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Am Konzert verhaftet
Polizei rasiert 65 Punks den Kamm ab
BANDA ACEH - Sie feierten, wollten ihre Musik hören. Ein Punk-Konzert endet in der indonesischen Provinz abrupt. Die Polizei nimmt ihren Auftrag «der Jugend Moral beibringen» zu ernst.
Die Punks in der indonesischen Provinz Banda Aceh haben es nicht leicht. Am Konzert letzten Samstag artet der Generationen-Kampf aus. Die Polizei rasiert ihnen die Köpfe kahl, nimmt ihnen die Piercings raus.
65 Punks mussten die «Demütigung» über sich ergehen lassen. Und es geht noch weiter: Die Punks müssen ihre «ekligen» Kleider wechseln. Der lokale Polizeichef Iskandar Hasan überreicht ihnen auch gleich eine Zahnbürste: «Benutzt sie!»
Ausserdem werfen die Polizisten die Jugendlichen in den Pool. Das sei wichtig für die «spirituelle Reinigung», erzählt Hasan laut «The Guardian».
Dutzende der Punks werden nach dem Konzert in einen Transporter verfrachtet und die Haftanstalt gebracht. Dort sind sie für mindestens zehn Tage gefangen.
«Warum? Warum mein Haar?»
«Warum? Warum mein Haar?», jammert der 20-jährige Punk Fauzan und zeigt dabei auf seinen glattrasierten Kopf. Die Punk-Rocker beschweren sich seit Monaten über das ruppige Verhalten der Polizei. «Wir haben niemanden verletzt. Warum behandeln sie uns wie Verbrecher?»
«Wir foltern niemanden», beteuert Hasan. «Wir verletzten keine Menschenrechte, wir versuchen nur, die Punks wieder auf den richtigen moralischen Weg zu bringen.» (kgq)
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