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 :: *50 unis besetzt oder bestreikt - gewekschaftsunterstützung* ::
14-03-2006 13:50
AutorIn : informant : http://www.stopcpe.net/cpe/
flächenbrand Mittlerweile sind 50 Unis besetzt oder bestreikt und blockiert. das ist mehr als die hälfte. zudem sind gymnasien und sonstige schulen besetzt worden. gestern das berühmte gymnasium "college de france" in paris. heute ist aktionstag und am donnerstag gibts in paris eine nationale demonstration, an der auch die gewerkschaften und arbeiterInnenorganisationen und autonome teilnehmen werden (ALLE NACH PARIS!!). zudem kommt es in immer mehr städten zu ausschreitungen. in toulon wurde vor wenigen stunden eine spontane kundgebung mit massivem tränengaseinsatz beendet, scheiben gingen zu bruch.
unterdessen forderten etliche rektoren,professoren und oppositionelle die regierung zu ihrem rücktritt auf.

-keine ruhe für frankreich - weg mit der regierung!!
-stop CPE!!
flächenbrand
flächenbrand
Newsflash

Vollversammlung in Caen hat mit 800:23 Stimmen Besetzung beschlossen. Campus 1 besetzt, Versammlungen auf 2 und 3. Verwaltungsgebäude auch besetzt.

 http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53469

Nanterre soll heute nacht wieder besetzt werden.

 http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53464

Daten
Jonas 13.03.2006 20:02

Der folgende Link wird im Moment bearbeitet und hat schon ein dutzend Demo Termine für Donnerstag.  http://www.stopcpe.net/cpe/2006/03/12/141-premiers-rendez-vous-de-manifestation-pour-jeudi-16-mars
Ich geh´um 14.30 nach Strasbourg zur Europaparlaments-Besetzung ;)
Am Samstag: auf nach Paris - für alle die können!
Alternnativ: Soli in Dt.


Laut  http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53458#commentaires ist das Collège France bereits wieder geräumt...



Streikende Unis in Frankreich
Luk´A´nien 13.03.2006 21:05

Diese Unis Streiken momentan in F:
Aix-Marseille 1,
Aix-Marseille 2,
Amiens,
Angers,
Brest,
Caen,
Chambéry (IUT),
Clermont Ferrand 2,
Dijon,
Grenoble II,
La Rochelle,
Le Havre,
Le Mans,
Lille 1,
Lille 2,
Lille 3,
Limoges,
Lorient,
Marne la Vallée,
Metz,
Montpellier 2,
Montpellier 3,
Nancy,
Nantes,
Niort (IUT)
Orléans,
Pau,
Poitiers,
Rennes 2,
Reims,
Rouen,
Toulouse 2,
Toulouse 3,
Tours,
Paris 1,
Paris 3,
Paris 4,
Paris 5,
Paris 6,
Paris 7,
Paris 8,
Paris 10,
Paris 13,
Evry.



***update**
2G 13.03.2006 21:29

Über hundert Studierende und SchülerInnen verbleiben z.Z. im College de France. Es scheint als würde von Seiten der Polizei ein Abflauen der UnterstützerInnen abgewartet. Das große Problem ist das die BesetzerInnen zu stark abgeschirmt sind. Nique la police buou-buou! Assass...



Räumung seit 23.00
2G 13.03.2006 23:18

Laut www.stopcpe.net hat um kurz nach 23.00 die Räumung des collège de France begonnen. Morgen gibts Studi Demos und Schüler-Moblisisierung. Donnerstag Schüler und Studi demos und Aktionen und Samstag Landesweite Demo in Paris (mit Unterstützung der Gewerkschaftler usw.) Die Woche wird Heiss! DeVillepins Stuhl brennt und eigentlich sind Wir am Zug. Wo bleibt die Soli-Erklärung der Ver.Di z.B.?


Am heutigen Tag ist der Druck auf DeVillepin un seine Regierung ins unerträgliche gestiegen. Nicht nur der PS-Paretichef Lang, sowie zahlreiche andere linkere Parteien und diverse Gewerkschaftsverbände, forderten die Regierung zum Rücktritt auf, sondern auch zahlreiche Professoren und insgesamt 8 Uni-Rektoren. Verwiesen wurde auf Krisen in Deutschland und England.
"Die Demokratie brauche diese Dynamik" und es gäbe keinen Grund die Studierenden an Protesten hindern. "Ob die Universität zu diesem zweck blokiert wird oder nicht ist mir egal." So der Rektor der Uni Bordeaux.

Es kann klappen, wenn nicht DeVillepins schmeichelhaftes Wesen eines Diplomaten ein Wunder bewirkt. Bordeaux, Strasbourg und Tours haben den Streik beschlossen...

