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 :: Abschlusscommuniqué zum revolutionären 1.Mai in Bern ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung 02-05-2010 17:12
AutorIn : Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
Im Anschluss an die alljährliche 1.Mai Demonstration in Bern fand wie schon im vergangenen Jahr das revolutionäre 1.Mai-Fest auf dem Vorplatz der Reitschule statt.

(Communiqué zur revolutionären 1.Mai Demonstration in Bern:  http://ch.indymedia.org/de/2010/05/75381.shtml)
Auf dem Vorplatz der Reitschule versammelten sich um die 1000 Personen um an der Feier teilzunehmen.
Es gab mehrere gut besuchte Büchertische und Essensstände, an welchen sich die Leute informieren und bedienen konnten.

Bis Mitternacht sorgten die Bands „Mani Porno“, „Ballast Existenz“, „ProtonProd“ und „NoRMAhl“ für gute Stimmung, im Anschluss liessen die DJ`s „Bud Clyde“ und „Brian Python“ bis in die frühen Morgenstunden Publikum und Plattenteller tanzen.

Dass sich trotz des zeitweise starken Regens, so viele GenossInnen am revolutionären Block und an den anschliessenden Feierlichkeiten beteiligten, werten wir als vollen Erfolg!

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!


Jetzt erst Recht: Kapitalismus überwinden, nicht reformieren!

Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern

 :: 7 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Text zum revolutionären 1.Mai 2010
02.05.2010 17:30  
Die soziale Marktwirtschaft im Normalzustand
Einige Fakten zum „besten aller möglichen Systeme“


Kapitalismus - seit der Krise heisst er ja wieder so. Noch wenige Wochen vor Ausbruch der Wirtschaftskrise galtals ewiggestrigeR linkeR DogmatikerIn und wurde sofort als miesepetrigeR GegnerIn der (sozialen) Marktwirtschaft enttarnt, wer das Kind beim Namen nannte.
Und noch bei Beginn der Krise konnten JournalistInnen und selbst Gewerkschafter wie z.B. Andi Rieger und Paul Rechsteiner dabei beobachtet werden, wie sie immer über sich selbst erschraken, wenn sie das Wort „Kapitalismus“ so ganz ohne den Zusatz „Raubtier“ oder „Turbo“ verwendeten .
Jetzt wird in der Öffentlichkeit jedenfalls wieder vom Kapitalismus geredet. Nur leider viel zu gut! Denn anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie diese Wirtschaftsweise endgültig überwunden werden könnte, gelangt der Grossteil der Bevölkerung mit der Bitte an die entsprechenden wirtschaftlichen und staatlichen Eliten, sie sollen dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder wachse. Im öffentlichen Diskurs stellt sich fast die ganze Welt die Frage, was zu tun sei, damit der Kapitalismus wieder funktioniere wie vor der KriseAber wie war das eigentlich, als der Kapitalismus noch normal funktioniert hat?

Die beste aller möglichen Welten?
Wir erinnern uns zurück: Im Jahre des Herrn 2006, die „Asienkrise“ (1997/98) und die „Dotcomkrise“ (2000) sind längst vorbei und die Finanzkrise hat noch nicht einmal in Amerika begonnen:
Auf der Welt sterben stündlich 1'250 Kleinkinder, weil ihre Eltern nicht an genug Mittel kommen um sich selber und ihre Kinder zu ernähren. In derselben Stunde sterben vier Arten (Pflanzen oder Tiere) aus. In der gleichen Stunde werden 8'000 neue Autos produziert (1).
Täglich sterben weltweit 100'000 Menschen an den Folgen von Hunger, nicht weil es auf der Welt zu wenig Lebensmittel gibt, sondern weil sie sich diese nicht kaufen können. Jährlich sterben rund 15'000'000 Menschen an behandelbaren Infektionskrankheiten (2).Im Jahr 2006 toben auf der Welt 43 „Bewaffnete Konflikte“ und Kriege (3).

