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 :: Aktion Anitkapitalistischer Aufklärungsbummel ::
 Themen | WEF 23-01-2004 05:23
AutorIn : -Akab-
Sportartikel: Fairplay auch in der Produktion! Heute Nacht wurden bei verschiedenen Geschäften antikapitalistische Sprüche zum Nachdenken platziert. Die Aktion richtet sich gegen die Machenschaften der Multis sowie des WEF und soll die Allgegenwärtigkeit des Kapitalismus aufzeigen.
Sportartikel: Fairplay auch in der Produktion!
Sportartikel: Fairplay auch in der Produktion!
Zürich & CO: Kein Geld für Spekulanten!
Zürich & CO: Kein Geld für Spekulanten!
Zürich Versicherungen, Burgdorf
Zürich Versicherungen, Burgdorf
Patente der Pharmaindustrie kosten Leben!
Patente der Pharmaindustrie kosten Leben!
Elektroartikel entstehen durch Ausbeutung!
Elektroartikel entstehen durch Ausbeutung!
Inhalt:
-Communiqué
-Inhaltliche Zusammenfassungen
-Detailliertere Texte
-Bilder der Aktion



Communiqué zu der Bummel-Aktion letzter Nacht:

In der Nacht auf den 23. Januar 2004 haben wir in Burgdorf beim Interdiscount, beim
Rüfenacht Sport, bei der Ryser Apotheke und bei der Zürich Versicherung
verschiedene Sprüche zum Nachdenken platziert!

Wir finden es wichtig, den Leuten der Umgebung klar zu machen, dass sie mit
ihren täglichen Einkäufen die weltweit bestehende Ungleichheit und
Ungerechtigkeit fördern.
Die Aktionen gelten nicht den einzelnen Filialen, sondern den Multis, welche die
Produktion der kaufbaren Produkte unter menschenunwürdigen Bedingungen
vorantreiben.
Bei der Zürich Versicherung geht es darum, mensch zu zeigen, dass in diesem
kapitalistischen System auch keine faire Versicherung zu haben ist.

Die Aktion richtet sich zudem gegen das WEF, welches in diesen Tagen in Davos
stattfindet. Die Machenschaften der Multis sorgen dafür, dass wir mit jedem
Einkauf menschunwürdige Taten unterstützen!

Die negativen Seiten der wirtschaftlichen Globalisierung müssen auch in der
Region bekannt sein!

Wipe out WEF!

Kampf dem Kapital!

Aktion Antikapitalistischer Aufklärungsbummel




-Inhaltliche Zusammenfassungen


WAS ALLE WISSEN MÜSSEN:

Ein kleiner Reisebericht der Aktion für alle Konsumentinnen und Konsumenten:


Unser Weg führt uns zum Interdiscount, einer Elektronik-Handel Filliale. Zu
kaufen gibts dort lauter Elektronik-Artikel. Wie diese Produkte hergestellt
werden fragt sich aber kaum jemand.
Schaut man auf die Produktion dieser Artikel, erkennt man schnell, dass dahinter
menschenunwürdige Taten stecken. Für alle Elektrowaren braucht es Tantal,
welches vorallem im Kongo gewonnen wird. Tantal ist ein chemisches Element.
Grosse Firmen wie Siemens, Bayer oder Samsung sind daran interessiert,
möglichst
günstig ans Tantal heranzukommen. Das fördert den Krieg im Kongo, da sich
alle rebellischen Gruppen aufgrund dieses Bodenschatzes bekämpfen.
Das läuft wie folgt ab:

1. Firmen wollen günstiges Tantal für die Produktion ihrer Elektronikartikel
2. Auf dem Schwarzmarkt verkaufen die Rebellen das Element
3. Die Regierung will den Bodenschatz auch ausnützen; kämpft gegen die
Rebellen.
4. Firmen unterstützen den günstigsten Lieferanten
5. Der Krieg hat kein Ende. Es enstehen weitere Konflikte und machen das Leben
im Kongo unmöglich.
6. Wir kaufen die Produkte und unterstüzten indirekt diese Machenschaften der
Grossfirmen.

-Elektronikartikel entstehen durch Ausbeutung und Krieg!

