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open publishingdas open publishing als form des direkten zugriffs bricht die grenze zwischen konsumentInnen und produzentInnen; jedeR empfängerIn wird in einem kleinen medium wie diesem auch zur/m potenziellen senderIn. jedeR darf und soll sein gesellschaftliches (mit)sprache- und (mit)gestaltungsrecht wahrnehmen und dadurch effektiv zu emanzipatorischen veränderungsprozessen beitragen.
indymedia ist damit immer auch teil der bewegung, von der es berichtet.
INDYMEDIA BIST DU!die informationen auf indymedia stammen vor allem von direktbetroffenen aktivistInnen. durch das open publishing soll jedeR die möglichkeit erhalten, seinen bericht, ihr tondokument, seine fotos und ihr video von ereignissen oder zu hintergründen zu veröffentlichen: "dies ist die aktion, demo etc., so wie ich sie gesehen und miterlebt habe". durch deine publikation trägst du als berichtendeR aktivistIn zu indymedia bei: du wirst zum/r medienaktivistIn. auf diese weise soll verhindert werden, dass es solche gibt, welche die geschichte schreiben und andere, über welche die geschichte geschrieben wird: du sollst deine geschichte selber schreiben können! es soll ein informationspool "von allen für alle" geschaffen werden. open publishing bedeutet also auch, dass alle beiträge nach ihrer publikation im newswire von indymedia erscheinen - ohne, dass sie vorher in irgendeiner form überprüft wurden.
die artikel in der mittelspalte werden von lokalen kollektiven gemacht, die über mailinglisten miteinander vernetzt sind. falls es über ein ereignis oder ein thema viele open postings gibt, werden diese in einem feature miteinander verlinkt und so in einen kontext eingebunden. wenn du interesse hast, uns zu unterstützen und ebenfalls bei einer lokalen indymedia gruppe mitzumachen, melde dich doch bei einem kollektiv in deiner region oder bei switzerland-de@indymedia.org.nospam (".nospam" entfernen, um mail zu senden).
DREI SPRACHEN, EIN PROJEKTindymedia.ch besteht seit ende dezember 2002 aus drei teilseiten, welche für die jeweiligen sprachregionen (deutsch, französisch und italienisch bzw. deutschschweiz, romandie und tessin) stehen. Auf diese weise wird mehr raum für lokale nachrichten geboten und die dominanz der deutschen artikel relativiert. die drei teilseiten sollen sich jedoch aufeinander beziehen und die unterschiedlichen sprachen nicht als barriere wirken, sondern ein ausdruck der vielfalt sein. somit sind wir für jede übersetzung dankbar und fordern dazu auf, dass indymedia-benutzerInnen, welche die fähigkeit besitzen, nach möglichkeit, lust und laune interessante und/oder überregionale artikel in die jeweiligen anderen sprachen übersetzen und dort publizieren. der wille zu einem gemeinsamen projekt manifestiert sich auch in der "alle"-spracheinstellung, mit welcher artikel und features aller sprachen im jeweiligen seitenlayout einsehbar sind. ZENSUR vs. FREE SPEECHda wir indymedia als hierarchiefreies medium verstehen, das den "graswurzel-gedanken" beinhaltet, lehnen wir die zensur als solches grundsätzlich ab. diese ist ein machtmittel, welches hierarchien herausbildet, der unterdrückung dient und zudem realitäten verfälscht. demgegenüber steht die tatsache, dass einige postings gesellschaftliche minderheiten diskriminieren und beleidigen können. wir wollen aber, dass auch diese menschen indymedia lesen können. daher werden postings mit sexistischen, rassistischen, antisemitischen, homophoben oder sonstwie menschenverachtenden inhalten (so schnell wie möglich) in den trash/zensurkübel verbannt. es wäre wünschenswert, wenn auf solche beiträge zudem inhaltlich reagiert würde. die lokalen kollektive haben sich vorgenommen, dies mit einem regelmässigen rückblick zu tun. ebenfalls entfernt werden doppelte, spam- und cross-postings. eine kontrolle der beiträge aufgrund juristischer kriterien findet jedoch nicht statt. jedeR autorIn ist für seine postings selbst verantwortlich. auseinandersetzungen sollen kollektiv geführt werden. COPYLEFTalle beiträge, die auf indymedia gepostet sind, unterstehen einer art copyleft: das urheberrecht bleibt zwar bei den autorInnen, das nutzungsrecht ist jedoch öffentlich und frei. Die artikel dürfen und sollen kopiert, weiterverwendet und weiterkommuniziert werden. eine reprivatisierung durch publikation in kommerziellen medien oder auf anderem weg ist ausgeschlossen. KEINE KONKURRENZes gibt zahlreiche linke internet- und informations-projekte, die gute terminkalenderseiten anbieten und neuigkeiten publizieren, gruppen die möglichkeit zur selbstdarstellung bieten oder linke zeitschriften archivieren. indymedia will keine konkurrenz zu diesen projekten sein. der ansatz von indymedia ist ein anderer: indymedia besteht nicht aus einer politischen redaktion, sondern aus den sich daran beteiligenden menschen und deren bewegungen. dazu zählen sich auch wir; eines der lokalen indymedia-kollektive. die politik von indymedia besteht darin, als teil einer allgemeinen, radikalen gesellschaftlichen befreiung eine emanzipatorische nutzung von medien zu fördern.
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