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 :: Aktionstag gegen das WEF, 21.1.06 ::
19-01-2006 17:58
AutorIn : nowef : http://nodemo.ch
Alle auf die Strasse gegen das WEF. In der ganzen Schweiz finden am Samstag Aktionen gegen das WEF statt. Hier eine Auflistung aller Aktionen, zu denen öffentlich aufgerufen wird:
Basel:

14 Uhr: Strassentheater auf dem Barfüsserplatz

Im Rahmen des dezentralen Aktionstages gegen das WEF, wird in Basel auf dem Barfüsserplatz ein Strassentheater aufgeführt. Das Ziel des Theaters ist es eine fiktive Demonstration durchzuspielen. Die Schauspieler verkörpern die verschiedenen Teilnehmergruppen, DemonstrantInnen, Presseleute und PolizistInnen. Im Verlauf des Theaters wird die friedliche Kundgebung von Polizisten eingekesselt. Damit soll die kontroverse Behandlung von konstruktiven WEF-Gegnern der letzten Jahre dargestellt werden. Vor der Einkesselung, verkünden „WEF Teilnehmer“ ihre ökonomischen und politischen Ziele, welche anschliessend von einem Demonstranten in einer Gegenrede widerlegt werden. So wird auf die globalen, negativen Konsequenzen, die die Teilnehmer des „World Economic Forum“ durch ihre Entscheide mitbeeinflussen, aufmerksam gemacht.

 wef06@hotmail.com


Bern:

ab 12 Uhr: NODEMO in der ganzen Innenstadt von Bern. Mit Live Übertragung auf Radio RABE

„No demo“ – keine Demonstration, sondern tausend kleine und grössere, vielfältige, kreative und überall präsente Aktionen des zivilen Ungehorsams waren im vergangenen Jahr die Antwort des Anti-WEF-Bündnisses auf das Demoverbot in Bern und die polizeiliche Besetzung der Stadt. Auf diesen Aktionen wollen wir dieses Jahr aufbauen – und sie vervielfältigen. Ein breites Bündnis – dem unter anderem die Anti-WTO-Koordination Bern, die Aktion Ungehorsamer Studierender (AUS), attac, GSoA, Junge Alternative Bern (JA!), die PdA Bern, die Grüne Partei Bern, das Grüne Bündnis, comedia Bern/Oberwallis, Unia Bern, VPOD Bern und Einzelpersonen angehören – bereitet in Bern den Aktionstag vor. Geplant sind unter anderem Stände mit Informationen gegen das WEF und Bastelmaterial für Protestaktionen, eine Konzertbühne auf dem Waisenhausplatz und Lautsprecher an verschiedenen Orten, so dass überall in der Innenstadt die Live-Berichterstattung von Radio RaBe zu hören ist.
Für die Aktionen in der gesamten Innenstadt haben wir eine Bewilligung erhalten. Das heisst, anders als im vergangenen Jahr setzen Polizei und Behörden diesmal nicht auf die Verbots- und Kriminalisierungstaktik – sondern eher darauf, dass bewilligte und medial kaum erwähnte Proteste nicht mehr zu einem öffentlichen Thema werden. Verwandeln wir die Berner Konsummeile am 21. Januar in eine riesige Protestbühne. Sorgen wir dafür, dass das Weltwirtschaftsforum und die von ihm und seinen TeilnehmerInnen ausgehende Politik in Bern zu einem öffentlich diskutierten Thema werden! Besetzen wir am 21. Januar die Stadt mit unseren farbigen, fantasie- und lustvollen Aktionen und machen wir deutlich, dass das WEF keine Akzeptanz findet!

www.nodemo.ch

Burgdorf:

Ab12 Uhr: Make your own WEF Oberstadt


Chur:

ab 13 Uhr: Nodemo in der Innenstadt

Wir sind es leid, wie in den vergangenen Jahren, als Spielfiguren in den Kriegsspielen einiger Polizeistrategen zu dienen. Darum verzichten wir dieses Jahr auf eine Demo gegen das WEF in Graubünden. Stattdessen rufen wir am 21.1. ab 13 Uhr zu einer NoDemo in der Innenstadt von Chur auf. Ein Aktionstag, an dem du auf deine Weise Kritik zum Ausdruck bringen kannst.
Egal ist dabei, ob du mit einem Luftballon das WEF platzen lässt oder mit einem Flugblatt deine Wut über globale und lokale „Führer“ zum Ausdruck bringst; ob du als Pozilistin verkleidet für Frieden und Unordnung sorgst oder mit Freunden Filialen von WEF-Mitgliedern besuchst.
Wichtig ist nur: Spass kann Widerstand machen!