Weiter wandern wir zum Sportgeschäft Rüfenacht. Doch die Markenzeichen von
Nike oder Adidas lassen uns schnell umkehren. Produkte dieser Grossfirmen
werden unter miserablen Bedingungen hergestellt. Auch Kinderhände arbeiten
täglich, um Fifa-Bälle zusammen zu nähen, damit wir hier den Original
Fifa-Fussball kaufen können. Ein Kind erhält pro Ball 20 Rappen und wir
kaufen ihn im
Rüfenacht oder in einem anderen Sportgeschäft für 150 Franken.
Wie kommt das?

1. Die Werbung beeinflusst uns und wir glauben an die Qualität dieser Prdukte
2. Da viel Geld für die Werbung ausgegeben wird, spart man bei der Produktion
um doch noch riesige Umsätze zu machen
3. Die Produktion wird in Ländern gemacht, wo Grundrechte nicht beachtet
werden. (Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen und Unterentlöhnung)
4. Unzählige ArbeiterInnen und Kinder werden ausgebeutet!
5. Wir fördern diesen Zyklus indem wir die Waren kaufen
6. Die Produkte werden weiterhin so produziert.

-Fair-Play auch bei der Produktion!


Nun führt der Weg zur Zürich Versicherung. Mensch muss sich versichern
lassen. Doch was geschieht mit dem Geld, welches mensch regelmässig einzahlt?
Die Prämien der ArbeiterInnen werden gebraucht, um an der Börse zu
spekulieren, um so den Gewinn zu steigern. Weiter werden sogenannte
Risikobehaftete Personen nicht versichert, zum Beispiel die Sans-Papiers, da
man Angst davor hat, dass Probleme auftauchen könnten, welche den Gewinn
beeinträchtigen.
Aus diesen Gründen fordern wir:

-Solidarische statt profit-orientierte Versicherungen!
-Zürich & Co: kein Geld für Spekulanten!


Weiter machen wir Halt bei der Ryser-Apotheke. Hier finden wir viele Produkte,
welche uns gesund halten sollen. Wer stellt denn diese Produkte her? Die
westlichen Pharma-Multis wie Novartis, Roche oder Bayer sind im Besitz der
Herstellungsrechte und versuchen, daraus möglichst viel Profit zu schlagen.
Diese Patente verhindern, dass für die Bevölkerung bezahlbare Kopien von
Medikamenten hergestellt werden können. Der Profit zählt mehr als
Menschenleben. Wenn wir uns im Geschäft etwas kaufen, um unser Wohlbefinden zu
stärken, unterstützen wir Firmen, die dafür verantwortlich sind, dass
unzählige Menschen mangels Medikamenten sterben.

-Patente der Pharmaindustrie kosten Leben!
-Versenken wir die Biopiraten!



Wir können leider in Burgdorf fast nirgends unseren Bummel machen ohne diese
Ungerechtigkeiten zu unterstützen!


Beenden wir den Bummel! Denken wir darüber nach!







-Detailliertere Texte


Noch die genauen Erläuterungen:


Zürich Versicherung (Multi)

Die Zürcher Versicherung ist eine Geschäftseinheit der
Zurich Financial Service Group. Zur Zürich Versicherung gehören noch die
Marken Genfer, Alpina und Züritel. Die Zürich selbst versichert über 1.6
Millionen Menschen und hat einen jährlichen Gewinn von über einer Milliarde
USD. Eingebunden in das globale Finanzinstitut der Zurich Financial Service
Group gehört die Zürich selbst zu einem der grössten Finanzinstitute auf dem
globalen Markt und repräsentiert somit exemplarisch die so genannten Multis
der Welt und ist selbstredend WEF Mitglied. Die Zürich selbst bietet neben den
herkömmlichen Versicherungen auch andere Dienstleistungen für
Grossunternehmen, welche bestens zum Tätigkeitsbereich der Zurich Finacial
Service Group passen. Versicherungen sind oft nur ein kleiner Teil von riesigen
globalen Finanzinstituten, dadurch funktionieren diese auch gemäss der Logik
jener Finanzinstitute.

Das Geld welches als hohe Prämien aus den leeren Taschen des Arbeiters in diese
international operierenden Unternehmen einfliest, wird gebraucht um an der
Börse zu investieren, um so den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Dadurch
wird die hart erarbeitete Rentenvorsorge, Unfallversicherung des kleinen
Menschen an der Börse mutwillig verspielt.

