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 :: AUFRUF UND AKTIONSPLATTFORM,2001 ::
08-01-2003 18:04
AutorIn :
[Anm.: Als Teil der kleinen Chronologie wider das WEF auf  http://www.indymedia.ch:8081/de/2003/01/2630.shtml publiziert.]

AUFRUF UND AKTIONSPLATTFORM ZUR DEMONSTRATION UND DEN AKTIONEN GEGEN DAS WORLD ECONOMIC FORUM 25. - 30. JANUAR 2001
ZUR DEMONSTRATION UND DEN AKTIONEN GEGEN DAS WORLD ECONOMIC FORUM 25. - 30. JANUAR 2001

Zum 31. Mal treffen sich im Januar 2001 rund 2000 selbsternannte "Global Leaders" aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur im idyllisch gelegenen Davos in den Schweizer Alpen. Die Rahmenbedingungen des Jahrestreffen des WEF haben sich in den letzten Jahren jedoch stark verändert. Der vielgepriesene "Geist von Davos" - die für die elitären Machteliten so einzigartige Atmosphäre im ruhigen Schweizer Hinterland - ist ins Taumeln geraten. Kritikerinnen der vom WEF vertretenen neoliberalen Wirtschaftspolitik haben in den letzten Jahren mit Demonstrationen und Aktionen die sonst so selbstsicheren "Global Leaders" verunsichert. Während das WEF Jahrestreffen von 1996 noch unter dem Motto "Strengthening Globalisation" (die Globalisierung stärken) stand, kreierte die WEF-Leitung drei Jahre später bereits den Slogan "Responsible Globality" (verantwortungsvolle Globalität). Seither wird in Davos vermehrt von der sozialen Verantwortung der Konzerne gesprochen. Doch lassen wir uns von der neuen Rhetorik der Spitzenmanager und deren Politikerinnen nicht täuschen. Das World Economic Forum dient nach wie vor ausschliesslich dem Ziel, die Voraussetzungen für eine Profitmaximierung der am WEF beteiligten Firmen zu schaffen.
Nicht nur in Davos gerät das WEF zunehmend ins Schussfeld einer wachsenden international vernetzten Bewegung, auch beim asiatisch-pazifischen WEF-Treffen in Melbourne im September 2000 gelang es einer breiten Bewegung das WEF Treffen erfolgreich zu behindern (siehe Rückseite). Mit der Mobilisierung im Januar 2001 nach Davos wollen wir an die Proteste gegen das WEF in Melbourne und die in den letzten Jahren immer populäreren Demonstrationen in Davos anknüpfen. Mit einer internationalen Grossdemonstration am 27. Januar 2001 in Davos soll die unversöhnliche Haltung einer wachsenden internationalen Bewegung gegenüber den menschenverachtenden Machenschaften des WEF zum Ausdruck gebracht werden.




Aktionsplattform gegen das World Economic Forum (WEF)

Im Hinblick auf das auch 2001 stattfindende World Economic Forum (WEF) in Davos und mit Rückblick auf die diesjährige entschlossene Grossdemonstration in Davos gegen das WEF wenden wir, die AntiWTO-Koordination Schweiz, uns an euch. Wir suchen den Kontakt zu Gruppierungen, die ebenfalls Widerstand gegen den menschen- und umweltfeindlichen neoliberalen Globalkapitalismus entwickeln. Auf der Basis der folgenden drei Punkte wollen wir uns mit anderen Gruppen (aus der Schweiz und anderen Ländern) zu einem Aktionsbündnis zusammenfinden und uns in den verschiedenen Formen des Widerstandes gegen das WEF aufeinander beziehen.


1. Wir lehnen alle Herrschafts- und Diskriminierungsformen und -systeme ab.
Weil wir in unserem Alltag gegen Kapitalismus, Rassismus, Patriarchat, Autoritarismus, Nationalismus, Homophobie, Antisemitismus... kämpfen, mobilisieren wir heute gegen das WEF Im Bewusstsein, dass wir Teil der herrschenden Widersprüche sind, haben wir dennoch den Anspruch, in unseren Zusammenhängen keine dieser Unterdrückungs- und Diskriminierungsformen zuzulassen. Wir sind der Meinung, dass Diskussionen zu Patriarchat, Rassismus, Antisemitismus u.a. laufend zu führen sind.

2. Wir lehnen das WEF klar ab und sprechen ihm jegliche Legitimation ab.
Das WEF ist mit dem organisierten Zusammenkommen von "Global Leaders" Triebfeder in der Entwicklung und Festigung der Neuen Weltordnung. Deshalb wollen wir das WEF abschaffen.

