppierung angehört, wurde 1992 im schwedischen Exil gegründet. Ihr gehören panarabische, kommunistische und religiöse Organisationen an. Einheit ist das Grundkonzept des Widerstands. Die IPA hat kürzlich zur Gründung einer Nationalen Befreiungsfront aufgerufen


Rede von Ahmed Karim am 25. Oktober auf dem Antiimperialistischen Kongreß in Wien.


Es ist von der islamischen Bewegung ein verzerrtes Bild gezeichnet worden, ein Schreckensbild. Ich persönlich komme aus einer moslemischen Familie. Die islamischen Bewegungen in der arabischen Welt, und nicht nur in der arabischen Welt, sind nicht so, wie sie vom Westen dargestellt werden.

Ein Beispiel dafür: Hamas und die islamischen Organisationen in Palästina. Sie kämpfen gegen die israelische Besatzung, also gegen den amerikanischen Imperialismus. Es gibt auch andere Beispiele, darunter auch im heutigen Irak. Andererseits finden sich islamische Bewegungen, solche, die sich islamisch nennen, die aber von den USA und vom Westen infiltriert und gelenkt sind und deren Bild das Gesamtbild der islamischen Bewegung verzerren. Zum Beispiel Al Qaida, die für die Verbreitung des Islam arbeitet.

Die Frage aber ist, wieviele Moslems tatsächlich Al Qaida unterstützen!

Wir als Linke wissen, daß Terrorismus der nationalen Sache keinen großen Dienst leistet. Die Aktionen Bin Ladens haben für die nationale Befreiungsbewegung der arabischen Welt kein positives Ergebnis und keine Vorteile gebracht. Im Gegenteil: der nationalen Befreiung wird eher geschadet, und es wird ein falsches Bild von ihr gezeichnet - obwohl Al Qaida behauptet, sie würden ihr helfen.

Für uns als Linke ist Terrorismus nicht die richtige Kampfmethode. Der bewaffnete nationale Befreiungskampf jedoch ist kein Terrorismus, weil dieser bewaffnete Kampf sich gegen den Hauptfeind richtet und gegen bestimmte, genau erklärte Ziele. Deswegen begrüßen wir es im Irak nicht, wenn unser bewaffneter Widerstand mit dem Namen von Osama Bin Laden verbunden wird. Sie leisten uns keine große Hilfe, wenn sie in den Irak kommen, sie bringen uns eher Schaden.

In der ganzen modernen Geschichte des Irak hat es keine extremistischen islamischen Bewegungen gegeben, und das hat mehrere Gründe. Erstens die alte Geschichte der irakischen Kultur, das kulturell-historische Erbe, zweitens die Vielfalt von Nationen und Religionen im Irak und drittens die politische Bildung, die von nationalen und linken Parteien in der Bevölkerung verbreitet wurde.

Es gibt heute im Widerstand gegen die amerikanische Besatzung islamische Gruppen, aber das sind keine extremistischen Gruppen, sie kämpfen gegen die USA, nicht um den Islam zu verbreiten, sondern um das Land zu befreien.

Es sind bloß die USA, die behaupten, daß es sich hier um einen Kampf zwischen Islam und Christentum handelt. Im Irak nehmen auch Christen am Widerstand teil. So leidet der irakische Widerstand nicht unter religiösen Widersprüchen zwischen Moslems und Nicht-Moslems. Aus diesem Grund können die linken Widerstandsfraktionen mit den islamischen kooperieren.

Im Widerstand wird die Frage nicht gestellt, ob einer Moslem, Christ, Araber oder Kurde ist. Ein Mensch, der Widerstand leistet, ist sich zuerst bewußt, daß er Iraker ist und als solcher leistet er Widerstand gegen die Besatzer. Natürlich versuchen die USA, die Tatsache auszunutzen, daß es Sunniten und Schiiten im Irak gibt, um die Bewegung zu spalten. Ein Beispiel dafür ist der Übergangsrat. Er besteht aus (25) Mitgliedern, davon sind 15 Schiiten, Sunniten sind eine Minderheit, ein Christ und ein Vertreter der Turkomannen. Ihr Ziel ist es, die Bevölkerung zu spalten und zu zeigen: Bitte seht doch, wieviele Schiiten wir da eingesetzt haben.

Der irakische Widerstand ist gegen den Übergangsrat, aber nicht deswegen, weil Schiiten in ihm vertreten sind, sondern weil er das eindeutige Ziel hat, in der Bevölkerung eine Spaltung herzustellen. Von der amerikanischen Propaganda wird verbreitet, die Schiiten wären die Mehrzahl. Schiiten machen aber bloß 50% der irakischen Bevölkerung aus. ...