www.dadavos.tk


Lugano:

Ab 14 Uhr, Molino (Via Casserate 8)

Attività dell'Associazione Amici del Wef Sezione Ticino
Corteo autorizzato: Parata in pompa magna... magna! Una grande parata per diffondere lo spirito di Davos Anche a Lugano dalle 14'00 al Molino's Center, poi kermesse per il salotto buono cittadino In serata: "Abbiamo pume azzurre e velenose" spettacolo teatrale dei Giullari Di Gulliver, DJ set Rock&Feller.

www.ecn.org/molino


Luzern:

ab 20 Uhr Reclaim the Streets (Theaterplatz)

Am Samstag, den 21. Januar 2006 findet in Luzern ein Strassenfest gegen das World Economic Forum statt, zu der landesweit mobilisiert wird.

Vom 25. bis 29. Januar 2006 treffen sich die selbsternannten „Global Leaders“ (Wirtschaftsbosse und Konzernchefs aus aller Welt) am World Economic Forum. Unter dem Motto mastering our future (unsere Zukunft meistern), findet das WEF in Davos statt. Während des privaten Treffs der weltweit 1000 grössten Firmen, ist Davos praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten. 5500 Schweizer Soldaten, so wie in- und ausländische Polizeitruppen, werden dem WEF zur Verfügung gestellt.
Obwohl die WEF-Teilnehmer vor der Kamera miteinander diskutieren und verhandeln, werden die wichtigsten Entscheidungen in Hinterzimmern, unter Ausschluss der Presse getroffen. Entscheidungen, die uns unserer Freiheiten berauben und den Überwachungsstaat fördern, soziale Ungerechtigkeiten zur Folge haben und die Schlucht zwischen Arm und Reich noch weiter aufreisst.
Durch die Repression des Staates ist es für GlobalisierungskritikerInnen fast unmöglich geworden, spürbaren Widerstand gegen das WEF zu leisten. Im demokratischen Vorzeigestaat Schweiz, werden (wie so oft) während des WEFs Grundrechte wie Versammlungsfreiheit oder das Recht auf freie Meinungsäusserung ausgeschaltet und die ausführende Gewalt (Polizei und Militär) antwortet mit Repression auf Widerstandsaktionen.
Nach einer friedlichen Demonstration in Chur, wurde 2004 ein Zug mit über 1000 Personen am Bahnhof Landquart von der Polizei gestoppt. Die Passagiere wurden eingekesselt und nach stundenlangem Warten in der Kälte, im Tränengasmeer z.T. niedergeknüppelt. Es folgten unrechtsmässige Personenkontrollen.
Im Jahr 2005 verweigerte die Rot/Grüne Regierung in Bern eine Bewilligung für eine Grossdemo und verhängte für diesen 22. Januar sogar ein Demonstrationsverbot. Unter den Augen von hunderten Polizisten, protestierten viele Personen mit lustigen Aktionen gegen das WEF. Trotz eines friedlichen Nachmittags, kam es zu grundlosen Verhaftungen.
Am 21. Januar 2006 findet der Aktionstag gegen das WEF statt. An jenem Tag wird es in unzähligen Städten der Schweiz Aktionen rund ums WEF geben. In Luzern wird eine Reclaim The Street Party (Tanzparty auf der Strasse) durchgeführt.
Wir rufen alle auf lautstark und friedlich gegen die WEF-Ausbeuter zu protestieren.
Die geplante Route führt vom Bahnhof Luzern durch die Neustadt und Altstadt. Es werden diverse Reden gehalten werden.
Das Strassenfest wird organisiert vom Anti-WEF-Bündnis Luzern und wird um 20 Uhr auf dem Theaterplatz starten.

 antiwefluzern@gmx.ch

Reconvillier:

ab 14 Uhr: Lärmdemo zur Unterstützung der ArbeiterInnen von Swissmetal-Boillat, danach Konzerte und Ansprachen.