3. Wir nehmen eine konfrontative Haltung gegenüber dem WEF ein, die den Dialog mit dem WEF und jegliche Lobbyarbeit ausschliesst.
Wir wollen dem WEF keine Möglichkeit bieten, sich im Blitzlicht der Medien mit einer vordergründigen "Dialogbereitschaft mit der Zivilgesellschaft" als offen und friedensstiftend zu präsentieren. Der von den Mächtigen diktierte Dialog dient nur dem Vertuschen von Kritik. Wir sind der Meinung, dass es hier darum gehen muss, über eine breite Basismobilisierung eine Gegenkraft zu entwickeln. Gegen das alles durchdringende neoliberale Denken wollen wir andere gesellschaftliche Modelle wieder denk- und umsetzbar machen.

DER WIDERSTAND GEGEN DAS WORLD ECONOMIC FORUM

In Davos fanden 1994 auf Initiative von Leuten aus der Chiapas-Solidaritätsbewegung und von Aktivistinnen aus linksradikalen und feministischen Zusammenhängen eine erste Demonstration gegen das WEF und eine Protestkundgebung von türkisch-kurdischen Gruppierungen statt. 1998 knüpfte das Aktionsbündnis "Freiheit für Patricio Ortiz" an die Demonstration von 1994 an und mobilisierte zusammen mit antirassistischen und anti-sexistischen Gruppen, dem Kurdistan-Zentrum und der Anti-WTO-Koordination zum zweiten Mal nach Davos. In den folgenden zwei Jahren kam es auf Initiative der Anti-WTO-Koordination wieder zu Demonstrationen in Davos. Diesen vorangegangen waren jeweils vielfältige Kampagnen, um eine breite Öffentlichkeit über die Machenschaften und die Bedeutung des WEF zu informieren.
Letztes Jahr lancierte die Erklärung von Bern zusammen mit anderen NGO's das "Public Eye an Davos"; ein Projekt, das vom WEF eine grössere Beteiligung von kritischen NGO Stimmen und mehr Transparenz forderte. Nächstes Jahr will das "Public Eye an Davos" während dem WEF-Treffen einen Gegenkongress in Davos organisieren.
Mit den Mobilisierungen der letzten Jahre ist es gelungen, das WEF in eine kritische Öffentlichkeit zu zerren und den angeblich friedfertigen Geist von Davos zu demaskieren. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch das Aufkommen einer weltweit vernetzten Widerstandsbewegung von basispolitischen Gruppen. Dieses Netzwerk hat sich u.a. in den weltweiten Protesten gegen die WTO-Ministerkonferenz in Genf im Mai 98, gegen den Weltwirtschaftsgipfel in Köln 99, sowie in den Aktionen gegen die WTO-Ministerkonferenz in Seattle ausgedrückt.


DAS WORLD ECONOMIC FORUM (WEF)


Das WEF wird massgeblich von den wirtschaftlichen und politischen Eliten des Nordens getragen. Es wird gesponsert und getragen von den weltweit grössten transnationalen Unternehmungen, wie beispielsweise IBM, BP Amoco, Coca Cola, ABB, Nestlé, DuPont, America Online, Deutsche Bank, etc. Sie sind mit ihren Weltwirtschaftskonzepten direkt oder indirekt verantwortlich für Kriege, Elend, Vertreibung und Hunger. Ihre Wirtschaftskonzepte beruhen ganz wesentlich auf der Gratis- und Niedrigstlohnarbeit der skrupellos ausgebeuteten Menschen im Süden, von MigrantInnen hier bei uns und von Frauen auf der ganzen Welt. Diese Konzepte führen zu einer systematischen Verarmung weiter Bevölkerungsteile und der Zerschlagung von bisher noch funktionierenden sozialen Strukturen. Unsichtbar gemacht bezahlen immer mehr Menschen das Spiel der männlichen, weissen Managementelite um Macht und Geld mit Unterernährung, Entrechtung; Illegalisierung, schlechter Gesundheit und mangelndem Zugang zu Bildung.
In Ergänzung zu Kongressen und Treffen von Ministern und Funktionären im Rahmen der WTO, IWF und Weltbank ist das WEF ein informelles Zusammenkommen von Wirtschaftslobby und Politmanagement. Dort schmieden diese selbsternannten "Global Leaders" Pläne für die Zukunft der Welt und fällen weitreichende Entscheide über die Köpfe der betroffenen Menschen hinweg. Was medial als der "Geist von Davos" inszeniert wird, besteht in Wirklichkeit aus politischen und wirtschaftlichen Absprachen und milliardenschweren Grossdeals. So wurden in Davos beispielsweise die Uruguay-Runde des GATT, aus der später die WTO entstand, wie auch das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA lanciert.
Neben dem WEF-Jahrestreffen in Davos gibt es verschiedene regionale jährliche WEF-Summits, so zum Beispiel der Southern Africa Economic Summit in Durban, der Central and Eastern European Economic Summit in Salzburg, der Asia Pacific Economic Summit in Melbourne, der India Economic Summit in New Delhi sowie der Middle East/North Africa Economic Summit.


