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 :: Menschenrechtsforum: Brabeck in die Wüste schicken ::
 Themen | Medien/Netzaktivismus 24-04-2009 21:15
AutorIn : Unia Jugend / Unia Jugend Zentralschweiz : www.unia.ch/jugend
Die Unia Jugend ist empört, dass dem Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck am Menschenrechtsforum in Luzern eine Plattform geboten wird. In einem offenen Brief fordern wir die Organisatoren des Menschenrechtsforums auf, ihn wieder auszuladen und stattdessen einen Vertreter einer nestlé-kritischen Bürgerrechtsbewegung oder einer NGO einzuladen. Andernfalls sehen wir uns verpflichtet, zu friedfertigem Widerstand gegen den Image-Auftritt aufzurufen.
Dass ausgerechnet der Nestlé-Chef Brabeck an einem Menschenrechts-Forum als Hauptreferent angekündigt wird, ist blanker Hohn. Wenn er obendrauf zum Thema „Wasser und Menschenrechte“ sprechen soll, wird’s richtig peinlich. Offenbar ist den Organisatoren entgangen, dass Nestlé seit Monaten nicht nur in der schweizerischen Presse, sondern auch international am Pranger steht: Weil die globalisierungskritische Gruppe attac aus dem Kanton VD ein Buch über Nestlé schrieb, das auch die Wasserprivatisierung durch Nestlé behandelte, beauftragte Nestlé kurzerhand die Securitas die Gruppe zu infiltrieren. Diese hat zwischen 2003 und 2008 mindestens zwei Spioninnen in die Gruppe eingeschleust, und teilweise äusserst heikle Daten über Aktivitäten in der Schweiz, aber auch beispielsweise über kolumbianische oder brasilianische Aktivisten an Nestlé weitergegeben. Derzeit läuft ein Strafverfahren gegen Nestlé.

Es gibt zahlreiche weitere Gründe, warum nicht dem Lebensmittelmulti Nr. 1, der immer wieder Grundrechte verletzt, sondern den Betroffenen dieser Geschäftspraktiken das Wort gegeben werden muss. In Polen wurde etwa ein Gewerkschaftsführer unter gesuchten Vorwänden entlassen, in Indien hat Nestlé ein Dauerverbot von Arbeitnehmerversammlungen gerichtlich beantragt, in Nestlé-Fabriken in Kolumbien kam es in den letzten Monaten wiederholt zu Morddrohungen gegen Gewerkschafter durch paramilitärische Gruppen (mehr zu diesen Fällen: www.multiwatch.ch).

Auch die Sekretärin der Unia Jugend Schweiz, Elena Obreschkow, verurteilt, „dass das Menschenrechtsforum Luzern einem Vertreter des ausbeuterischen Wirtschaftsystems, Peter Brabeck, eine Plattform bietet, sich von Kritik reinzuwaschen.“

Sollte Brabeck trotz allem doch sprechen können, ruft die Unia Jugend Schweiz die gesamte Bevölkerung zu Aktionen gegen die PR-Rede von Brabeck auf!
Weitere Informationen können dem offenen Brief entnommen werden.
 :: 5 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Offener Brief an das Menschenrechtsforum Luzern
24.04.2009 21:33  
Offener Brief der Unia Jugend
und der Unia Jugend
Zentralschweiz an das
Menschenrechtsforum Luzern

Bern, 21. April 2009

Kein Platz für Nestlé-Chef Peter Brabeck!

Sehr geehrte Herren Kirchschläger
Sehr geehrte Verantwortliche des Menschenrechtsforums Luzern

Anlässlich des Menschenrechtsforums Luzern 2009 haben Sie Peter Brabeck, Nestlé-Verwaltungsratspräsident, eingeladen, am 6. Mai einen Vortrag zu „Menschenrechte und Wasser“ zu halten. Damit geben Sie einem umstrittenen multinationalen Konzern die Möglichkeit, sich von der massiven Kritik an seiner eschäftspraxis reinzuwaschen. Damit tragen Sie ausserdem dazu bei, dass Wasser als Menschenrecht in weite Ferne rückt. Ausgerechnet der Firma Nestlé, welche in den letzten Jahren immer wieder durch Skandale und Menschenrechtsverletzungen in der gesamten Welt, wie auch in der Schweiz aufgefallen ist, kommt diese Ehre zu.