Aufgrund dieser Logik der freien Marktwirtschaft sind die Versicherungen
gezwungen, ihre Kunden gemäss profit-orientierten Werten zu versichern. Durch
die Grundversicherung sind zwar die Versicherungen gezwungen alle Menschen bei
sich aufzunehmen, für die weiteren speziellen Versicherungen gibt es jedoch
keinerlei Verpflichtungen.
Somit werden bei so genannt problembehafteten Menschen die Prämien erhöht,
Dienstleistungen gestrichen oder sogar verweigert, das heisst sie können nur
in den Genuss der immer kleiner werdenden Grundversicherung kommen. Die
Versicherungen unterziehen die Kunden zuerst einer Risikoanalyse, um so genannt
risikobehaftete Personen auszusortieren, da bei diesen Probleme auftauchen
könnten, welche den Gewinn beinträchtigen würden.

Ein exemplarisches Beispiel hierzu sind Sans-Papiers. Sie gelten für
Versicherungen als besonders risikobehaftete Personen, da nicht abschätzbar
ist, ob sich zum Beispiel Langzeitschäden von Folterungen in ihren
Herkunftsländern bemerkbar machen. Auch schon nur aufgrund ihrer schwierigen
Lebenssituation sind sie nicht von Interesse für die Versicherungen, da
Probleme auftauchen könnten, welche sich schlecht aufs Geschäft auswirken.
Dies zeigt sich dadurch, dass 14 der 17 grössten Versicherungen keine
Papierlose versichern. Es gibt sogar Versicherungen, welche Sans-Papiers der
Fremdenpolizei melden, falls diese versuchen bei ihnen eine Versicherung
abzuschliessen.

Für die Menschen spielen Versicherungen eine wichtige Rolle, da dadurch
eigentlich zum Beispiel hohe Operationskosten oder Kosten aufgrund von
Umweltschäden minimiert werden sollten. Als Teil von globalen Finanzinstituten
wiederspiegeln sie jedoch die Logik der freien Marktwirtschaft und der immer
fortwährenden Profitmaximierung, welche zur Folge hat, dass Versicherte
gemäss marktorientierten Werten ausgesucht werden und sich nur Menschen eine
Versicherung leisten können, welche keiner so genannten Problemgruppe
angehören.

Aus diesen Gründen fordern wir: Solidarische statt profit-orientierte
Versicherungen!

Um die Leute darauf aufmerksam zu machen verschönerten wir den Boden mit dem
Spruch: Zürich & Co: kein Geld für Spekulanten!








Kleidungsartikel-Multis

Wie in tausend anderen Sportgeschäften werden auch im Rüfenacht adidas-Bälle,
Nike-Shirts und Reebokturnschuhe an die EndverbraucherInnen verkauft.
Die grossen Sportartikelhersteller buttern dafür jährlich Millionen in
Werbeoffensiven und Sponsoring, damit die KonsumentInnen auch brav ihre
Bedürfnisse nach Markenartikel entwickeln und ausleben können.
Dabei wird betont: Hinter der Werbung steht ein qualitativ hochwertiges Produkt.
Bewusst verschwiegen wird dabei jedoch: Hinter dem Produkt stehen Arbeiterinnen
und Arbeiter aus Billiglohnländer. Unter miserablen Arbeitsbedingungen sorgen
diese dafür, dass adidas & Co ihre Millionen einnehmen und die
EndverbraucherInnen sich auf den Sportplätzen mit den genannten Labels
schmücken können.

Nehmen wir das Beispiel Fussbälle:
In der Provinz Guandong in China werden Fussbälle für adidas produziert. Die
Arbeitsrechte sind minimal. Bis zu 14 Stunden täglich, 7 Tage die Woche werden
die Angestellten ausgebeutet.
Lohnregelungen werden nicht eingehalten. Arbeitsunfälle in den
Zuschneidabteilungen und Verätzungen durch Chemikalien gehören zum Alltag.

Nicht nur Erwachsenenhände sondern auch diejenigen der Kinder schuften für die
grossen Sportartikelhersteller. In Pakistan arbeiteten im Vorfeld der WM 2002
Kinder zum eigenen Überleben täglich, um Fussbälle mit FIFA Logo
herzustellen. Die Kinder erhielten für das Zusammennähen der ca. 20 Rappen
pro Ball. Von der FIFA wurden die Bälle auf dem Markt für 150. Sfr.
angeboten.