Aber wir haben es doch weit gebracht!?
Und hier in der Schweiz, einem der reichsten Länder der Erde, 2006, mitten im Aufschwung: 320'000 Personen gelten offiziell als TieflohnbezügerInnen, 146'000 sind Working Poor, also Menschen, die Vollzeit arbeiten und trotzdem unter dem Existenzminimum leben müssen. 131'532 Personen beziehen Arbeitslosengeld, 1'687 Personen leisten Kurzarbeit. Weit über 200'000 Personen beziehen Sozialhilfe (4). Millionen Menschen müssen täglich ihre Arbeitskraft verkaufen, weil sie kein Privateigentum besitzen, das andere für sie vermehren.
Ihr Lohn reicht gerade zum Leben, was sie sparen, ist staatlich verordnetes Zwangssparen für Notlagen und Alter oder aufgeschobener Konsum; vielleicht reicht es dieses Jahr für zwei Wochen Ferien? Oder für eine neues Auto? Oder doch besser sparen für (noch) schlechtere Zeiten?
Aber „immerhin muss hier niemand verhungern“! Und „in Afrika geht es den Menschen noch schlechter“!
Dass man es dem Schweizer Staat – dem Staat, der hierzulande die Wirtschaftsordnung, welche die einen reich und die anderen arm macht, überhaupt erst einrichtet – hoch anrechnet, dass er die Armen und Alten nicht verhungern lässt, ist doch recht zynisch. Insbesondere wenn man bedenkt, woher das Geld kommt, das in den Staats- und Sozialkassen liegt.
Der ewige Fortbestand der täglichen Zumutungen – sogar in der Hochkonjunktur – zeigt deutlich, dass diese zu diesem System gehören.
Aber der Kapitalismus ist kein Naturgesetz.
Es muss nicht sein, dass „überschüssige“ Lebensmittel vernichtet und Panzer produziert werden, während Kinder verhungern.
Es muss nicht sein, dass hunderttausende Arbeitslose neben gestressten, überstundenleistenden ArbeiterInnen existieren.
Es muss keine Armen und keine Reichen geben.
Es braucht kein ewiges Wirtschaftswachstum, keine Banken, Versicherungen, Nationalstaaten, ArbeitgeberInnen.
Das alles braucht es aber im Kapitalismus.

Wem diese Gründe noch nicht reichen, um endlich ins Lager der AntikapitalistInnen zu wechseln und für eine Welt einzustehen, in der nicht für den Profit der KapitalistInnen, sondern zum Wohle der Menschen produziert wird, den überzeugen vielleicht die ausführlicheren Argumente von Darwin Dante oder Hermann Lueer:

Buchtipps:
Die 5-Stunden-Woche, Darwin Dante
Warum verhungern täglich 100.000 Menschen, Hermann Lueer

(1) Zahlen aus dem Buch: Tatort - Eine Welt, Karl-Albrecht Immel / Klaus Tränkle (Quellen: WHO;UNO;IOMVM)
(2) Zahlen aus dem Buch: Warum verhungern täglich 100.000 Menschen? Hermann Lueer (Quellen: Welthungerhilfe; Ärzte ohne Grenzen).
(3) Pressemitteilung AKUF Uni-Hamburg
(4) Seco 2006, Bundesamt für Statistik (BFS), SKOS


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  Text zum revolutionären 1.Mai 2010
02.05.2010 17:35  
FaschistInnen sind keine AntikapitalistInnen
Auch wenn sie am 1. Mai protestieren

Immer wieder behaupten Faschistinnen und Faschisten antikapitalistisch zu sein. Wenn wir ihre Aussagen mal genauer unter die Lupe nehmen, stellen wir schnell fest, dass ihre Kritik die Grundlagen des Kapitalismus nicht im Geringsten angreift. Die Faschos stören sich bloss an den ausländischen Firmen, welche angeblich den Wohlstand der Nation gefährden und geben den ausländischen Arbeitskräften die Schuld an der Arbeitslosigkeit von Schweizer BürgerInnen.

Das Streben nach einem nationalen Kapitalismus
Mit ihrer Weltanschauung und den daraus gezogenen Schlüssen
streben die Faschistinnen und Faschisten ein kapitalistisches System an, in dem Schweizer Arbeiterinnen und Arbeiter weiterhin ausgebeutet werden, aber nur von Schweizer KapitalistInnen. Die heutige Produktionsweise, die auf dem Eigentum basiert oder gar den Staat stellen sie nie in Frage. Wer den Kapitalismus kritisieren will, kommt nicht daran vorbei, das Eigentum in Frage zu stellen, denn das Eigentum an Produktionsmitteln ist die Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise. Doch was ist eigentlich das Eigentum? Welche Bedeutung hat es für die Produktion? Und welche Folgen hat es für uns Arbeiterinnen und Arbeiter?

