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 :: Zürich: Sizzla-Konzert: Sagt eure Meinung vor Ort! ::
 Themen | Feminismus/Gender/Queer 17-05-2008 03:52
AutorIn : AutorIn
Aufruf: A5 Flyer -2 Stück auf A4 - jpg farbig Betreffend dem Konzert von Sizzla in der Aktionshalle der Roten Fabrik am Sa. 24. Mai '08 findet dort am am Donnerstag 22. eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "REGGAE UND HOMOPHOBIE - NICHT ZU TRENNEN?" statt, an der auch die Organisatoren, das Musikbüro der RF anwesend sein wird.

Sagen wir unsere Meinung!
Aufruf: als PDFdatei zum weitermailen oder für Ausdruck in beliebiger Grösse
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Aufruf: A5 Flyer -2 Stück auf A4 - jpg farbig
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Aufruf: A5 Flyer -2 Stück auf A4 - jpg schwarz-weiss
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Sizzla Kalonji ist ein Reggae- und Dancehall-Sänger, der in mehreren Songs zum Mord an Schwulen aufruft. In Songs wie “Pump up”, “Boom Boom”, “Get To Da Point” oder “Nah Apologize” ruft Sizzla offen dazu auf, schwule Männer zu erschiessen / zu verbrennen.

Aufgrund der ihm entgegengebrachten Kritik unterzeichnete Sizzla im Juni 2007 die Selbstverpflichtung des Reggae Compassionate Act, in welchem Reggae-Künstler sich auf Nächstenliebe, Respekt gegenüber Andersdenkenden und Verständnis allen Menschen als Grundlage für ihre Arbeit festlegen.

Seit der Unterzeichnung hat sich Sizzla etliche Male aggressiv gegen Schwule und Lesben ausgesprochen (z.B. in einer Pressekonferenz nach dem Summerjam Festival 2007 in Köln) und hat an Konzerten die erwähnten Lieder gespielt und das Publikum die "heiklen" Stellen singen lassen.

Was nützt es, wenn Sizzla wegen kommerziellen Sachzwängen den "Reggae-Compassionate-Act" unterschreibt? Dazu kommt, dass Sizzla in Jamaika laut glaubwürdigen Aussagen von örtlichen Menschenrechtsverteidigern gegenüber den Medien immer geleugnet hat, jemals den Reggae Compassionate Act unterzeichnet zu haben.

Was nützt der "Reggae Compassionate Act", wenn kaum jemand dessen Einhaltung kontrolliert oder Verstösse sanktioniert und der "Act" zum bequemen Feigenblatt für MusikerInnen und VeranstalterInnen verkommt?


___________

was söll dä scheiss ?!?

sagen wir unsere Meinung! Flyer Ausdrucken und Weitervermailen!

Do. 22. Mai - Rote Fabrik Clubraum 19:30 Uhr



Keine Plattform für Sexismus, Homophobie oder Rassismus in linken Projekten!
Stop der Homohass-Gewalt-Propaganda!



__________________

Weiterführendes Material:

www.stopmurdermusic.ch

Offener Brief an die Rote Fabrik:
 http://www.reitschule.ch/reitschule/mediengruppe

Offstream-Protestbrief an Rote Fabrik:
 http://www.offstream.ch/

Kommentar zum Statement der Roten Fabrik mit spannendem Link
 http://www.gay.ch/family/sizzla_rotefabrik.html

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland LSVD hat eine Liste zusammengestellt, in welcher aufgezeigt wird, wie oft Sizzla den "Reggae Compassionate Act" seit der Unterschrift gebrochen hat:
 http://lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Homosexualitaet/Sizzla_FactSheet.pdf

Eindeutige Aussagen an Auftritt in der Syracuse Univ., NY, Feb 2006
 http://youtube.com/watch?v=r4WQl6qBDtI
 :: 4 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Sizzlas Haltung zum RCA
17.05.2008 12:58  
Es heisst hier in dieser Diskussion immer wieder, Sizzla habe den Reggea Compassionate Act nicht eingehalten. Dabei wird seine Sommertournee letztes Jahr zitiert. Gibt es davon Aufnahmen, (glaubhafte) Zeugenberichte oder andere Dokumentation?
Seine Leugnung in Jamaikanischen Medien, den Act unterschrieben zu haben, sähe ich auch gerne mal noch schwarz auf weiss - gibts einen Link zu der entsprechenden Zeitung?
Und: gibt es jüngere Beispiele als Juli 2007 für Sizzlas Schindluder mit dem RCA? Ich glaube ja schon, dass es Sizzla und wohl auch den andern Murda-Musicians nicht leicht fällt, von der Scheisse zu lassen, aber wenn es wirklich so ist, hätte ich gerne klare Quellenangaben und vielleicht ein paar Aufnahmen.
Kein Bock auf eine Hatz ohne gesicherte Informationsgrundlage! Ich will wissen, wieviele Beweise es gibt dafür, dass der RCA wirklich etwas bringt. Und wieviele Tatbeweise dafür, dass sich die Unterzeichner nicht daran gehalten haben.

