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Newsflash
Vollversammlung in Caen hat mit 800:23 Stimmen Besetzung beschlossen. Campus 1 besetzt, Versammlungen auf 2 und 3. Verwaltungsgebäude auch besetzt.
http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53469
Nanterre soll heute nacht wieder besetzt werden.
http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53464
Daten Jonas 13.03.2006 20:02
Der folgende Link wird im Moment bearbeitet und hat schon ein dutzend Demo Termine für Donnerstag. http://www.stopcpe.net/cpe/2006/03/12/141-premiers-rendez-vous-de-manifestation-pour-jeudi-16-mars Ich geh´um 14.30 nach Strasbourg zur Europaparlaments-Besetzung ;) Am Samstag: auf nach Paris - für alle die können! Alternnativ: Soli in Dt.
Laut http://paris.indymedia.org/article.php3?id_article=53458#commentaires ist das Collège France bereits wieder geräumt...
Streikende Unis in Frankreich Luk´A´nien 13.03.2006 21:05
Diese Unis Streiken momentan in F: Aix-Marseille 1, Aix-Marseille 2, Amiens, Angers, Brest, Caen, Chambéry (IUT), Clermont Ferrand 2, Dijon, Grenoble II, La Rochelle, Le Havre, Le Mans, Lille 1, Lille 2, Lille 3, Limoges, Lorient, Marne la Vallée, Metz, Montpellier 2, Montpellier 3, Nancy, Nantes, Niort (IUT) Orléans, Pau, Poitiers, Rennes 2, Reims, Rouen, Toulouse 2, Toulouse 3, Tours, Paris 1, Paris 3, Paris 4, Paris 5, Paris 6, Paris 7, Paris 8, Paris 10, Paris 13, Evry.
***update** 2G 13.03.2006 21:29
Über hundert Studierende und SchülerInnen verbleiben z.Z. im College de France. Es scheint als würde von Seiten der Polizei ein Abflauen der UnterstützerInnen abgewartet. Das große Problem ist das die BesetzerInnen zu stark abgeschirmt sind. Nique la police buou-buou! Assass...
Räumung seit 23.00 2G 13.03.2006 23:18
Laut www.stopcpe.net hat um kurz nach 23.00 die Räumung des collège de France begonnen. Morgen gibts Studi Demos und Schüler-Moblisisierung. Donnerstag Schüler und Studi demos und Aktionen und Samstag Landesweite Demo in Paris (mit Unterstützung der Gewerkschaftler usw.) Die Woche wird Heiss! DeVillepins Stuhl brennt und eigentlich sind Wir am Zug. Wo bleibt die Soli-Erklärung der Ver.Di z.B.?
Am heutigen Tag ist der Druck auf DeVillepin un seine Regierung ins unerträgliche gestiegen. Nicht nur der PS-Paretichef Lang, sowie zahlreiche andere linkere Parteien und diverse Gewerkschaftsverbände, forderten die Regierung zum Rücktritt auf, sondern auch zahlreiche Professoren und insgesamt 8 Uni-Rektoren. Verwiesen wurde auf Krisen in Deutschland und England. "Die Demokratie brauche diese Dynamik" und es gäbe keinen Grund die Studierenden an Protesten hindern. "Ob die Universität zu diesem zweck blokiert wird oder nicht ist mir egal." So der Rektor der Uni Bordeaux.
Es kann klappen, wenn nicht DeVillepins schmeichelhaftes Wesen eines Diplomaten ein Wunder bewirkt. Bordeaux, Strasbourg und Tours haben den Streik beschlossen...
Derweil lässt sich die Repression spüren. Am Nachmittag flog viel Tränengas auf eine größere Demo im Qt. latin. Es gab zahlreiche Verhaftungen vor den Regierungsgebäuden und die zweite Besetzung in der Parisser Innenstadt in 5 Tagen wird zur Zeit geräumt. Hierbei scheinen die Leute sehr unterschiedlich geahndet zu werden... Aussehen scheint eine Rolle zu spielen...