Ein Beispiel dafür, daß man erstens Iraker und dann erst Schiit ist, war der Iran-Irak-Krieg. Ein Großteil der Soldaten waren Schiiten. Im Vordergrund stand für sie die Verteidigung ihres Landes; die Tatsache, daß sie Schiiten waren oder der schiitische Charakter des Landes, das war zweitrangig. Im Irak haben die fortschrittlichen Kräfte der Linken sowie die nationalen eine lange Geschichte, sind seit langer Zeit in der Gesellschaft verwurzelt, haben wesentlich zur politischen Bildung beigetragen und es verhindert, daß die Gesellschaft entlang der Konfessionen gespalten wurde. Für den Iraker stellt sich als erste Frage: Wer sind die Besatzer? Erst dann kommt die Frage der Religionen und Nationalitäten.

Heute sind in der irakischen nationalen Widerstandsfront alle Strömung des irakischen politischen Spektrums vertreten, aber auch verschiedene Nationalitäten und Konfessionen.

Die Frage, wie Religion funktionalisiert wird? ... Diese Frage ist jeder Situation entsprechend zu behandeln. ... Wer hat Hakim getötet, der auch Mitglied des Übergangsrates war? Es waren Schiiten, die in ihm einen Verräter gesehen haben, da er mit der Besatzung kollaborierte. Auf der anderen Seite gibt es einen jungen schiitischen Führer, Muqtada, der ist aber sehr populär und genießt breite Unterstützung sowohl unter Sunniten wie Schiiten, da er die Armen vertritt, da er für die Armen steht und sich kompromißlos gegen die Besatzung stellt.

Der Widerstand im Irak hat einen nationalen Charakter, er hat auch einen Klassencharakter, aber keinen religiösen. Es ist kein Krieg zwischen Kurden und Arabern, zwischen Sunniten und Schiiten, Christen und Moslems. Wir haben hier eine breite Front gegen die Besatzung, ein Beweis für die politische Reife der irakischen Bevölkerung.

Nun, man darf sich nicht einbilden, daß es dabei keine Probleme gäbe. Der Feind arbeitet ja auch ständig daran, solche Probleme zu schaffen, und die Amerikaner werden immer jemanden finden, der mit ihnen zusammenarbeitet, Kurden oder Sunniten oder Schiiten. Aber die Nachricht, die vom irakischen Widerstand kommt, ist: Es gibt keinen Widerstand auf einer einseitig ethnischen oder religiösen Basis!

Im irakischen Widerstand sind Reste der alten Regierung vorhanden, also Elemente der Baath-Partei, ist die irakische Linke, sind Kommunisten vertreten, die gegen die offizielle Führung der Partei sind und es gibt Elemente, die auf der Grundlage ihrer Stammeszugehörigkeit am Kampf teilnehmen. Weiters finden wir Strömungen, die schiitischen Charakter haben. An den Operationen des irakischen Widerstands nehmen politische Kräfte aus allen Strömungen teil.

Bis heute hat der Widerstand keine zentrale Führung, aber es besteht eine Kooperation. Es hat lange gedauert, bis dieser Widerstand entstanden ist, und dies aus dem Grunde, weil anfangs niemand daran dachte, daß die irakische Armee so schnell zerfallen würde. Alle haben sich auf die irakische Armee verlassen. Nachdem das Regime untergegangen war, begannen die Bürger, von sich aus Widerstand zu leisten. Das fing mit einfachen und beschränkten Mitteln an.

Heute ist der Widerstand sehr breit geworden, die Amerikaner selbst geben durch ihre Sprecher zu, daß der Widerstand zu einem Störfaktor geworden ist und für sie eine Gefahr darstellt. Anfangs hieß es noch, der Widerstand bestehe nur aus Saddam-Anhängern. Heute können sie das nicht mehr sagen, da der Widerstand nunmehr von mehreren Bereichen der Bevölkerung unterstützt wird. ...

Anfangs hieß es, der Widerstand werde nur ein paar Wochen dauern. Heute schreit Bush schon: Das ist kein Widerstand, das ist Terrorismus! Der Irak ist zum Zentrum des Terrorismus geworden!

Bis jetzt haben die Amerikaner keine Lösung für dieses Problem gefunden, und sie werden keine finden, solange die Besatzung andauert.

Die einzige Lösung ist der Abzug.

Deswegen versuchen sie heute, über eine UNO-Resolution Hilfe für die amerikanische Armee zu schaffen, denn die amerikanische Armee leidet selbst unter dem Verfall der Moral. Der amerikanische Soldat wurde auf eine vierwöchige Mission in den Irak geschickt, und jetzt sind sie schon seit sechs Monaten im Land.

Der Sommer war heiß! Im Widerstand werden mehr und mehr amerikanische Soldaten getötet.