Denn: sollte es gelingen, diese Leute öffentlich den RCA unterschreiben zu lassen, und vielleicht an den Konzerten kurz zu wiederholen, was von Homophobie zu halten ist, dann bringt das viel mehr, als irgend ein Konzert zu stoppen.

Wenn aber Sizzla und co. nix wissen wollen von Nachdenken und davon, sich wirklich (Öffentlichkeitswirksam, auch in Jamaika!) von homophoben / diskriminierenden Inhalten, resp. sich nicht an Versprechen diesbezüglich halten, dann bleibt wohl nix anderes, als Konzerte abzuwürgen...
No Tricks, no Homoiphobia - stop Murdermusic.


AutorIn: surfa
  Detailliertere Infos zum Podium
17.05.2008 13:02  
Von: Rote Fabrik Kulturzentrum - Evelyn Curnis
 evelyn.curnis@rotefabrik.ch

Liebe Leute,

die an uns herangetragene Diskussion um Homophobie und Hassäusserungen auf Grund des anstehenden Sizzla-Konzerts nimmt in jüngster Zeit eine neue Dimension an.

WIR SCHÄTZEN DAS.

Das Thema Sexismus, Rassismus und Homophobie bei diversen Künstlern wird in
der Roten Fabrik schon seit langem – und nicht erst aus diesem Anlass – wahrgenommen und benannt. Einig sind wir uns selbstverständlich in der Verurteilung jedweder sexistischer, rassistischer und homophober Äusserungen. Allerdings gibt es eine interne kontroverse Diskussion über die Behandlung der einzelnen Künstler, über deren Glaubwürdigkeit und Reflexionsbereitschaft.
Da die Debatte bei uns nicht abgeschlossen ist, möchten wir Euch sehr kurzfristig zu einer Podiumsdiskussion zum Thema einladen.

Do 22.05.08, Rote Fabrik ZH
20h00, Clubraum

Podiumsdiskussion:
REGGAE UND HOMOPHOBIE - NICHT ZU TRENNEN?

Teilnehmer:
Oliver Schrader - Silly Walks Movement
Moël Volken – Pink Cross
Philipp Schnyder von Wartensee – Ganglords
Nick Widmer – Our Sound
Andrew Robinson – Musiker & Veranstalter
Musikbüro – Rote Fabrik
Gesprächsleitung:
Hanspeter „Düsi" Kuenzler – Journalist, London

____________________________________

IG ROTE FABRIK
MUSIKBUERO
EVELYN CURNIS
SEESTRASSE 395
CH-8038 ZURICH
TEL. +41 (0)44 485 58 68
FAX. +41 (0)44 485 58 69
www.rotefabrik.ch/musikbuero
_____________________________________



AutorIn: Stop Murder Music Bern | Web:: http://www.stopmurdermusic.ch
  Rote Fabrik will schwarze Zahlen
17.05.2008 18:55  
Die Rote Fabrik weigert sich das Sizzla-Konzert am 24. Mai abzusagen — trotz erdrückender Beweise, dass Sizzla den Reggae Compassionate Act nach der Unterzeichnung mehrfach gebrochen hat. Getreu der Devise „reden statt handeln“ soll am 22. Mai im Clubraum der Roten Fabrik darüber diskutiert werden werden, ob Reggae und Homophobie nicht zu trennen seien. In Deutschland wurde ein Einreiseverbot gegen Sizzla verhängt, das dieser jedoch umgehen konnte. Stop money killing queers!

 http://www.autonome-antifa.org/spip.php?page=antifa&id_breve=1438&design=2


AutorIn: Autonome Antifa Freiburg
  Stellungnahme zur Diskussion über Reggae und Homophobie
19.05.2008 21:52  
Dies soll nicht der Anstoss zu einer Diskussion auf Indymedia sein, sondern eine Stellungnahme, wie wir uns die kommende Diskussion am Podium und überall anders wünschen. Rückmeldungen nehmen wir gerne per Mail entgegen.

Stellungnahme der beiden Rapper Oli Second und Mephisto (Direct Raption), zum anstehenden Podiumsgespäch „REGGAE UND HOMOPHOBIE - NICHT ZU TRENNEN?“ in der Roten Fabrik.


Liebe Leute

Da wir uns seit Jahren sowohl mit Themen wie Diskriminierung und Homophobie, wie auch mit Musik als Agitationsmittel, mit Vermarktungsstrategien und dem Musikbusiness auseinandersetzen, haben wir uns entschlossen, zu der momentanen Diskussion Stellung zu beziehen.

Durch unsere Zusammenarbeit mit verschiedenen MusikerInnen aus der Reggae- und Dancehall-Szene, setzen wir uns immer wieder erneut intensiv mit den Werten dieser Subkultur und unserer FreundInnen auseinander. Wir führen auch viele Diskussionen mit Leuten aus anderen Subkulturen und treffen dabei immer wieder auf GesprächspartnerInnen, die unsere Ansichten überhaupt nicht teilen. Auch uns fällt es dabei manchmal schwer, sachlich zu bleiben, denn es geht um Themen die uns sehr persönlich betreffen und dass uns Aufrufe zu Mord an uns und unseren FreundInnen zu tiefst treffen und stock sauer machen, ist klar. Gerade deshalb finden wir es wichtig, dass Homophobie angesprochen wird und wir offen für unsere Meinung einstehen.

