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 :: Italien: Federico A. - von der Polizei zu Tode geprügelt? ::
 Themen | Antifaschismus 28-02-2006 13:54
AutorIn : adriana
Frederico A. - laut Polizeibericht "selbst mit dem Kopf gegen die Wand gerannt" Erst vor 2 Monaten hatte die Mutter von Frederico Aldrovandi die kaum geklärten Umstände seines Todes in einem Blog publik gemacht.
Frederico kam am frühen Morgen des 25. September in Ferrara ums Leben, nachdem sich zunächst eine, dann zwei Polizeistreifenbesatzungen an ihm zu schaffen gemacht hatten. Ein Zeuge hat ausgesagt, dass er gehört hat wie Frederico die Polizisten angefleht hat, sie mögen doch von ihm ablassen...
Frederico A. - laut Polizeibericht "selbst mit dem Kopf gegen die Wand gerannt"
Frederico A. - laut Polizeibericht "selbst mit dem Kopf gegen die Wand gerannt"


Als die Mutter an jenem Tag im September den Sohn vermisste, versuchte sie zunächst, ihn über Handy zu erreichen: nichts. Der Vater hatte dann Erfolg: eine Stimme tönte, wer er sei und was er wolle. Danach die Mitteilung, er spreche mit der Polizei, das Handy sei auf einer Parkbank gefunden worden, man suche nach dem Besitzer. Die Wahrheit: Federico war da schon lange tot. Die Mutter bekam später eine blutgetränkte Jeansjacke zurück und den Hinweis, der Sohn sei auf Drogen gewesen, weshalb er wohl immer wieder den Kopf gegen die Mauern der Straße in der er starb knallte, was seinen Tod verursacht hätte.

Dass anscheinend tatsächlich nachgewiesene, eher geringe Betäubungsmittelreste für ein solches Verhalten nicht ausreichten, bestätigten medizinische Gutachten, die das Lügengebäude, das anfangs sogar der Polizeipräsident persönlich vertreten hatte ins Wanken brachte. Seit dem tobt ein absurder Kampf um die Todesursache. Er sei erstickt, heißt es nun, wobei die Gutachter der Familie Federicos Ersticken durch Fixierung meinen, während die staatsanwaltlichen Gutachter Ersticken durch Kreislaufversagen in Folge des Drogenkonsums behaupten wollen.

Die Mutter Federicos, die mittlerweile von höchsten Stellen bezichtigt wird, eine Rufmordkampagne gegen die Polizei zu führen,- und dies, wo sie doch seit sie öffentlich spricht andauernd betont hat, die Polizei sei gut, im Ganzen intakt und zweifellos wichtig, nur die Täter gehörten bestraft,- veröffentlichte vor Kurzem ein Foto des Sohnes, das tiefen Eindruck hinterlässt. Unverdrossen halten die Behörden an ihre Interpretation fest: aus ihrer Sicht starb Federico nicht an etwaigen Schlägen, sondern an Ersticken durch Kreislaufversagen, das letztlich auf seine Samstagabend-Freuden zurückzuführen sei.

In der Straße, die Schauplatz seines Todes war, scheint Angst zu herrschen. Zeugen waren kaum zu finden und die wenigen, von denen zu hören war, wollten plötzlich nicht mehr aussagen. Als für Federico demonstriert wurde, waren alle Fenster in der Straße dicht. Trotz der schrecklichen Dinge, die das, was rekonstruiert werden konnte vermuten lässt, scheint der Kampf der Menschen, die die Wahrheit fordern, jetzt schon verloren. Ein Ohrenzeuge hat wohl ausgesagt, dass Federico die Polizisten angefleht haben soll, von ihm abzulassen. Es half nichts... und wie sich die Sache gerade entwickelt, werden auch die Versuche, die Eahrheit zu erfahren genau so wenig Erfolg haben.
 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Video: Italien. Polizisten verprügeln Nordafrikaner
01.03.2006 18:51  
Das hier ist dokumentiert: Am 19. Februar hielten junge Maghrebiner fest, wie Carabinieri in Sospello bei Modena einen Landsmann verprügelten.

Der junge Nordafrikaner, der die Szenen mit seinem Handy aufgenommen hatte, übergab das Material zunächst dem Verband der Jungen Muslime in Italien. Die Bilder wurden vorübergehend auf der Website des Verbandes öffentlich gemacht, dann aber vom Netz genommen und der Digos im Polizeipräsidium Reggio Emilia übergeben. Kurz darauf wurde aus Rom die sofortige Versetzung der beiden Ordnungshüter, die den Maghrebiner verprügelt hatten, angeordnet. Dem Maghrebiner selbst erging es schlechter. Im Schnellverfahren wurde er zu sechs Monaten Haft wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung verurteilt.

Angeblich war der Sans-Papier betrunken und bereits verletzt. Das will ein Polizist in Zivil vermutet haben, der sich auf Bitten einer Frau, die der Maghrebiner am Vortag angeblich belästigte, den Mann ansehen wollte. Bis zum Eintreffen einer von ihm zur Verstärkung angeforderten Carabinieri-Streife, soll der Zivilbeamte im Auto gewartet haben. Die Version der Ordnungshüter lautet, dass der Mann sie mit Steinwürfen und einem Flaschenhals attackierte, als sie auf ihn zugingen. Hierfür gibt es offenbar weder Beweise noch Zeugen. Dafür behaupten die zuständigen Stellen, der Mann sei zuvor bereits aufgefallen, er habe wenige Tage vor dem Vorfall einen Krankenwagen beschädigt, als ihm Sanitäter helfen wollten und am Vortag des Vorfalls soll er ein Gewerkschaftsbüro mit Steinen beworfen haben. So berichtet die Presse, ohne Benennung der Quellen.

Die Bilder zeigen lediglich einen am Boden liegenden Mann in Unterhosen, der, wenn überhaupt, bestenfalls ein einziges Mal auf mehrere Schläge der Carabinieri reagiert. Ibrissi, so der Name des Maghrebiners, soll sich selbst entkleidet haben, nach dem ihm an einem Handgelenk eine Handschelle angelegt worden war - eigentlich eine eher ungewöhnliche Reaktion. Die Mangelnde Bereitschaft Ibrissis, in den Streifenwagen zu steigen wurde offenbar mit mehreren Fausthieben und einer Spezialzugabe quittiert: der größere der beiden Carabinieri, dem die Presse ein Körpergewicht von 120 Kilogramm zuschreibt, stützt sich auf die Schultern der Kollegen und springt mit voller Kraft von oben auf den Gefangenen herab.

Das Video ist unter  http://www.kataweb.it/articolo/1317990 zu sehen.


AutorIn: - - -
  Weiterer Artikel
05.03.2006 15:23  
Übersetzung eines Beitrags aus "Liberazione":
 http://de.indymedia.org/2006/03/140431.shtml


AutorIn: PigB.
  Der Artikel ist nicht von Adriana
05.03.2006 19:14  
...sondern aus  http://de.indymedia.org/2006/03/140431.shtml
genauer gesagt ist da einfach die Ergänzung zum Artikel gemacht worden.


AutorIn: Piet
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. fuck — zottel
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