Der amerikanische Soldat kämpft, im Gegensatz zu den Widerstandskämpfern, nicht für eine Sache. Der amerikanische Soldat ist ein Söldner, während der Iraker sein Land verteidigt.

Der amerikanische Soldat verteidigt die Fehler seiner Administration.

Der amerikanische Soldat verteidigt nicht einmal die amerikanischen Interessen, denn diese Besatzung ist nicht im Interesse der amerikanischen Bevölkerung. Es gibt bereits Nachrichten über eine hohe Selbstmordrate.

Die amerikanischen Soldaten zahlen Schmuggelgelder an die Türkei und andere Länder, um ins Ausland zu gelangen. Sie dürfen heute ihren Familien nicht schreiben, daß es ihnen schlecht geht, sie müssen schreiben: Ich bin gesund, mir geht es gut. Heute ist es den amerikanischen Soldaten verboten, sich in arabische Cafes zu setzen, anfangs durften sie das, jetzt nicht mehr. Bei einem Gespräch zwischen amerikanischen Soldaten und Irakern könnte an erstere ja die Frage gestellt werden: Warum bist du da? Was machst du hier?

Und da könnten die Amerikaner vielleicht draufkommen, daß ihre Mission eine Lüge war und daß die Bevölkerung sie ablehnt, als Besatzer ablehnt.

Nehmen wir die Situation in Falludja! Falludja ist von den Amerikanern bereits zur Gefahrenzone, zur unkontrollierbaren Zone erklärt worden, langsam kommen andere Ortschaften hinzu. ...

Zum Abschluß: Die Situation im Irak ist sehr schwierig und braucht eure Unterstützung, politisch oder materiell. Es ist für die Moral der Widerstandskämpfer wichtig zu wissen, daß sie nicht allein sind. Beispiel: Die Nachricht vom antiimperialistischen Sommerlager erreichte den Irak, wurde dort verbreitet und hat eine große Auswirkung gehabt, und auch wenn bei so einem Treffen wenige Leute waren, so hat es doch eine wichtige Bedeutung für die Moral der Widerstandskämpfer.

Ein allerletzter Punkt. Die USA haben sich auf die irakische Opposition mit Sitz in London, den Irakischen Nationalkongreß verlassen. Sie haben von ihnen Informationen bezogen, die nicht der Wirklichkeit entsprachen. Es hieß: Nachdem sie die Bevölkerung befreit haben werden, würden sie freundlich empfangen werden. Heute sind sie zum Teil im Übergangsrat vertreten. Aber sie sind keine große Hilfe für die Besatzer, sind zur Last geworden, da die Amerikaner auch noch für ihre Sicherheit aufkommen müssen. Jetzt ist es klar, daß sie sie belogen und ihnen falsche Informationen gegeben haben.

Nachdem die Amerikaner keine ernsthaften Partner mehr im Irak haben, versuchen sie, mit einigen Elementen des Widerstands einen Dialog einzuleiten. ... Wir sind bereit zu reden; aber erst nachdem sie den Irak verlassen haben!

Die Situation ist heute schlechter als unter Saddam, es gibt eine Million Zweihunderttausend Arbeitslose. Der Verwaltungsapparat wird nicht bezahlt, die Pensionisten auch nicht, die Preise steigen, Medikamente und Nahrungsmittel sind rar. Der Zustand der Strom- und Wasserversorgung ist noch schlimmer als unter Saddam. Und eben deswegen verfügt der Widerstand über eine soziale Basis, denn wer gegen die Besatzung kämpft, der kämpft auch für seine eigene Existenz.

Daher hängt für den einfachen Bürger die nationale Frage eng mit der wirtschaftlichen zusammen. Das ist eine wichtige Triebkraft für die Verbreitung des Widerstands. Dazu kommt noch die Art, mit der die Bürger von den Amerikanern behandelt werden.

Es ist einfach eine unkluge, eine dumme Politik, die keine rationalen Züge mehr hat und auf einer falschen Analyse beruht. Die Amerikaner hatten sich vorgestellt, sie kämen zu einem ungebildeten und barbarischen Volk. Die Engländer sind ein bißchen klüger, denn sie haben schon einige Erfahrungen gemacht. ...