Was uns an der Tendenz der Debatte momentan stört, ist der zeitweilig undifferenzierte Umgang mit der Thematik. Wer die Reggae-Kultur als solche homophob darstellt, argumentiert verkürzt und handelt kontraproduktiv; gegen unser Anliegen und unsere Werte. Homophobie ist ein riesiges Problem - im Reggae wie im Hip Hop, in Jamaika wie in Europa. Texte von homophoben KünstlerInnen, werden homophobe Inhalte transportieren, egal im Kontext welcher Musikrichtung sie entstehen. Dass Reggae und Homophobie trennbar sind, beweisen uns zahlreiche lokale und internationale Acts, welche die selbe Haltung vertreten wie wir. Insofern wird am geplanten Podium erneut die falsche Frage gestellt. Sie suggeriert, dass eine ganze Musikrichtung untrennbar mit Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit verknüpft sein könnte. Dies führt einerseits dazu, dass sich Angehörige und LiebhaberInnen dieser Musik - sehr zu recht - angegriffen fühlen und ihre Diskussionbereitschaft verloren geht. Andererseits liegt der Fokus plötzlich nicht mehr bei Sizzla und dem Auftritt in der Roten Fabrik. Es darf nicht darum gehen, über Reggae zu diskutieren, wir müssen über den Hass sprechen und wie wir damit umgehen wollen.

Homophobie entspringt meist religiösem Fundamentalismus. Dabei spielt es keine Rolle, ob Jamaikanische Rastafaris oder Polnische Katholiken auf schwuLesBische Menschen los gehen. Es spielt keine Rolle ob Sizzla davon singt, dass er Schwule erschiesse oder der Deutsche Rapper G-Hot reimt "Ich geh mit zehn MGs zum CSD und kämpf für all die Heten, die noch auf Mädchen stehn". Beide finden sie ein Publikum, welches solche Aussagen explizit will. Es ist uns klar, dass wir ihnen diesen Fundamentalismus nicht ausreden können. Trotzdem suchen wir die Konfrontation und zwar auf eine möglichst differenzierte und respektvolle Weise. Wir meinen damit NICHT, dass wir in irgendeiner Weise von unserer Grundhaltung abkommen würden, dass solche Aussagen nicht tolerierbar sind. Es geht uns im Gegenteil darum, dass wir dies klar kommunizieren können und zwar auf eine Weise, auf die es die Angesprochenen annehmen können. Es ist möglich auf Reggae zu stehen und diese Aussagen zu verabscheuen. Viele Leute tun dies auch und sind doch gezwungen, sich diesen auszusetzen, wenn sie an entsprechenden Partys feiern wollen. Wir glauben, dass genau da angesetzt werden muss, dass diese leute, die Teil dieser Szene sind, den Mut aufbringen, ihr Unbehagen auszudrücken und entsprechend der Druck auf die Artists und Soundsystems wächst. Denn ein Angebot steht ja bekanntlich immer im Zusammenhang mit einer Nachfrage.

Trotz intensivem Befassen mit dem Thema, kamen wir zu keinem gemeinsamen Schluss, welches der klügste Umgang mit dieser Situation ist. Wir begrüssen daher den Entscheid der Roten Fabrik, mittels einem Podium die Auseinandersetzung zu fördern und eine Diskussion im grösseren Rahmen zu führen, auch wenn wir wie erwähnt, die Fragestellung sehr unüberlegt und unangebracht finden. Wir bitten alle, die am Podium teilnehmen, diese Chance zu nutzen und die Debatte sachlich zu führen. Da die Rote Fabrik den Auftritt von Sizzla offensichtlich nicht absagen will, fordern wir sie auf, die menschenverachtenden Aussagen des Sängers, nicht nur am Vortag, in seiner Abwesenheit zu thematisieren, sondern dies auch am Abend der Aufführung selbst zu tun. Wir wünschen uns, dass sowohl das Publikum, wie auch Sizzla, mit einbezogen werden und sie sich der Kontroverse stellen müssen.

Von allen Leuten die sich zur Thematik äussern, wünschen wir uns, dass dies mit dem nötigen Respekt vor anderen (Sub-)Kulturen geschieht, und sie den Hass in diesen Texten und das dazugehörige Konsumverhalten kritisieren. Und nicht Reggae.

In diesem Sinne

One Love

Oli Second & Mephisto (Direct Raption)


AutorIn: Direct Raption | Web:: www.conchez-connection.ch
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. fuck censorship! — fuck autority
  2. chef — sektenaufsmaulhauen
  3. keine demo? — pink rasta
  4. fehler? — fuck uff - burn cars
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