14h00 Rendez-vous à la gare de Reconvilier pour un défilé de soutien aux ouvriers et pour dire non au WEF
15h00 animations: concerts, jonglages, discours des mouvements participants et des représentants ouvriers, bar, soupe et vin chaud
Mouvement qui font partie de ou qui appelent à soutenir la manifestation de la Coordination antiWEF de l'Arc jurassien: Espace Noir, Union syndicale du Jura bernois, Magasin du Monde, Altermondialistes jurassiens, Les Verts Jura, ATTAC Jura, POP Neuchâtel, POP Jura, Solidartié Neuchâtel, Parti Socialiste Autonomiste, Jeunesse socialiste Jura, Emmaüs, UNIA


St. Gallen:

Ab 14 Uhr Demo, beim Bahnhofplatz

Alle 26 Sekunden stirbt ein Kind irgendwo auf der Welt an den Folgen von Unterernährung. Jedes Jahr werden die Unterschiede zwischen Managerlöhnen und denen der Angestellten noch grösser. Mittels Briefkasten-Firmen werden Staaten in Millionehöhe betrogen. Uns reichts! Schluss mit der egoistischne Politik der selbsternannten „Global Leaders“!

www.aktiv-unzufrieden.ch


Thun:

11 Uhr Gerechtigkeit? Am Bahnhof Thun


Basel, 28. Januar:

Am Samstag, 28. Januar 2006 findet um 13.30 Uhr die Demonstration gegen das WEF statt. Das Motto der Demonstration entspringt unserer politischen Haltung, die auf eine Alternative jenseits der herrschenden politischen Verhältnisse verweist: „The Creative Imperative heisst imperialistische Kriege, Sozialabbau, Repression. Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen – Kapitalismus überwinden!“
Die Bewilligungseingabe hat einen erfolgreichen Abschluss gefunden und wir werden am Samstagnachmittag durch die Innenstadt demonstrieren. Wir stellen mit Verwunderung fest, dass seitens der Behörden eine Umwertung des bis anhin als unumstösslich proklamierten Rechts auf Samstagnachmittagsverkauf stattgefunden hat. Sollte dies einzig an der Bewilligungseingabe liegen, dürfte das Argument des Samstagnachmittags künftig entkräftet sein. Wir halten allerdings trotz der in diesem Jahr als richtig erachteten bewilligten Demonstrationsform daran fest, dass es für legitime gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen keiner behördlichen Absegnung bedarf. Wir verweisen darum auf das Recht, von Demonstrationen Gebrauch zu machen, welches unabhängig von Bewilligungsfragen existiert. Am 28. Januar wollen wir ein starkes und kämpferisches Zeichen gegen die versammelte kapitalistische Elite setzen, die als Trägerin eines menschenverachtenden und zerstörerischen Systems fungiert. Wir weisen ein Ausspielen von verschiedenen Aktionsformen von uns: Aktionstag und Demonstration sind verschiedene Ausdrucksformen desselben Widerstandes, der für diejenige Mehrheit steht, die unter den aktuellen Verhältnissen im Dunkeln steht. Demonstrationen sind dazu da, die Kollektivität des
Widerstandes und Dimensionen darüber hinaus für einen Moment ins Licht zu rücken. Daran wird für diesen Moment sichtbar, dass diese Welt nicht für immer von einer kleinen Minderheit regiert und ausgeplündert werden muss. In unseren Vorstellungen haben Spaltungen von Demonstrierenden in adäquat und inadäquat, friedlich oder gewalttätig, keinen Platz. Wir verurteilen darum die angekündigten Polizeikontrollen aufs Schärfste. Diese sollen sich nicht nur auf Kontrollen vor Ort beschränken, sondern einzelne Personen sollen bis
nach Demonstrationsende in Gewahrsam genommen werden können. Solche Provokationen seitens der Staatsmacht haben sich noch selten förderlich ausgewirkt auf den von der Polizei laut eigenen Angaben beabsichtigten ungestörten Demonstrationsverlauf.