AUSBLICK

Wir verstehen unseren Widerstand in Davos als Teil des weltweiten Widerstandes gegen das gewalttätige Wirtschaftssystem und alle Institutionen wie WTO, IWF und Weltbank, die es vertreten und weiterentwickeln. Überall auf der Welt nehmen immer mehr Menschen ihre durch diese Wirtschaftspolitik verschlechterten Lebensbedingungen nicht mehr hin und leisten Widerstand. Die Kongresse der "Wirtschafts- und Politmanager" müssen daher von massiven Polizei- und Militärmassnahmen begleitet werden. Diese Repression ist die Antwort auf eine Kritik, die sich weder integrieren lässt, noch der Imagepflege der Mächtigen dient.
Wir suchen mit diesem Papier eine Diskussion, die zu einem gleichgewichtigen Zusammenwirken der Kräfte führt, in dem verschiedene Widerstandsformen vorkommen können. Ziel ist es, als Einzelne und als Gruppen gestärkt aus diesem Prozess hervorzukommen und kontinuierlich Widerstand zu entwickeln.

Anti-WTO-Koordination Schweiz, Juli 2000



DIE ANTI-WTO-KOORDINATION WURDE 1998 VON LEUTEN AUS VERSCHIEDENEN SCHWEIZER STÄDTEN GEBILDET. DAS ZIEL DER GRUPPE IST, MIT VIELFÄLTIGEN AKTIVITÄTEN DIE GEWALTTÄTIGEN, UNSOZIALEN AUSWIRKUNGEN EINER WTO-POLITIK AUF DEN ALLTAG VON MILLIONEN VON MENSCHEN IN ALLEN TEILEN DER WELT ZU DENUNZIEREN UND ALS TEIL EINER AUTONOMEN BEWEGUNG WIDERSTAND DAZU ZU ENTWICKELN.




WEF TREFFEN IN MELBOURNE BLOCKIERT
Das Asiatisch-Pazifische Treffen des WEF im australischen Melbourne vom 11. - 14. September 2000 wird den ForumsteilnehmerInnen in schlechter Erinnerung bleiben. Mit einer massiven Mobilisierung blockierten tausende DemonstrantInnen während der gesamten Dauer des Treffens die Zufahrtswege zum Konferenzgebäude. Mehr als die Hälfte der KongressteilnehmerInnen mussten auf die Eröffnungsveranstaltung verzichten. Zweihundert von ihnen schafften es am ersten Tag nie, ins Crown Casino einzutreten. Nach dieser Blamage drohten etliche WEF-Teilnehmerinnen mit der Abreise, falls sich die Sicherheitsvorkehrungen der australischen Polizei nicht "verbessern" würden. Am zweiten Tag ging die Polizei denn auch mit brutaler Gewalt gegen die blockierenden DemonstrantInnen vor. Berittene Polizisten knüppelten den Weg frei, um die Manager und Politikerinnen vom WEF in Bussen zum Crown Casino zu bringen. Trotz vielen verletzten DemonstrantInnen wurden die Blockaden aufrechterhalten. Am 12. September beteiligten sich über 10000 Personen an einer Demonstration gegen das WEF
Möglich wurden diese Proteste, die als die grössten in -Australien seit der Bewegung gegen den Vietnamkrieg gelten, durch die Zusammenarbeit einer breiten Allianz von anarchistischen, ökologischen und feministischen Gruppierungen, StudentInnen, Aboriginal Organisationen, linken Parteien und einzelnen Gewerkschaftssektionen. Über viele Monate wurde in ganz Australien für S11 (11. September) nach Melbourne mobilisiert. Nach dem grossen Erfolg der Proteste wollen die verschiedenen Gruppierungen nun die S11 Allianz weiter aufrecht erhalten.


MEHR INFOS ZUR MOBILISIERUNG GEGEN DAS JAHRESTREFFEN DES WORLD ECONOMIC FORUM GIBT ES UNTER FOLGENDEN ADRESSEN:
ANTI-WTO-KOORDINATION, PF 7611, 3001 BERN, SCHWEIZ
HOMEPAGE (AB CA. MITTE OKTOBER): WWW.UNDER.CH
EMAIL.  ANTI-WTO@REITSCHULE.CH

WER SICH AN DER MOBILISIERUNG AKTIV BETEILIGEN WILL, KANN SICH IN DIE MAILINGLISTE EINTRAGEN: EIN LEERES MAIL SCHICKEN AN:  ANTIWEFINFO-SUBSCRIBE@EGROUPS.DE

HOMEPAGE ZU S11 IN MELBOURNE: WWW.S11.ORG



Richard Court, der konservative Ministerpräsident des Bundesstaates Westaustralien musste am S11 Aktionstag - umringt von Tausenden Demonstrantinnen - mehrere Stunden in seinem Auto ausharren.

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