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14.1.06 Dance out WEF in Bern.
21.1.06 Feuerwerksrakete am Haus von Ascom-Verwaltungsrats-Vizepräsident Paul E. Otth am Zwingliplatz in Zürich. Ascom war/ist strategischer Partner des WEF. Aus der Erklärung: „Unsere Aktionen beziehen sich ausnahmslos auf Exponenten und Handlanger der herrschenden Klasse, die sich am WEF dem „kreativen Imperativ“ unterstellen, dem Zwang, schöpferisch zu sein, um uns weiterhin möglichst intensiv und langfristig ausbeuten zu können. Wir alle erleben diese ‚schöpferische Zerstörung’ in Form der Angriffe auf unsere Errungenschaften am Arbeitsplatz. Sie durchdringen unser aller Leben und manifestieren sich besonders gewalttätig in der Repression und der Kriegführung. Wir antworten mit unserer Art von Kreativität, um aufzu-zeigen: Das Kapital ist angreifbar! Für eine revolutionäre Perspektive!“
Aktionstag gegen das WEF. Unter dem Motto „Das WEF ist überall – wir auch!“ gab es Kundgebungen, Demonstrationen, theatralische und das WEF ironisierende Aktionen in Bern, St. Gallen, Lugano, Burgdorf, Reconvilier (Demo gegen die bevorstehende Schliessung der Swiss-Metal Boillat), Thun, Basel, Chur, Genf, Weinfelden, Zürich (z.B. Kurzbesetzung des Starbucks im Niederdorf) und Luzern (Reclaim-the-Streets).
Demo des revolutionären Aktionsbündnisses in Zürich. Ca. 350 Personen nahmen sich während rund 1 ½ Stunden die Strasse, um gegen das WEF zu demonstrieren. Sie liessen sich nicht von der omnipräsenten Polizei abschrecken und haben eine entschlossene Demo mit militantem Charakter durchgeführt. Aus dem Pressecommuniqué: „(...) Wir finden es wichtig, dass man sich die Strasse als Ort des politischen Wider-standes und des Klassenkampfes nicht nehmen lässt. Auf der Strasse kommt zusammen, was ansonsten vereinzelt dem Sozialabbau, der Angriffe gegen die Errungenschaften, Entlassungen oder Arbeitslosigkeit ausgeliefert ist. Auf der Strasse können genau diese politischen Verbindungen zwischen den Kämpfen der ArbeiterInnen, der SchülerInnen oder AusländerInnen hergestellt und fassbar gemacht werden. Eine Bewilli-gung bei dem Staat einzuholen, den man als Teil des Problems betrachtet, halten wir für einen Widerspruch (...).
Fassaden der Nationalbank und der OSEC (Exportförderungsorganisation) in Zürich eingefärbt unter der Parole, „den Kapitalisten und Kriegsprofiteuren kein ruhiges Hinterland“.
25.1.06 Farbbeutel auf die Hauptsitze der Grossbanken CS und UBS am Paradeplatz in Zürich.
Führungscrew des bürgerlichen Sicherheitsapparates in Bern mit einer Rakete angegriffen. Dabei handelt es sich um den Kern- und Krisenstab Sicherheitsausschuss (KKSiA) an der Amtshausgasse, der demnächst ins Bundeshaus West umziehen werde. Der KKSiA ist laut Communiqué zuständig für Füh-rungsunterstützungsaufgaben wie das laufende Erstellen eines Lagebildes oder Vorsorgeplanung im Bereich ‚Terrorismus’, verfasst Analysen und Beurteilungen des sog. Gewaltspektrums und entwickelt Szenarien und Strategien. Bei speziellen Anlässen wie dem WEF, dem G8 (Genf/Evian) oder an der Euro 2008 muss er auch Verbindungen unter sicherheitspolitischen Führungsstrukturen garantieren. Der KKSiA sei angegriffen worden, weil „längst zum Alltag geworden ist, was einst zu heftigen Protesten und viel Wirbel sorgte: Der Einsatz der Armee im innern (...) Wir haben den KKSiA angegriffen, weil der Widerstand gegen diese Ent-wicklung notwendig ist und wir damit aufzeigen wollen, dass dies auch machbar ist (...). Unterzeichnet ist die Erklärung mit „Für eine revolutionäre Perspektive!“.
