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ich begab mich mit freundInnen durch die innenstadt richtung treffpunkt am bahnhof. alle wege zum bahnhof waren mit gittern, einem grosser polizeiaufgebot und wasserwerfern abgesperrt. auf eine agressive art wurden leute von der polizei kontrolliert und denunziert. dieses bild der repression liess mich vermuten, dass die strategie der polizei keine meinungsäusserung gegen das wef erlauben wird. viele leute, die offensichtlich am protest gegen das wef teilnehmen wollten, machten von der machtdemonstration des staates halt. es war kurz vor 15°° uhr und ich wollte mich von der anderen seite der demo anschliessen. ich konnte dort aus nächster nähe beobachten wie polizisten pausenlos aus kurzer distanz in die bis dato friedliche menge schossen. überall flitzte hochgefährliches hartgummi durch die gegend. gleichzeitig wurde tränengas eingesetzt, welches die ganze innenstadt mit giftigem rauch eindeckte. auch der wasserwerfer kam zu seinem einsatz. der grossteil der ca.400 teilnehmerInnen, die es geschafft hatten zum bahnhof zu gelangen waren dermassen geschwächt und eingeschüchtert worden, dass sie sich auf schnellestem weg in sicherheit brachten. somit war die eigentliche demo gescheitert, das recht auf meinungsäusserung seitens der polizei verhindert worden. nun begann die polizei verbliebenen demonstrantinnen von der innenstadt zu vertreiben und drängte sie mehr und mehr in die aussenbezirke ab. politische inhalte zu vermitteln war schwer möglich. von den ereignissen aufgebracht, kam es vereinzelt zu sprühaktionen und sachschäden: an einer tankstelle, einer ford-filiale (samt neuwagen) und einer mcdonalds filiale (wo anfangs noch leute drinnnen sassen!). ob letzteres eine politisch-symbolische aussagekraft hat, will ich kommentarlos stehenlassen. als die menge eine brücke, welche von der polizei abgesperrt worden war, erschreiten wollte, reagierte die polizei sofort mit massivem gummigeschoss. die menge war nun zornig und verteidigte sich mit wurfgegeständen. es hagelte dermassen steine und flaschen, dass sich die polizei kurzfristig zurückziehen musste und ihr einsatzwagen total demoliert dastand. die daraufhin eingetroffene polizei-truppe setzte tränengas ein. die menge zog sich zurück in ein migrantInneviertel, wo mit hupenden autos und erhobener faust menschen ihre solidarität zeigten. nachdem es auf verschiedenen sprachen noch parolen zu hören gab und wieder scheiben (diesmal von einer bank) zu bruch kamen, löste sich die menge auf der hauptstrasse in kleingruppen auf.
später haben mir noch leute berichtet, dass in zürich und anderen städten demonstrantInnen von der polizei daran gehindert wurden nach winterthur zu fahren. es soll auch zu festnahmen gekommen sein.
fazit: nachdem die polizei gleich zu beginn gewalt einsetzte, kam in wirklichkeit keine starke politische-demo mehr zustande. das bedeutet für die anti-wef protest aktionen bis zum 25.jänner sich besser zu organisieren bzw. zu schützen.
p.s.: mit diesem bericht habe ich versucht kurz wiederzugeben, wie ich die demo erlebt habe. deshalb ist dies nicht ein objektiver bericht! um sich ein breiteres bild der ereignisse zu machen, hilft es oft (kritisch) bürgerliche medien zu lesen. auch provo und bullen kommentare können eine teilwahrheit widergeben. |
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Bilanz: es bleibt zu hoffen dass weitere Polizeikorps nicht das Winterthurerszenario nachmachen und es trotzdem noch zu vielen und guten Anti-WEF Aktionen und Demos kommen wird. Wir lassen uns auf jedenfall nicht unterkriegen!!!! Man sieht sich....