Derweil lässt sich die Repression spüren. Am Nachmittag flog viel Tränengas auf eine größere Demo im Qt. latin. Es gab zahlreiche Verhaftungen vor den Regierungsgebäuden und die zweite Besetzung in der Parisser Innenstadt in 5 Tagen wird zur Zeit geräumt. Hierbei scheinen die Leute sehr unterschiedlich geahndet zu werden... Aussehen scheint eine Rolle zu spielen...

Auch diese Vorfälle wurden, insbesondere von der Pariser Stadtregierung, aufs schärfste kritisiert. Die Linie der UMP-Regierung scheint weder den Wachstum des Bündnis, noch die intensivierung der Proteste seitens der APO unterbinden zu können.
Der sozialdemokratische Kontext ist durch die Groß-Gewerkschaften gegeben, der "intelektuelle" Druck von Professoren und Unileitungen ist da, die Opposition freut sich und die Studis und SchülerInnen kriegen auf die Fresse - voll! Aber das dauert nicht. Noch hat der Protest nicht alle gesellschaftlichen Spektren der französischen Großstädte erreicht. DeVillepin spielt mit dem Feuer auf allen möglichen Fronten. Sarkozy darf Krieg spielen, Chirac auftrumpfen. Aber lange - das glaub ich nicht!

keine ruhe für frankreich - basta!!

 :: 3 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  nun auch versammlungen an gymis - weiter so!
14.03.2006 18:28  
tagi-online

Rückendeckung für Villepin
Im Konflikt um eine Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger hat der französische Staatspräsident Jacques Chirac seinem Premierminister Dominique de Villepin demonstrativ den Rücken gestärkt.

Entgegen allen Gepflogenheiten nahm Chirac bei einem Auslandsbesuch zu einem innenpolitischen Thema Stellung und versicherte in Berlin, er stehe voll hinter Villepins Gesetzesvorhaben. In Frankreich gingen die seit Wochen anhaltenden Proteste mit einer Demonstration tausender Schüler und Studenten in Paris weiter. Die Sozialisten wollten den Verfassungsrat gegen das Gesetz anrufen, das bereits vom Parlament mit der bürgerlichen Regierungsmehrheit gebilligt wurde.
Suche nach Ausweg
Französische Studenten und Schüler haben mit Blockaden und Besetzungen von Hochschulgebäuden weiter Druck auf die Regierung gemacht. Diese sprach von möglichen Änderungen am umstrittenen Abbau des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger. Die regierenden Konservativen unter Premierminister Dominique de Villepin suchen nach einem Ausweg aus der zugespitzten Lage. Ein verabschiedeter Gesetzestext könne durch Zusätze verbessert und korrigiert werden.


Auch könnten Vorschriften mit einem neuen Gesetz geändert werden, erklärte der Präsident der Nationalversammlung, Jean-Louis Debré. Premierminister Villepin sei dafür «offen». An dem umstrittenen Reformgesetz soll aber laut Debré grundsätzlich festgehalten werden. Auch Innenminister Nicolas Sarkozy vertrat diese Linie. Die Regierung müsse in dem Streit fest bleiben, «ohne eine übertrieben unbeugsame Strenge» zu zeigen.
Der Protest gegen den Abbau des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger hielt unvermindert an. Demonstranten blockierten 17 Universitäten, 3 mehr als am Vortag. An 28 Universitäten gab es zudem Störaktionen, wie die Regierung mitteilte. Auch aus Frankreichs Gymnasien wurden Vollversammlungen und Protestkundgebungen gemeldet. Weitere Protesttage sollen am Donnerstag und am Samstag folgen.

Räumung der Sorbonne
In der Nacht auf heute räumte die Polizei das Grundlagenforschungs- und Lehrinstitut Collège de France in Paris. Nach einer mehrstündigen Besetzung drangen Polizisten in das Gebäude nahe der Sorbonne ein und führten rund 50 Demonstranten gewaltlos hinaus. Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei die Besetzung der Sorbonne gewaltsam beendet.
Das von Villepin erdachte Gesetz zum Erstanstellungsvertrag sieht eine zweijährige Probezeit für junge Berufsanfänger vor. In diesem Zeitraum kann dem Angestellten ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Das Gesetz wurde von beiden Parlamentskammern angenommen. (sbm/sda/ap)



AutorIn: generalstreik wie 1968
  die 50 uni hat heute losgelegt- bordeaux
14.03.2006 18:33  
Universität Bordeaux besetzt
von Jean-Claude - 14.03.2006 12:41