Bei „Invest in France Agency“ am Zeltweg 48 in Zürich wurde mit einer Rakete „angeklopft“. Laut Communiqué ist Invest in France Agency „Partner des diesjährigen Davoser WEF-Zirkus (...) Geworben wird vor allem mit den ‚effizienten und flexiblen Arbeitskräften mit niedrigem Stundenlohn und hoher Produktivität sowie niederen Steuern und weniger Bürokratie’, also mit den üblichen Angriffen auf die arbeitenden Klas-sen. Wie hart diese investitionsfreundliche Realität vor allem in den MigrantInnenbezirken französischer Städte ist, kam durch die Aufstände vom letzten Herbst ins öffentliche Bewusstsein. Und wer versucht, die-ser Realität eine kommunistische Perspektive entgegenzusetzen, wird kriminalisiert und eingeknastet“. Es folgen einige Beispiele politischer Gefangener, z.B. die Gefangenen aus Action Directe, die alle schwer krank und seit 22 Jahren im Knast sind, deren Anträge auf Haftverschonung abgelehnt und die Haftbedin-gungen dagegen laufend verschärft werden. Zu den AD-Gefangenen wird es am 25.2.06 einen internationa-len Aktionstag geben. Und weiter: „Solidarität mit den politischen Gefangenen heisst auch: Das Kapital und die Staatsvertretungen der jeweiligen Länder anzugreifen!“ Unterzeichnet mit „Für eine revolutionäre Per-spektive!“
26.1.06 Die Fassaden von Ernst & Young an der Badenerstrasse, der Müller-Möhl Group am Weinplatz und der CS am Schaffhauserplatz in Zürich eingefärbt. Die Aktionen richteten sich gemäss Communiqué „gegen drei von vielen Mitgliedern des World Economic Forums, die sich alljährlich im Januar in Davos tref-fen, um nach Lösungen zu suchen, die Ausbeutung durch das kapitalistische System auch weiterhin zu ga-rantieren. (...) Stellvertretend für alle greifen wir hier ‚vorzeigekapitalistische’ Unternehmen heraus, gemeint sind aber alle von ihnen, die sich bereichern, von Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung profitieren. Weg mit dem kapitalistischen System! Auch beim WEF: Kein Dialog mit der herrschenden Klasse!“
27.1.06 In der Nacht wurden an mehreren Orten im Kanton Aargau multinationale Unternehmen, welche am diesjährigen WEF vertreten sind, mit Farbe markiert. „(...) Diese Unternehmen sind Exponenten der neo-liberalen Marktwirtschaft und somit direkt mitschuldig an der daraus resultierenden Ausbeutung, Unterdrü-ckung und Armut, welche zwecks Profitmaximierung skrupellos in Kauf genommen werden. Unsere Aktion beschränkt sich aber nicht auf die betroffenen Unternehmen, sondern versteht sich als symbolischer Angriff auf das kapitalistische System, als auch dessen Beschützer und Profiteur; die herrschende Klasse. WEF zerstören, Kapitalismus abschaffen! AG-FFR (Autonome Gruppe ‚Farb fürs Rüebliland’).
Sonderbeilage von 20 Minuten. In die St. Galler und Zürcher-Ausgaben des 20 Minuten wurde ein Flug-blatt mit Erklärungen zu verschiedenen Aktionen geschmuggelt, die in den letzten Tagen gelaufen sind. 20 Minuten ist gemäss einer Stellungnahme in den Webnews „in eigener Sache“ gar nicht begeistert über die Beilage.
28.1.06 Es demonstrierten ca. 2500 Personen aus der ganzen Schweiz durch die Basler Innenstadt gegen das WEF, welches zur Zeit in Davos sein Unwesen treibt. Das Motto der Demonstration lautete „Kreativer Imperativ heisst imperialistische Kriege, Sozialabbau, Repression. Die Zukunft in die eigenen Hände neh-men – Kapitalismus überwinden“. Bei der kämpferischen Demo wurden z.B. die UBS mit Sprays markiert und symbolisch eine Adecco aus Pappmaché verbrannt. Trotz zum Teil massiven Polizeikontrollen an den Bahnhöfen liessen sich die Leute nicht abschrecken und erreichten Basel auf den verschiedensten Wegen. Aufgerufen zur Demo hatte das Basler Anti-WEF-Bündnis.
In Davos gab es eine Minidemo mit 70 Leuten.
Blockade der Bahnlinie bei Chur. Durch ein Transparent „WEF Warum?“, das über die Bahngeleise ge-hängt wurde, wurde der gesamte Zugsverkehr von und nach Chur für kurze Zeit unterbrochen.
Bezirksgericht Zürich eingefärbt. Gemäss einem kurzen Communiqué wurde das Bezirksgericht einge-färbt als Reaktion auf die Bullenkontrollen in Basel und in Solidarität mit Eldar S. und einer Genossin, die wegen Landfriedensbruch an der nun eingefärbten Stelle in den Knast muss.
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28.1. Vor der Demo in Davos verschiedene kleinere Aktionen. In den Strassen von Davos werden "Von ganzem Herzen: Stopp WEF"-Ballone verteilt. Vor dem Kongresszentrum nerven während mehrerer Stunden falsche Geheimagenten die WEF-Teilnehmer.
29.1. Weitere Aktionen in Davos.