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Augenzeugenbericht: Am Morgen nahmen rund 8000 Leute am 1. Mai Umzug in Zürich teil. In der Mitte des Umzugs formierte sich ein lautstrarker revolutionärer Block (ca 900 Leute). Am Bürkliplz angekommen machten die Aktivisten des revol. Bündnis einen autonomen Stand auf an dem sie Essen und Trinken verkauften. Anschliessend formierte sich die Nachdemo von rund 600 Demonstranten und mit der Zeit kamen viele Sympatisanten dazu. Die Bullen riegelten die Bhf. Strasse völlig ab. Des revolutionäre Bündnis rief zur deeskalation auf. "Wir wollen keinen ziellosen und sinnlosen Kravall. Wenn uns die Bullen jedoch hindern unsere polit. Meinung auf die Strasse zu tragen werden wir uns zu wehren wissen. Doch nicht hier, nebenan findet ein kleines Fest statt auf das wir rücksicht nehmen. Schlagt keine Schaufenster ein und schmeisst keine Steine, wir halten hier eine Kundgebung ab und wollen nicht das es eskaliert" liesen sie verlauten. Inzwischen sammelten sich rund 1000 Gaffer und unpolit. Hools. Nach ca 2h gegenüberstehen beendete das revolutionäre Bündnis die Nachdemo. "Wir ziehen nun friedlich zum revolutionären 1. Mai fest" wurde über Mega und Soundanlage vermittelt. Kaum am Bellevue angekommen, fiengen die Bullen an zu schroten. Die Organisieren Leute riefen nochmals zur deeskalation auf und zogen sich beim Stadelhofen zurück. Darauf randalieren noch einge Punks und Kids. Es kam anschliessend in der S3 zu 77 festnahmen (die Bullen stoppten den Zug). Vermummte Zivis mit knüppeln und stahlruten bewaffnet griffen zuvor einige Leute aus der Demo. Am abend fand ein gemütliches revolutionäres 1. Mai fest statt. Die Organisatoren haben einmal mehr bewiesen, das sie eine militante polit. Meinung auf die strasse tragen wollen und nicht einfach Kravall geil finden. Die Nachdemo war wie das Bündnis sehr durchmischt. Kommis, Anarchos, Autonome etc.
Presseerklärung 1. Mai Zürich
Am 1. Mai nahmen in Basel ca. 4000 und in Zürich ca. 7000 Menschen teil. Die lokalen revolutionären Bündnisse von Basel und Zürich, welche bereits zu den Demos gegen den imperialistischen Krieg mobilisierten, hatten zu revolutionären Blocks in Basel und Zürich aufgerufen. Damit brachten wir zum Ausdruck, dass wir in einer von Krise und Krieg geprägten Situation eine Kontinuität sehen zwischen der Mobilisierung gegen den Krieg über den 1. Mai bis zum G8 Gipfeltreffen in Evian.
Am revolutionären Block in Basel haben sich gut 400 Personen beteiligt und haben nach den Reden am Markplatz weiter demonstriert und einen selbstgebastelten Panzer als Symbol des Imperialismus und Militarismus verbrannt.
Am revolutionären Block in Zürich nahmen 1500 bis 2000 Personen teil. Nach den offiziellen Reden am Bürkliplatz formierte sich der Nachdemonstrationszug, zu welchem das revolutionäre Bündnis aufgerufen hatte. Das Ziel des Demozuges war die schweizerisch-amerikanische Handelskammer am Talacker. Die Polizei riegelte die Bahnhofstrasse auf der Höhe des Heimatwerkes hermetisch ab. Die Provokation fruchtete nicht: Der Demozug blieb stehen und forderte in Reden und Parolen den freien Durchgang zur Handelskammer. Über zwei Stunden lang standen sich Demo und Polizei gegenüber. Diese Zeit wurde von uns zu einer politischen Kundgebung genutzt, womit die diesjährige Nachdemo die längste der letzten Jahre war. Zahlreiche Personen stellten sich hinter die Polizei auf, sodass diese sich genötigt sah, einen zweiten Kordon aufzubauen. Es war eine gute und kämpferische Stimmung. Vorne mit dabei waren unter anderem sog. "Secondos", von denen die bürgerliche Presse bis anhin immer behauptet hatte, sie seien auf unpolitischen Krawall in den Stadtkreisen 4 und 5 aus. Kurz nach 16.00 h Uhr bewegte sich der Demozug zum Bellevue. Erst jetzt wurde sichtbar, dass offensichtlich ca. 2000 Personen an der Nachdemo hatten teilnehmen wollen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen schoss die Polizei in die abziehende Menge. Nachdem die Nachdemo auf dem Stadelhoferplatz definitiv aufgelöst worden war, stürzten sich Polizisten mit Stahlruten auf die dort Anwesenden.
Revolutionäres Bündnis Zürich
Medien:
Zulesen gibs viel im Tagi, es wird zur abwechslung einmal nicht total über die "kriminellen" und "unpolitischen" nachdemonstranten abgehetzt.
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