Anti-WEF-Bündnis Basel
( Anti-WEF06_BS@gmx.ch)









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  Agenturmeldungen zur heutigen PK in Bern
19.01.2006 18:23  
Zusammenfassung WEF 2006 - Aktionen der Globalisierungskritiker Gegner hoffen auf Resonanz, Polizei auf weniger Arbeit

Bern/Basel (sda) Mit Strassenaktionen in mehreren Städten wollen Globalisierungskritiker am Samstag gegen das Weltwirtschaftsforum WEF protestieren. Eine Woche später ist eine Demo in Basel geplant. Die Zeichen deuten auf friedlichere Proteste hin als in den Vorjahren.

Im Zentrum des Widerstandes gegen das WEF steht heuer ein nationaler Aktionstag vom kommenden Samstag. In rund einem Dutzend Schweizer Städten wollen Globalisierungskritiker mit «kulturellen Aktionen» gegen das WEF und die Auswirkungen der Globalisierung demonstrieren.

Strassenaktionen in der ganzen Schweiz

Geplant sind Aktionen wie Strassentheater, Pantomimen, Konzerte, Lesungen und öffentliche Vorträge, unter anderem in Bern, Basel, Genf, Lugano, Luzern, St. Gallen und Chur, wie es am Donnerstag an einer Medienkonferenz des organisierenden Anti-WEF-Bündnisses hiess.

Die meisten Globalisierungskritiker dürften in der Bundesstadt zusammenkommen, wo die ganze Innenstadt zur «Kulturprotestbühne» werden soll. In Luzern wird ein Strassenfest gegen das WEF angekündigt, in Basel ein Strassentheater, in Lugano ein Protestumzug und in St. Gallen ein Umzug und ein Polit-Konzert.

Trotz aller Bemühungen um ein menschenfreundliche Antlitz sei das WEF noch immmer Treffpunkt jener Kräfte, die sich im Interesse der Reichen um Globalisierung und Privatisierung bemühten, sagte der grüne Berner Anwalt Daniele Jenni namens der Organisatoren. Zu diesem Zweck schreckten diese Kreise auch nicht vor Kriegen zurück.

Der Widerstand dagegen habe entgegen aller Unkenrufe nicht an Kraft verloren. Das beweise die breite Unterstützung des Aktionstages. Getragen wird dieser unter anderem von den Jungsozialisten, der Grünen Partei der Schweiz, der Partei der Arbeit sowie von regionalen Gewerkschaften.

«Konfrontation im Hintergrund»

Zur erwarteten Teilnehmerzahl machten die Organisatoren keine Angaben. Vom Verzicht auf eine zentrale Grosskundgebung erhoffen sie sich eine bessere Resonanz in der Bevölkerung. Diese Protestform habe sich 2005 in Bern bewährt, sagte David Böhner von der Anti-WTO-Koordination Bern. «Wir können unsere Inhalte damit besser hinüberbringen als mit der klassischen Grossdemo».

Alle grösseren Veranstaltungen im Rahmen des Aktionstages seien bewilligt, hielt Jenni fest. Die Absicht aller Mitwirkenden sei es, friedliche Aktionen zu ermöglichen.

Friedlicher Verlauf erwartet

Mindestens in Bern deuten die Zeichen auf einen friedlicheren Verlauf hin als in früheren Jahren. 2003 war es in der Bundesstadt wegen des WEF zu Ausschreitungen gekommen, 2005 wurde eine Rekordzahl von Polizisten aufgeboten, um Krawalle zu verhindern. Heuer dürfte das Aufgebot kleiner sein. Anders als im Vorjahr will die Stadtpolizei den Einsatz ohne Hilfe anderer Korps bewältigen.

In Zürich, wo keine Aktionen angekündigt sind, haben die Sicherheitskräfte «keine Hinweise auf unfreundliche Aktivitäten», wie Marcel Strebel, Sprecher der Kantonspolizei, sagte. Man sei aber auf jeden Fall vorbereitet und habe genügend Personal.

In Basel hat die Polizei die für den 28. Januar geplante Kundgebung des lokalen Anti-WEF-Bündnisses bewilligt. Ihr Dispositiv will die Polizei nicht verraten. Die Demo-Organisatoren hätten angegeben, den Anlass im Griff zu haben. Die Polizei bereite sich indes wie üblich auf marodierende Trittbrettfahrer vor.






