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 :: Kiel: AnwohnerInnenprotest gegen WM-Nationalismus ::
 Themen | Migration/Antira/NoBorder 19-06-2006 22:45
AutorIn : c&p indy.de : http://de.indymedia.org/2006/06/150281.shtml
Während es in dreien Kneipen Hamburgs Freibier für abgegebene Nationalflaggen gibt, verschaffen sich in Kiel ein paar Leute mit Protest-Transpis Luft.
In Kiel haben im Stadtteil Gaarden AnwohnerInnen angefangen Transparente gegen Nationalismus und Deutschland aus den Fenstern zu hängen. Sicherlich eine Reaktion auf das Deutschlandfahnenmeer das sich über die Bundesrepublik erstreckt.

Selbst vermeintliche "linke Kieze", wie Kiel Gaarden bleiben während der WM natürlich nicht von der Deutschland Euphorie verschont. Schwarz Rot Pisse allenthalben. Und so sieht man es nicht selten, wie etwa in Gaarden, dass so manch ein Mensch sich für die letzten Euros die ihm von der Rest-Sozialhife noch bleiben eine Deutschlandfahne kauft. Ein paar billige Würstchen dazu und schon kann man man auf dem Balkon im dritten Stockwerk vorm Fernseher (wegen dem man auch noch ständig Stress mit der GEZ hat) am deutschen-Ganzen partizipieren - zumindest ein klein bissschen. Aber das ist egal, denn gefühlt ist man es ja ohnehin ganz vorn dabei. Nachdem das Deutschlandgebrülle des "white Trash" zu unerträglich wurde tauchten in Kiel an vielen Häusern Transparente mit Losungen gegen D-Land auf.
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Die Welt zu Gast bei Feinden
19.06.2006 23:49  
Schon seit Monaten kündigte sich das Großereignis an. Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft, die Polizei griff zum Üben Demos an, usw. Den Flüchtlingen und Fußballfans aus dem Ausland wird abgeraten, in ostdeutsche Regionen (no go areas) zu reisen.
Eine Menge Aktionen werden anläßlich der Fußball-WM geplant, zum Beispiel dezentrale Aktionen gegen Sozialabbau, Feldbefreiungen, usw. Es gibt auch eine Kampagne gegen Zwangsprostitution.

Die Bundesrepublik wird einen Monat lang im Ausnahmezustand sein. Panik wird geschürt. Überall torkelnde Besoffene, Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht (wer braucht um 24 Uhr eine Einbauküche?), Polizeihelikopter und private Sicherheitsdienste. Ein patriarchales Männerbild wird die Medien prägen, sexistische Sprüche werden geklopft. Das Märchen dass Fußball angeblich Männersache sei wird weiterverbreitet. Dabei sind Frauen ganz klar keine Fußballmuffel, das DFB-Team international erfolgreich. Dennoch werden patriarchale Geschlechter-Stereotypen bei der Medienberichterstattung zu den Spielen erneut festgeschrieben und den Frauen bestimmte Rollen zugewiesen.
SexarbeiterInnen werden unter Druck gesetzt, die Freier werden kaum ins Visier genommen sondern statt dessen die illegalisierten und abhängig gemachten Frauen, denen die Abschiebung droht. Und bei all dem WM-Trubel wird vergessen, daß gerade ein neuer Krieg gegen den Iran (spielt auch bei der WM mit) vorbereitet wird und weitere Verschärfungen bei Hartz IV geplant werden. Brot und Spiele zur Ablenkung vom Krieg gegen Innen und Außen.

Links:
Ladenöffnungszeiten bis um Mitternacht:  http://www.labournet.de/diskussion/arbeitsalltag/az/ladenschluss.html

Fussball-Kapitalismus:  http://de.indymedia.org/2006/05/147317.shtml

Die Welt zu Gast im Freiluftknast:
 http://de.indymedia.org/2006/05/147653.shtml

"0-Eur-Sicherheitskräfte" fordern! Motto: Die Welt zu Gast bei Praktikanten:  http://de.indymedia.org/2006/05/146414.shtml

Ärztestreik während der WM?:  http://de.indymedia.org//2006/06/149143.shtml

Anti-WM-Blog:  http://www.anti-wm.blog.com/


AutorIn: c&p de.indymedia.org
  merkwürdig
21.06.2006 08:17  
schon merkwürdig, wenn in Deutschland ein paar versuchen, vorsichtig-dezent mal wieder ein Landesfähnchen hervorzukramen und dieses - natürlich unter den obligaten Weltoffenheits- und Toleranz-Parolen, sonst ist man ja sowieso gleich ein Nazi - zu schwenken wird das mit übelsten Ausdrücken quittiert. Gut, wem jede Form von Nationalismus/Patriotismus/usw. abgeht, meinetwegen. Nur merkwürdig, dass sich die gleichen Leute fast bepinkeln vor Freude wenn es darum geht, in den Gesang irgendwelcher anderer Nationalisten einzusteigen, sei es im Baskenland, Palästina, Südamerika oder wo auch immer. Dort ists plötzlich dann ganz ok wenn nationalistische Parolen der übelsten Sorte ausgegeben werden, ja dort darf man sogar unbeschwert seine Fahnen hiessen. Nur in Deutschland (und vielleicht noch der Schweiz) offenbar nicht. Als wäre die Menschen dort irgendwie schlimmer oder böser als andere. Merkwürdiges Weltbild. Zumindest abstrus und tendenziell rassistisch definitiv..


AutorIn: tja
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. aha — hu hu
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