Egal ob in Indonesien, El Salvador oder China. Überall wo sich ArbeiterInnen
der Ballproduktion gegen die schlechten Bedingungen auflehnen begegnen ihnen
die Unternehmen mit Repression.
Wir fordern deshalb auch im Namen dieser Menschen:

-Aufklärung über die Produktionsbedingungen hinter den Produkten

-Einhaltung der bereits existierenden Verhaltenskodexe in der Textilbranche
sprich: gerechte Löhne, menschliche Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit

-Boykott der Firmen, deren Produkte mit Kinderhänden und Blut gefertigt wurden!

Um die Leute darauf aufmerksam zu machen verschönerten wir den Boden mit dem
Spruch: Fair Play auch bei der Produktion!








Elektronik-Multis

Der Interdiscount ist ein typischer Elektronik-Handel Multi. Unser Protest
richtet sich nicht direkt gegen diese Filliale sondern gegen die
Elektronik-Multis die täglich Menschenleben auf dem gewissen haben und den
Elektronik-Handel welcher diese Produkte verkauft.
Im Gegensatz zum Lebensmitttelsektor gibt es im Elektronikbereich keine
Bestrebungen, eine Art Fair-Trade Label einzuführen. Die Herstellung praktisch
aller Elektronikprodukte ist jedoch mit groben Verletzungen von Grundrechten
verbunden. Elekronische Kondensatoren werden aus Tantal hergestellt und finden
ihren Einsatz in Mobiltelefonen, Computern, Spielkonsolen und weiteren
Elektronikartikeln. Tantal ist ein seltenes metallisches Element, dessen
grössten Reserven in Australien, Brasilien, Kanada und Afrika liegen. Bis zu
80 Prozent der Weltmarktproduktion stammt aus dem Schwarzmarkt der
?Demokratischen Republik? Kongo. Im Kongo herrscht seit Jahren ein blutiger
Bürgerkrieg, welcher vor allem durch die Gewinnung von Tantal und anderer
Bodenschätze geschürt und finanziert wird. Namhafte Firmen wie Siemens,
Samsung und Bayer sind daran interessiert möglichst günstig an das wertvolle
Tantal heranzukommen. Aufgrund der grossen Nachfrage wollen alle
Konfliktparteien das betreffende Gebiet kontrollieren und so ist es kein
Zufall, dass die Hauptfronten des Krieges entlang der grossen Minen verlaufen.
Wieder einmal sind es die Multis welche diese Situation ausnutzen und. das Land
systematisch zerstören um daraus Profit zu machen.
Es gibt leider im Moment keine Möglichkeit, Elektronikprodukte zu kaufen, ohne
dass indirekt zu diesem Konflikt beigetragen wird. Deshalb fordern wir:
- den sofortigen Stopp des Handels von tantalhaltigen welches unter
menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen wurde
- die Offenlegung der Produktionswege von Elektronikartikeln
- ein Label welches garantiert, dass bei der Herstellung der Artikel
internationale Grundrechte eingehalten werden

Wenn diese Forderungen erfüllt sind, kann die Situation im Kongo ansatzweise
verbessert werden.

Die Einführung eines Labels stellt eine Möglichkeit dar, um sich im
kapitalistischen System etwas sicherer zu sein dass mensch nicht Produkte
kauft, welche zu riesigen Verletzungen von Grundrechten beitragen.

Viele der grossen Konzerne wie Sony, Microsoft, Intel, AMD, Motorola und Siemens
sind an dieser Ausbeutung massgeblich beteiligt. Sie alle treffen sich nächste
Woche am Jahrestreffen des World Economic Forums in Davos. Dort können sie
weiterhin ungehindert ihre Profitmaximierungspläne schmieden und über
Menschenleben entscheiden. Zeigen wir dem WEF, den multinationalen Konzernen
und Interdiscount als Handelskette hier und jetzt dass wir damit nicht
einverstanden sind! Setzen wir ein Zeichen, um mensch darauf aufmerksam zu
machen, dass er beim Kauf elektronischer Produkte zu diesen Ungerechtigkeiten
beiträgt.