WEF-Gegner suchen wirksamste Form des Protests

Bunte NoDemos - Bessere Verständigung mit Behörden - Staatsschutz sieht sinkende Gewaltbereitschaft

Bern (AP) Bunte Aktionen statt gewaltträchtige Demonstrationen hat die Anti-WEF-Bewegung für den kommenden Samstag angekündigt. Gesucht wird ein Ausweg aus dem Dilemma, entweder schlechte Schlagzeilen zu kriegen oder gar keine. Eine sinkende Gewaltbereitschaft beobachten auch die Staatsschützer.

Verglichen mit früheren Jahren erscheint die Verständigung der WEF-Gegner mit den Behörden dieses Jahr fast harmonisch. Für den nationalen Aktionstag gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) am kommenden Samstag wurden in rund zehn Orten, darunter Basel, Bern, Chur, Genf, Luzern und St. Gallen, dezentrale Protestaktionen verschiedenster Art bewilligt - so genannte NoDemos. Die Form knüpfe an die guten Erfahrungen vom vergangenen Jahr in Bern an, als die WEF-Gegner so gegen eine nach ihrer Auffassung untaugliche Demonstrationsbewilligung protestiert hatten, sagte Daniele Jenni von den Veranstaltern am Donnerstag in Bern.

Für die Politikwissenschafterin Michelle Beyeler, die zur Anti-WEF-Bewegung forscht, zeigt die einfachere Verständigung, dass beide Seiten sich besser aufeinander eingestellt haben und gerade auch die Behörden aus früheren Konfrontationen gelernt hätten. "Die sind heute geübter und reagieren besser", sagt sie. Und offenbar sind die WEF-Gegner für die Behörden vertrauenswürdiger geworden.

"Die Gewaltbereitschaft hat abgenommen", stellt Jürg Bühler fest, der als stellvertretender Chef des Diensts für Analyse und Prävention (DAP) im Bundesamt für Polizei amtet. Sicher gebe es noch einzelne Gruppen mit Gewaltstrategie, die seien aber dieses Jahr marginaler. Entsprechend sei auch für den Samstag nicht absehbar, dass es grössere militante Ausschreitungen geben könnte.

Laut Jenni hat der letztes Jahr mit der Berner NoDemo bewiesene Wille zum friedlichen Protest die Bewegung gestärkt. Sie stehe jetzt auf breiterer Basis. Es hätten sich beispielsweise mehr Gewerkschaften angeschlossen und mit der Grünen Partei Schweiz sogar eine nationale Partei. Er hoffe, dass damit künftig auch die Inhalte besser gehört würden - also die Kritik an einer von Konzerninteressen geprägten Globalisierung, wie sie von den beim WEF anwesenden Reichen und Mächtigen vorangetrieben werde.

Jenni ist sich allerdings bewusst, dass Gewaltausbrüche mehr Zeitungszeilen füllen. Es sei generell das Dilemma solcher Proteste, dass sie keine Schlagzeilen bekämen, wenn es friedlich laufe, und schlechte, wenn es Ausschreitungen gebe. Beyeler bestätigte das, betonte aber, dass die Aktionen radikaler Gruppen für das Bild einer engagierten und starken Bewegung auch wichtig seien. Es sei eine Art Arbeitsteilung, bei der die friedlichen Gruppen von den radikalen profitierten, weil sie Aufmerksamkeit schafften. "Das ist nicht gewollt, aber es ist ein Mechanismus", so Beyeler. Insgesamt scheine die Bewegung wieder etwas gefestigter zu sein, nachdem sie nach den Eskalationen um die geplante Demonstration in Davos 2003 Zersplitterungstendenzen gezeigt habe.

Dass sich auch dieses Jahr radikale Gruppen in Szene setzen werden, ist am ehesten am 28. Januar zu erwarten. Für diesen Tag hat die Polizei einen Demonstrationszug durch die Basler Innenstadt bewilligt. "Es gibt einige Aufrufe von gewaltbereiten Gruppen", sagte Bühler. Wie kritisch die Situation dann tatsächlich werde, hänge von verschiedenen Faktoren ab - unter anderem davon, was am WEF passiere, vom Wetter und von der Mobilisierung, die derzeit "eher nicht so gross" sei.



AutorIn: sda & ap
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. .. — ..
  2. zürich — (ich) mach schluss mit (lustig)
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