Der Staat als Garant des Eigentums
Eigentum ist die rechtliche Verfügungsmacht über Gegenstände, Produktionsmittel, Geld oder sogar immaterielle Dinge. Durch das Rechtssystem, welches das Eigentum schützt, tritt der Staat als Garant des Eigentums auf. Wird nämlich das Eigentum von BürgerInnen beschnitten, greift der Staat ein. Dabei ist es für den Staat nicht einmal nötig immer auf der Hut zu sein und das Eigentum der Menschen zu verteidigen, denn die Menschen haben das Recht auf Eigentum verinnerlicht und passen gegenseitig auf, dass keiner das Eigentumsrecht des andern verletzt.

Eigentum als Grundlage für die kapitalistische Produktion
Die kapitalistische Produktionsweise basiert auf dem Eigentumsrecht. Die KapitalistInnen sind EigentümerInnen ihrer Produktionsmittel, und somit auch EigentümerInnen der Ware, die von ArbeiterInnen hergestellt wird. Das Eigentum macht es den KapitalistInnen dann auch möglich, die Ware zu verkaufen. Sie übergeben das Eigentum an der Ware gegen Geld der Käuferschaft. Der/die KapitalistIn kann aus der Produktion Profit schlagen. Dieser Profit ist unbedingt notwendig um den Produktionskreislauf aufrecht zu erhalten. Der Profit wird wieder investiert um noch mehr Ware zu produzieren und zu verkaufen. Es wird eine Quelle geschaffen, bei der Geld zu mehr Geld wird: zu Kapital.

Die Folgen für Arbeiter und Arbeiterinnen
Für die meisten KäuferInnen der Ware hat das Eigentum nicht mehr die gleiche Bedeutung, denn die Ware bringt ihm/ihr neben dem praktischen Nutzen keinen weiteren. Die Waren, die sich ein/e ArbeiterIn leisten kann, dienen nicht zur Produktion, sondern zum Konsum und somit auch nicht zur Vermehrung des Eigentums.Die Tatsache, dass die KapitalistInnen EigentümerInnen der Produktionsmittel sind bedeutet auch, dass die ArbeiterInnen, welche die Ware ja herstellen und damit erst den Profit ermöglichen, nicht über die Produkte oder den damit erzielten Gewinn verfügen können. Das Eigentum schliesst sie eben gerade vom Profit aus. Für die meisten Menschen, nämlich für all diejenigen, die kein Eigentum an Produktionsmittelnbesitzen, bedeutet dies, dass sie nichts anderes haben als ihre eigene Arbeitskraft um auf legalem Weg an Geld zu kommen. Es bleibt ihnen nichts anderes als ihre Arbeitskraft an eine/n KapitalistIn zu verkaufen, um sich vom Lohn ihr Leben zu sichern.

Es gibt nur eine Lösung!
Solange alle nützlichen Dinge nach dieser Produktionsweise hergestellt werden, wird sich an der grundlegenden Situation von uns ArbeiterInnen nichts ändern. Auch dann nicht, wenn wir nur noch von Schweizer Kapitalisten ausgebeutet werden. Und auch wenn AusländerInnen vom Schweizer Arbeitsmarkt ausgeschlossen würden, wie es die Faschos fordern, würde das nichts an den Ausbeutungs- und Eigentumsverhältnissen ändern. Für die grundlegende Änderung der Situation von uns ArbeiterInnen gibt es nur eine Lösung. Stürzen wir den Kapitalismus!


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  Text zum revolutionären 1.Mai 2010
02.05.2010 22:22  
Lohnarbeit überwinden, nicht „gerechter“ machen
Über die falschen Forderungen der Systemlinken


In Zeiten der Krise scheinen alle zu merken, dass mit unserem System etwas nicht stimmt. Von links bis rechts wird nach Reformen geschrien, Reformen welche den Kapitalismus wieder zu einem „funktionierenden, menschenfreundlichen und fairen“ System machen sollen.
Doch was soll reformiert werden und wo brächten uns diese Reformen hin? Könnte esüberhaupt einen menschlichen Kapitalismus geben?