Um die Leute darauf aufmerksam zu machen verschönerten wir den Boden mit dem
Spruch: Elektronikartikel entstehen durch Ausbeutung und Krieg









Pharma-Multis

In der Apotheke Ryser werden wie auch in allen anderen die Produkte von
Pharmafirmen wie Novartis, Bayer, oder Roche verkauft. Unser Protest richtet
sich nicht direkt gegen die Apotheke Ryser, sondern gegen Machenschaften der
Pharma-Multis, die zum Teil auch am WEF vertreten sind.

In Afrika sterben täglich 5\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\'000 Menschen an AIDS. Aber auch andere Krankheiten,
zum Beispiel Malaria, fordern jeden Tag unzählige Opfer. Viele dieser
Krankheiten wären mit heutigen Medikamenten heilbar. Doch diese sind für
Menschen in ärmeren Regionen unerschwinglich. Die westlichen Pharma-Multis
sind im Besitz der Herstellungsrechte und versuchen daraus möglichst viel
Profit zu schlagen. Diese Patente verhindern dass für die Bevölkerung
bezahlbare Kopien von Medikamenten hergestellt werden können. Der Profit
zählt mehr als Menschenleben.

Zudem behindern die Multis die traditionelle lokale Medizin. Indem sie
Heilpflanzen, die von der Lokalbevölkerung seit Jahrhunderten genutzt werden,
patentieren lassen. Der Lokalbevölkerung ist es danach untersagt, die
betreffende Pflanze weiter zu nutzen. Die Menschen müssen die teuren
Medikamente der Multis kaufen, die ihr Wissen geraubt haben. Mit dieser
Biopiraterie macht die Pharmaindustrie gleich doppelt Profit: Einerseits kann
sie die Heilpflanze vermarkten, andererseits macht sie die Lokalbevölkerung
von sich abhängig.

Bestechung von Ärzten, Menschenversuche mit Todesfolgen und Fälschung von
Studien sind weitere Beispiele die zeigen, dass für die Pharma-Multis nur die
Maximierung des Profits im Vordergrund steht!

Um die Leute darauf aufmerksam zu machen verschönerten wir den Boden mit dem
Spruch:


Patente der Pharmaindustrie kosten Leben!

Versenken wir die Biopiraten!


-Akab-
 :: 6 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  Arrogante sichtweise aus der 1. Welt
23.01.2004 11:46  
auch wenn Kinderarbeit zu verurteilen ist, muss man jedoch bedenken, dass die Familien halt auf diese Einnahmequelle angewiesen ist.

Natürlich wäre es schön, wenn die Kinder in die Schule könnten und nicht für die Familie mitarbeiten muss, aber vor 60 Jahren musste man auch bei uns als Kind mithelfen, um seine Familie über die Runde zu bringen.

Doch auch wenn wir die Globalisierung aufhalten könnten, was hätten wir erreicht? Wir hätten unsere Märkte geschützt und "Randregionen" würden keinen Aufschwung erfahren. Oder sollen alle Leute in Afrika wieder Jäger und Sammler werden.


Der Verglich vom Stundenlohn zum Endproduktpreis hinkt eben auch. Oder kannst du mir sagen, wie hoch die Lebenskosten in dem von dir erwähnten Land sind. Weiter wie hoch ist das Durchschnittseinkommen. Und noch viel wichtiger ist, wie hoch die Preise für Lebensmittel sind.



  Patentrecht für Medikamente,
23.01.2004 11:58  
darf nach WHO-Richtlinie auch verletzt werden, wenn sich dass Land in einer Notlage befindet.

Indien stellt schon lange HIV-Medikamente seiner Bevölkerung zur Verfügung, welche in Indien selber hergestellt werden. Indien verletzt wissentlich das Patentrecht, jedoch macht die Regierung auch eine Notlage geltend.

Siehe dazu auch, USA und Milzbrand. Die USA hat auch das Patentrecht von Bayer verletzt um genügend Medikamente gegen Antrax zu haben.

Jedoch denke ich mir, dass in Afrika ein anderes Problem herrscht. Nämlich, dass sich dort Familienclans an die Macht befördert haben und ihre Bevölkerung ausbeuten.