Transkription von Aug und Ohr, Gegeninformationsinitiative




Materialien zu Ahmed Karim:

Heads in the Sand, The Prague Pill, Nr.12. 3. 2003, darin: Democracy Isn’t Something to Eat, An Interview with Ahmed Karim by Joshua Cohen
Ein sehr liebenswürdiges, sehr „tschechisches“ Interview
 http://prague.tv/print/article.php?name=heads-in-the-sand


Campo Antiimperialista: "Die Unterstützung der Kommunistischen Partei des Irak für das Embargo ist ein Verbrechen", 14. 3. 2003, Autorisiertes Interview mit Ahmad Karim, Vorsitzender der Nationalen Demokratisch-Kommunistischen Bewegung
 http://www.antiimperialista.com/view.shtml?category=2&id=1047622683&keyword=+


Campo Antiimperialista: Zur Position der IKP zum Embargo, 15. 3. 2003, Erläuterungen zum Interview mit Ahmed Karim
 http://www.antiimperialista.com/view.shtml?category=2&id=1047720300&keyword=+


M. Grazia Ardizzone: Sui (veri) comunisti iracheni: 28. 3. 2003, indymedia Italia, 03:43 pm
 http://www.google.at/search?q=cache:_dyivyK19TAJ:italy.indymedia.org/news/2003/03/227878.php++%22Ahmed+Karim%22&hl=en&ie=UTF-8

Campo Antiimperialista: Unser Verhältnis zur Besatzung ist Widerstand und nicht der Dialog, 28. 9. 2003
Die Irakische Patriotische Allianz ruft zur Bildung einer Nationalen Befreiungsfront auf
Interview mit Awni al Kalemji, Irakische Patriotische Allianz
 http://www.antiimperialista.com/de/

Campo Antiimperialista: „Wir irakische Kommunisten beteiligen uns am Widerstand ohne die reaktionäre Parteiführung“ Nov. 03, 2003,
Interview mit Ahmed Karim
 http://www.antiimperialista.com/de/

Vgl. u. a. auch den Aufruf zum Antiimperialistischen Sommerlager auf der Homepage der ungarischen Arbeiterpartei: A 2003. évi Antiimperialista tábor felhívása
 http://www.munkaspart.hu/antiimp_tab.htm.



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  Nein danke!
07.11.2003 02:52  
"Europa-Vertreter der aus Baath-Partei und KP bestehenden Nationalen Front“? Was ist denn das für eine unheilige Allianz? Und jetzt machen sie noch mit den Islamisten ein Bündnis? Immer schön auf der Seite der Ausbeuter stehen, und sich der führenden Stilrichtung anpassen. Auf so einen Kommunismus kann ich verzichten.


AutorIn: jan
07.11.2003 18:08  
@ jan

Das Bündnis zwischen Baathisten und KP ist lang her. Damals haben die Leute geglaubt, daß Kommunisten und panarabische Kräfte zusammenkämpfen können. Das hat sich als bitterer Irrtum erwiesen. Aus der Geschichte ist bekannt, wie und wann die Baathisten Kommunisten abgeschlachtet haben.

Ich hab diese alte (und historisch obsolete) Funktion von Ahmed Karim nur erwähnt, um zu kennzeichnen, wie lange er schon politisch tätig ist, wann seine Tätigkeit begonnen hat.

Die heutige Überlegung ist folgende: Für einen großen Befreiungskampf müssen wir alle Kräfte zusammenfassen. Die Risse, die Wunden von früher sollten da nicht gelten - wenn möglich. Das heißt: Es kann niemand ausgeschlossen werden, der religiös ist, es kann durch religiöse Komponenten niemand ausgeschlossen werden, der sich der kommunistischen Tradition verpflichtet fühlt. Kein Baathist solte von beiden ausgeschlossen werden, wenn es ihm mit Widerstand ernst ist, kein Schiit, kein Kommunist sollte von Baathisten behindert, ausgeschlossen werden - im Widerstand.

Wenn es einzelne islamische Komponenten in der Patriotischen Allianz gibt, dann heißt dies nicht, daß die laizistischen Kräfte unkritisch wären gegenüber den fanatischen Schiiten - damit meine ich die, die auf nichts anderes aus sind als auf eine Theokratie.

Und was gibt es denn schon für eine Verbindung zwischen den Laizisten und den bekannten und großen moslemischen Formationen im Irak? Deren Führer haben ja alle dem Kampf, dem Widerstand abgeschworen, allen voran Al-Hakim, der Ayatollah al-Sistani auch, der oberste Chef der irakischen Schiiten, und zuguterletzt sogar noch Muqtada.

Nur mit der verarmten, von ihren Führen verlassenen schiitischen Basis kann fürderhin eine Allianz geschlossen werden. Größte Toleranz - größte Skepsis, diese Doppellosung, die mir jetzt gerade eingefallen ist, sie würde wahrscheinlich auch Ahmed Karim unterschreiben, er hat an genügend Irrtümern produktiv teilgenommen.

Und er hat den Mut gehabt, sich mit anderen von der Kommunistischen Partei abzuspalten und eine neue Formation aufzubauen - nach Jahren verpulverten Vertrauens. Das muß man schon anerkennen, oder nicht?


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