Linke Reformen und Forderungen

„Arbeit, Lohn und Rente statt Profit und Gier“, so lautet die diesjährige Forderung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zum 1.Mai. Derweil lancieren linke Parteien die sogenannte 1:12 Initiative, welche vorsieht, dass niemand in einem Jahr weniger verdient als der bestbezahlte Manager im gleichen Unternehmen in einem Monat. Sprich: der höchste Lohn maximal das Zwölffache des geringsten beträgt.
Auffallend ist, dass sich die Linke offenbar nicht einmal mehr zum Ziel gesetzt hat die Bedingungen der Lohnabhängigen zu verbessern. Bei der 1:12 Initiative geht es nicht mehr darum bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, sondern nur noch um „Gerechtigkeit“. Es geht nämlich keinem Lohnabhängigen besser, wenn der Manager weniger verdient. Ihre Kritik am Profitdenken in einem System, welches als höchstes Ziel die Profitmaximierung hat, ist absurd. Die viel genannte Gier (z.B. der Manager) ist die logische Konsequenz des Zwanges, den Gewinn zu maximieren.. Die Unternehmen müssen nach Profitmaximierung wirtschaften um überhaupt konkurrenzfähig zu sein. Dies gilt ausnahmslos, auch beispielsweise in der Kategorie von Bio- und Fairtrade-Produkten.


Kritik an der Lohnarbeit heisst Kritik am System

Doch warum verrichten wir Lohnarbeit? Wir, die Lohnabhängigen, sind im Kapitalismus gezwungen, unsere Arbeitskraft zu verkaufen um unser Überleben zu sichern. Dies bedeutet, dass wir über Jahrzehnte meistunliebsame, langwierige, gesundheitsschädigende und zeitraubende Arbeiten verrichten müssen um unsere Miete und Steuern zu bezahlen, Essen und Kleider zu kaufen und unsere Rechnungen zu begleichen. Im besten Fall können wir dann noch einige Wochen in die Ferien fahren.
Der Arbeiter erhält vom Kapitalisten nicht den Wert der Ware die er herstellt, sondern nur den Lohn für seine zur Verfügung gestellte Arbeitskraft. Der Kapitalist behält den Mehrwert. Daher ist es absurd, eine „gerechte“ Lohnarbeit zu fordern, denn im Kapitalismus ist es notwendig, diejenigen auszubeuten, welche Lohnarbeit verrichten.
Dies soll bedeuten, dass jegliche Kämpfe um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Lohnabhängigen nur ein Tropfen auf den heissen Stein sind. Am grundsätzlichen Mechanismus ändert sich jedoch nichts. Wir, die Lohnabhängigen, werden durch solche Initiativen und Forderungen nie von unserer misslichen Lage befreit. Weil die Gründe für unser Elend weiterhin bestehen. Um unsere Situation tatsächlich besser zu gestalten, braucht es eine revolutionäre, antikapitalistische Veränderung: eine Wirtschaft ohne Lohnarbeit und Profit, eine Wirtschaft, in der es um die Bedürfnisse von uns allen geht.


Revolution, nicht Reform

Wir Antikapitalisten fordern jedoch nichts vom Staat, warum auch? Warum sollten wir an die andere Seite der Barrikade Forderungen stellen? Wir kämpfen für eine selbstbestimmte und solidarische Welt, für eine Wirtschaft die allendient, fernab von Herrschaft, Lohnarbeit und Profit.
Um die Situation von uns Lohnabhängigen tatsächlich zu verändern, so dass wir nicht mehr lohnabhängig sind, brauchen wir eine revolutionäre Veränderung, ein neues Wirtschaftssystem.
In einer Bedarfswirtschaft ist es nicht mehr nötig Menschen auszubeuten, es kann auch keine Wirtschafts- oder Finanzkrise geben. Viele Produkte, welche in unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem produziert werden (z.B. konkurrierende Produkte) und viele Dienstleistungen (z.B. Banken, Versicherungen etc…) welche heute abertausende Menschen beschäftigen, wären überflüssig.
Der Mensch hätte viel mehr Zeit für sich, seine Familie und Träume, und zwar ohne Abstriche am Lebensstandard. Studien gehen seit Jahrzehnten von max. fünf Stunden Arbeit pro Woche und Person aus*. Und produziert wird das, was wir wirklich brauchen und wollen!