Man sollte sich überlegen, ob es nicht besser wäre, in ca. 70 Ländern die Regierung auszuwechseln. Doch wenn man dies mal macht, z.B Irak
(es geht hier nicht darum, ob man auf der Seite von Bush ist, sondern ob man will, dass Leute, welche die eigene Bevölkerung mit Senfgas angreifen, Staatsoberhäupter sind oder nicht.)
gibt es Empörung auf der ganzen Welt.

So wie schon oft erwähnt; Gegen Feuer und gegen Feuerwehr.


23.01.2004 12:00  
sorry aber deine kritik hinkt auch ziemlich und zwar siehst du die gegebenen verhaeltnisse als gefestigt an und nicht veraenderbar. du begruendest kinderarbeit (mehr als 12h am tag!) in dem du sagst, dass den familien keine wahl gelassen wird, das stimmt! jedoch wird ihnen auf grund der logik der freien marktwirtschaft, welche diese diktatur des profites verfestigt, keine wahl gelassen. haetten die erwachsenen arbeiterinnen ausreichend bezahlte loehne und zufriedenstellende arbeitsbedingungen, koennten die kinder in die schule gehen und etwas lernen, als fuer UNSEREN wohlstand arbeiten! richtig, das kommt noch dazu: die kinder (und erwachsene) arbeiten nicht fuer ihren wohlstand resp. fuer ihr leben, sondern einzig allein fuer unseren wohlstand (wer braucht 150.- fussbaelle?), es ist ihr schlechtes leben und ihre verschiessenen situation auf der unser ach so tolles leben und unser super luxus (gueter in umengen), unser wohlstand aufbaut... oder denkst du die kaufen sich auch 150.- fussbaelle?


23.01.2004 13:04  
was genau soll "antikapitalistisch" daran sein, "fairplay in der produktion" zu fordern?????????


23.01.2004 13:57  
Ich denke mir aber auch, dass es sicherlich nicht besser wird, wenn wir diese Länder nicht in den Welthandel mit einbeziehen.


Sind 150 Franken für ein Fussball wirklich viel Geld? Mal überlegen, wie lange dieser hält. Ich hatte auch ein Puma-Fussball, ja gut zu meiner Zeit hat er noch 70 Fanken gekostet, jedoch hatte ich ihn ca. 4 Jahre.

Schon einmal überlegt, wieviel Geld man für Zigaretten ausgibt? Oder für Bier?

Oder liegt das Problem auch bei der Ueberbevölkerung?

In allen "Wohlstandsländer" sind die Bevölkerungszahlen rückgängig, ist auch wichtig.


23.01.2004 14:04  
sinvolle aktion - aufmerksamkeit sicher!

an den typen, der meint kinderarbeit sei gut für arme menschen...:

habe mal nen video über einen jungen in pakistan gesehen, der pro ball ca, 8 rappen verdient (er arbeitet bis zu 13 stunden und ist 9 jahre alt, einer der älteren...). dieser 9jährige junge sagte dem filmer, er würde lieber wieder auf dem bauernhof arbeiten, den es vor 20 jahren noch gegeben habe, doch als die westlichen länder ihre produktion in pakistan fortsetzten, wurden die vielen bauern mit attrakitiven sachen geködert: fixer lohn, sichere stelle, vielleicht etwas mehr lohn als üblich. das bauerntum wurde zerstört, nur noch die industrie beschäftigte leute. heute leiden diese leute unter hunger durst, haben oftmals nur kleine, schäbige hütten, die sie nicht flicken können, weil sie ja ca 14 stunden pro tag arbeiten, die ganze familie! die region zerfällt völlig, die abfälle der industrie müssen die arbeiter entsorgen. wohin? an den vielen strassen türmen sich berge von kaputten fussbällen und verbrauchtes material...

kleine rechnung: 8 rappen pro ball = ca. 60 - 70 rappen pro tag

in einer woche: ca. 4 franken

in einem monat: ca. 16 franken

in einem jahr: 190 franken vergleich: in der schweiz arbeitet ein normalverdiener ca. 5 stunden für diesen betrag!

ach ja: ein ball kostet ca. 230 franken, mehr, als ein arbeiter in pakistan jährlich verdient!


also, schwafle nicht von "gut für diese leute..."




AutorIn: wohlstandskind
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