Auch diese Vorfälle wurden, insbesondere von der Pariser Stadtregierung, aufs schärfste kritisiert. Die Linie der UMP-Regierung scheint weder den Wachstum des Bündnis, noch die intensivierung der Proteste seitens der APO unterbinden zu können. Der sozialdemokratische Kontext ist durch die Groß-Gewerkschaften gegeben, der "intelektuelle" Druck von Professoren und Unileitungen ist da, die Opposition freut sich und die Studis und SchülerInnen kriegen auf die Fresse - voll! Aber das dauert nicht. Noch hat der Protest nicht alle gesellschaftlichen Spektren der französischen Großstädte erreicht. DeVillepin spielt mit dem Feuer auf allen möglichen Fronten. Sarkozy darf Krieg spielen, Chirac auftrumpfen. Aber lange - das glaub ich nicht!
keine ruhe für frankreich - basta!!
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Rückendeckung für Villepin
Im Konflikt um eine Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger hat der französische Staatspräsident Jacques Chirac seinem Premierminister Dominique de Villepin demonstrativ den Rücken gestärkt.
Entgegen allen Gepflogenheiten nahm Chirac bei einem Auslandsbesuch zu einem innenpolitischen Thema Stellung und versicherte in Berlin, er stehe voll hinter Villepins Gesetzesvorhaben. In Frankreich gingen die seit Wochen anhaltenden Proteste mit einer Demonstration tausender Schüler und Studenten in Paris weiter. Die Sozialisten wollten den Verfassungsrat gegen das Gesetz anrufen, das bereits vom Parlament mit der bürgerlichen Regierungsmehrheit gebilligt wurde.
Suche nach Ausweg
Französische Studenten und Schüler haben mit Blockaden und Besetzungen von Hochschulgebäuden weiter Druck auf die Regierung gemacht. Diese sprach von möglichen Änderungen am umstrittenen Abbau des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger. Die regierenden Konservativen unter Premierminister Dominique de Villepin suchen nach einem Ausweg aus der zugespitzten Lage. Ein verabschiedeter Gesetzestext könne durch Zusätze verbessert und korrigiert werden.
Auch könnten Vorschriften mit einem neuen Gesetz geändert werden, erklärte der Präsident der Nationalversammlung, Jean-Louis Debré. Premierminister Villepin sei dafür «offen». An dem umstrittenen Reformgesetz soll aber laut Debré grundsätzlich festgehalten werden. Auch Innenminister Nicolas Sarkozy vertrat diese Linie. Die Regierung müsse in dem Streit fest bleiben, «ohne eine übertrieben unbeugsame Strenge» zu zeigen.
Der Protest gegen den Abbau des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger hielt unvermindert an. Demonstranten blockierten 17 Universitäten, 3 mehr als am Vortag. An 28 Universitäten gab es zudem Störaktionen, wie die Regierung mitteilte. Auch aus Frankreichs Gymnasien wurden Vollversammlungen und Protestkundgebungen gemeldet. Weitere Protesttage sollen am Donnerstag und am Samstag folgen.
Räumung der Sorbonne
In der Nacht auf heute räumte die Polizei das Grundlagenforschungs- und Lehrinstitut Collège de France in Paris. Nach einer mehrstündigen Besetzung drangen Polizisten in das Gebäude nahe der Sorbonne ein und führten rund 50 Demonstranten gewaltlos hinaus. Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei die Besetzung der Sorbonne gewaltsam beendet.
Das von Villepin erdachte Gesetz zum Erstanstellungsvertrag sieht eine zweijährige Probezeit für junge Berufsanfänger vor. In diesem Zeitraum kann dem Angestellten ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Das Gesetz wurde von beiden Parlamentskammern angenommen. (sbm/sda/ap)