Nie mehr Arbeit, nie mehr Lohn – Sabotage Rebellion!

Revolutionärer 1.Mai 2010, Kapitalismus überwinden, nicht reformieren!


*Darwin Dante, 5 Stunden sind genug, Maneck Mainhatten Verlag, Deutsch, 1.Ausgabe März 1992


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  Text zum revolutionären 1.Mai 2010
02.05.2010 22:29  
Wer nimmt da wem was weg?
Über Lohnarbeit und Rassismus

Immer wieder kommt es vor, dass AusländerInnen in Bezug auf die, vom Bürger ach so geliebte Lohnarbeit mit rassistischen Vorwürfen konfrontiert werden…

„AusländerInnen nehmen unsere Arbeitsplätze weg.“,
„AusländerInnen verursachen Lohndumping.“,
„AusländerInnen arbeiten nicht und liegen uns auf der Tasche.“, …

… um einige Beispiele zu nennen. Nicht selten führen solche Vorwürfe zu persönlichen Anfeindungen und Hetzereien am Arbeitsplatz und anderswo.
Schauen wir die Vorwürfe genauer an, stellen wir schnell fest, dass sie nicht stimmen und auf ein nationalistisches Gedankengut zurückzuführen sind.


„AusländerInnen nehmen uns die Arbeitsplätze weg.“

Wer mit diesem Vorwurf auftritt, steht auf dem Standpunkt, dass ein Arbeitsplatz etwas ist, das einem zugeschrieben sei. Dies gar auf Grund der Zugehörigkeit zu einer Nation. Doch ist ein Arbeitsplatz viel mehr das, was ein/e KapitalistIn schaffen muss um aus seinem/ihrem Eigentum mehr Eigentum zu machen. Der/die LohnarbeiterIn ist der produktive Faktor, welcher in der Produktion eingesetzt wird. Braucht der/die KapitalistIn also ArbeiterInnen, so stellt er sie ein. Braucht er sie nicht (mehr), so entlässt er sie oder stellt keine/n ein. KapitalistInnen sind die einzigen, die entscheiden, ob und wer einen Arbeitsplatz bekommt oder verliert.


„Die AusländerInnen verursachen Lohndumping.“

Wie oben aufgeführt, ist der/die LohnarbeiterIn der produktive Faktor in der Produktion.
Und weil die ArbeiterInnen bzw. ihre Arbeitskraft für den Kapitalisten (Lohn)Kosten sind, will er sie möglichst gering halten. Immerzu versucht er die Lohnkosten zu senken und jemanden zu finden, der für weniger Lohn die verlangte Arbeit leistet. Wer also behauptet AusländerInnen würden Lohndumping verursachen, sieht davon ab, dass die KapitalistInnen die sind, welche die Lohnkosten immerzu senken um so ihren Profit zu steigern um auf dem Markt konkurrenzfähig zu sein.


„AusländerInnen arbeiten nicht und liegen uns auf der Tasche.“

Wer das sagt, hat ein ganz schön ausgeprägtes nationales Bewusstsein. Hat ein/e AusländerIn, aus welchen Gründen auch immer, keinen Arbeitsplatz, stört sich die zitierte Person ungeheuer daran, weil er/sie Sozialgelder bezieht. Arbeitet jedoch jemand nicht, der dem selben nationalen Kollektiv angehört wie sie, geht das in Ordnung.
Dieses tief nationalistische Gedankengut ist weit verbreitet und AusländerInnen bekommen es zu spüren.
Dabei müsste sich jeder nur ein paar Gedanken über die herrschenden Verhältnisse machen um zu merken, wer in diesem System wie und mit welchen Mitteln den Leuten das Leben schwer macht.


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  Bilder vom Revolutionären 1.Mai Fest 2010
02.05.2010 23:04  
Bilder vom Revolutionären 1.Mai Fest 2010


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  Bilder vom Revolutionären 1.Mai Fest 2010
02.05.2010 23:05  
Bilder vom Revolutionären 1.Mai Fest 2010


AutorIn: Revolutionäres 1.Mai Bündnis Bern
  riots in basel
03.05.2010 11:18  


AutorIn: riot
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. hnm — mhh
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