Im Rahmen der landesweiten Protestwelle, welche seit einigen Wochen Frankreich überrollt, wurde heute die Universität von Bordeaux blockiert. Sie ist somit ungefähr die 50. von insgesamt 84 Universitäten Frankreichs, die mit dieser Maßnahme gegen das Gesetz zur Einführung des sog. CPE (Contrat Primeur Embauche, s.u.) protestiert. Die Blockade war vergangene Woche auf einer Vollversammlung beschlossen worden.
?FAC bloquée-tous contre le CPE? (?Uni besetzt - alle gegen den CPE?) lautet die Parole auf dem Transpi, welches die ankommenden Studierenden bereits an der Tramstation auf die Blockade hinweist. In den frühen Morgenstunden war die Universität 3 ?Michel de Montaigne? von ca. 80 Studierenden besetzt worden. Allerdings konnte das Verwaltungsgebäude nicht besetzt werden, da es von den Leuten eines privaten Sicherheitsdienstes bewacht wurde. Diese hatten Anweisung, dieses Gebäude auf keinen Fall zu öffnen, zeigten sich allerdings solidarisch und waren bei der Besetzung der restlichen drei Gebäude äußerst hilfreich. Diese Situation mutete sehr absurd an, da letztendlich der Verwaltungsapparat inkl. Rektorat seine Arbeit wie gewöhnlich ausführen konnte und nur der Lehrbetrieb bestreikt wurde.

Sämtliche Eingänge wurden verrammelt und die Türen mit Ketten (die übrigens von einer Gewerkschaft gesponsort waren?) unter Mithilfe des selbst prekär angestellten Wachpersonals verschlossen - ein ungewöhnlicher Anblick! Die ankommenden Lehrkräfte und Angestellten zeigten allesamt Verständnis mit der Blockade bzw. zumindest mit dem Anliegen der Studierenden. Dies ist nicht sehr verwunderlich, da laut Umfragen ca. 67% der Bevölkerung gegen die Annahme des CPE sind. Die Vollversammlung, welche mit über tausend Leuten sehr gut besucht war, beschloss mit wenigen Gegenstimmen die Fortführung des Streiks bis zumindest Donnerstag, an welchem ein nationaler Aktionstag gegen den CEP stattfinden wird. Der Forderungskatalog der Studierenden, welcher auf dem landesweiten Delegiertentreffen in Poitier verabschiedet worden war, reichte weit über die Rücknahme des CEP hinaus: Rücknahme der Stellenstreichung im Bildungswesen, Rücknahme eines neuen Gesetztes, welches Nachtschichtarbeit bereits ab 15 Jahren genehmigt, Straffreiheit für die AktivistInnen der Schulbesetzungen im vergangenen Jahr sowie für die AktivistInnen der gewaltsamen Auseinandersetzungen letzten Herbsts .

Das Medienecho war enorm: Alle großen Fernsehsender sowie viele Radiosender waren vor Ort und berichteten über die Blockade. Mittelpunkt der Ausstrahlungen abends allerdings war leider der peinliche Auftritt des Unirektors, welcher sich erdreistete zu behaupten, dass sich der Verwaltungsrat seiner Uni bereits als erster gegen den CPE gewandt hätte, was sich noch während der Vollversammlung als Lüge herausstellte. Unter Buhrufen wurde ihm das Mikro entzogen. Natürlich wurde dies nicht in den Medien gezeigt?

Insgesamt eine gelungene Blockade trotz einiger Pannen (das unbesetzte Verwaltungsgebäude), von welcher die Studierenden in Deutschland noch einiges lernen können. So sprachen auf der Vollversammlung viele VertreterInnen sowohl gewerkschaftlicher als auch revolutionärer Organisationen und konnten offen ihre Positionen darlegen, was zumindest in manchen Städten Delands, in welcher selbst Ver.di von vielen Studierenden als ?zu links? abgeleht wird, so nicht denkbar wäre. Außerdem zeugt der Protest von einem noch vorhandenem Widerstandspotential gegen die dauernden Angriffe auf die Lohnabhängigen, das es in Deland leider nicht zu geben scheint.

Was ist der CPE?  http://de.wikipedia.org/wiki/Contrat_premi%C3%A8re_embauche
Nachrichten von France3 (frz.):  http://jt.france3.fr/1920/


AutorIn: 50
  ***news***
14.03.2006 19:40  
*** in lillle, paris und tours sind grossdemos in gange. in paris eine demo mit 5 -10 000 personen***


AutorIn: studentin
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. FRANKREICH ROCKT! — rote zora
  2. danke — merci
  3. kontakt zu indys — lesen und verstehen
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