So hat Nestlé zum Beispiel:
• die globalisierungskritische Gruppe attac Waadt durch die Securitas bespitzeln lassen, als diese an einem Buch über Nestlé gearbeitet hat. Dadurch hat Nestlé in gravierender Weise
Grundrechte wie der Schutz der Privatsphäre verletzt.

• in verschiedenen Ländern wie Kolumbien, Indien oder Polen gewerkschaftliche Rechte missachtet oder versucht, diese zu unterbinden. Gegen Morddrohungen von paramilitärischen
Gruppen gegen Gewerkschafter in Nestlé-Fabriken, wie sie etwa gegen Mitglieder der Gewerkschaft Sinaltrainal in Kolumbien gemacht werden. Das Recht auf Organisations- und Meinungsfreiheit wird dabei in gravierender Weise verletzt.

• als grösster Flaschenwasserproduzent der Welt die Privatisierung von Wasser an vorderster Front vorangetrieben. Durch den Kauf von Konzessionen für die Nutzung von öffentlichen
Quellen, kann Nestlé mit geringsten Kosten Flaschenwasser – wie etwa die Marke „Pure Life“ - herstellen, und es mit hohen Gewinnen an wohlhabende Schichten verkaufen, während
ärmere Bevölkerungsschichten keine Mittel für eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung haben. Immer öfter werden Menschenrechte und Ethik als Feigenblatt von multinationalen Unternehmen gebraucht, um ihr angeschlagenes Image zu reparieren. Solange aber Nestlé wachsenden Profitraten verpflichtet ist, werden auch PR-Kampagnen daran nichts ändern, dass der Respekt vor den Menschen erst an zweiter Stelle steht. Wer seinen Aktionären Gewinn nach Hause bringen muss, der wird den Menschen auch nicht mehr Lohn, billiges Wasser oder mehr gewerkschaftliche Rechte.

Mit der Einladung von Peter Brabeck an das Menschenrechtsforum verhindern Sie somit eine wirkliche Diskussion über Wasser und Menschenrechte welche sich mit den lebensbedrohlichen Problemen der Menschen, und nicht mit den Imageproblemen von Firmen auseinandersetzt.

Die Unia Jugend fordert Sie daher als Verantwortliche des Menschenrechtsforums Luzern dazu auf, Peter Brabeck wieder auszuladen und stattdessen einen Vertreter einer nestlé-kritischen Bürgerrechtsbewegung oder einer NGO einzuladen. Andernfalls sehen wir uns verpflichtet, zu friedfertigem Widerstand gegen den Image-Auftritt aufzurufen.

Freundliche Grüsse
Unia Jugend und Unia Jugend Zentralschweiz


AutorIn: Unia Jugend / Unia Jugend Zentralschweiz | Web:: www.unia.ch/jugend
  Link
24.04.2009 21:48  
Hier noch 2 funktionierende Links:

UNIA
 http://www.unia.ch/news_aktionen.9.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=4296&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=a001e76e2e

HUMAN RIGHTS
 http://www.humanrights.ch/home/de/idart_6859-content.html?zur=79


AutorIn: Ergänzung
  auch ein brabeck
27.04.2009 17:06  
darf das recht der freien meinungsäusserung für sich in anspruch nehmen, ist ja schliesslich ein menschenrecht.


AutorIn: nestor
  brabeck ist ein kommunist
29.04.2009 09:30  
er will jedem menschen 25 liter wasser pro tag geben - gratis!

 http://www.20min.ch/finance/news/story/Wer-ueber-25-Liter-Wasser-braucht--soll-zahlen-21516702


AutorIn: bedürfniswirtschaft
  AUFRUF
30.04.2009 17:23  


AutorIn: Luzernerin
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