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 :: Studie: mind. 100.000 Iraker getötet!!! ::
 Themen | Krieg+Militarismus 31-10-2004 20:29
AutorIn : xyz
Medizinerstudie: Sterberate im Irak nach US-Invasion und Besatzung dramatisch angestiegen. Vor allem Zivilisten, darunter überproportional Frauen und Kinder, wurden Opfer des Angriffskrieges und der sich anschließenden Gewalt. Der von US-Präsident George W. Bush angeführte Krieg am Golf und die bis heute andauernde Besatzung haben etwa 100.000 Iraker das Leben gekostet. Die Wissenschaftler die die Studie anfertigten, gaben bekannt, dass die Zahl 100.000 jedoch eine "konservative", also Mindestschätzung, ist.
Entgegen der völkerrechtlichen Ordnung kommt die US-Besatzungsarmee ihrer Verpflichtung nicht nach, die Todeszahlen der Iraker zu registrieren und zu veröffentlichen.


Die meisten Todesfälle gehen laut Untersuchung auf Gewalteinwirkungen zurück, verursacht insbesondere durch rücksichtslose und massive Luftangriffe der US-geführten Besatzungstruppen. Wie erwähnt, sind die Mehrzahl der Opfer Frauen und Kinder. Weil die Studie über Kriegsopfer in einer renommierten britischen Fachzeitung veröffentlicht wurden, wolle seine Regierung die hohen Zahlen »sehr ernsthaft« prüfen, sagte der britische Außenminister Jack Straw am Freitag.

Die Studie, die am Freitag in der Online-Ausgabe der britischen Medizinzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, ist unabhängig. Sie basiert auf einer Umfrage, die im Auftrag der renommierten US-Hochschulen Johns Hopkins (Baltimore) und Columbia (New York) sowie der Al-Mustansirija-Universität in Bagdad im September von amerikanischen und irakischen Wissenschaftlern, vornehmlich Ärzten, durchgeführt wurde. Die Gesundheitsexperten befragten knapp tausend Haushalte in 33 zufällig ausgewählten Gegenden im Irak – insgesamt schließt die Studie mehr als 7 800 Iraker ein. Die Familien wurden gebeten, die Zahl der seit Anfang 2002 gestorbenen Angehörigen sowie die Todesumstände zu nennen. Die Wissenschaftler berechneten daraufhin die durchschnittliche Sterberate im Irak in den Monaten vor und nach dem 20. März 2003 und rechneten die Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hoch.

Die Zahlen wurden zweimal kalkuliert, einmal mit den Angaben aus der Stadt Falludscha und einmal unter deren Ausschluß. Die Wissenschaftler waren der Meinung, daß die »exzessive Gewalt« infolge der andauernden Gefechte und US-Bombardements in Falludscha die Angaben über die Sterberate im Gesamtirak verfälschen könnten. Die Daten aus der umkämpften Stadt außen vor gelassen, kommt die Studie zu dem Schluß, daß in den vergangenen eineinhalb Jahren vermutlich etwa 98000 Iraker mehr starben als zu erwarten gewesen wäre, hätte die Invasion nicht stattgefunden. 84 Prozent der Todesfälle resultierten aus Gewalteinsätzen der Besatzungstruppen und 95 Prozent davon seien wiederum durch Angriffe der amerikanischen Luftwaffe und Artillerie verursacht worden. Doch auch Bombenanschläge, Hinrichtungen und kriminelle Gewalt auf hohem Niveau resultierten letztlich aus Bushs »Operation Iraqi Freedom«.

Rechnet man etwa die in Falludscha gemachten Angaben nur für das – ebenfalls umkämpfte – Umland hoch, müßte man von mehr als 200.000 Toten ausgehen, in einem Gebiet, das nur drei Prozent des Irak ausmacht. Ohne dies ausdrücklich zu benennen, verweist die Studie damit auf die weitgehend ausgeblendete Kriegsrealität der einfachen Iraker.

»Die Gefahr, gewaltsam zu Tode zu kommen, war in der untersuchten Zeit nach der Invasion 58-mal höher als in der Vorkriegsperiode«, erklärten Les Roberts, Riyadh Lafta, Richard Garfield, Jamal Khudhairi und Gilbert Burnham in ihrer Studie »Mortality before and after the 2003 invasion of Iraq: cluster sample survey«. Es ist die erste landesweit durchgeführte Untersuchung, die auf wissenschaftlicher Basis die Zahl der zivilen Toten im Irak seit Kriegsbeginn schätzt.

* Studie im Netz: www.thelancet.com
 :: 4 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel
  egal wie viele gestorben sind - zu viele
31.10.2004 22:07  
ich bin da leicht skeptisch, könnte aber natürlich schon stimmen, die zahl. wenn dem so wäre, bin ich nur noch fassungslos.

eine zahl die aber sicher stimmt, und die schon genug grund zur sorge ist, ist die von rund 15'000 zivilen opfer. die zahl ist von www.iraqbodycount.org entnommen. diese website verfolgt seit beginn der irak-invasion alle vorfälle, in denen zivilisten umgekommen sind, und hält sie detailreich fest (soweit möglich: umstand des todes, datum) ... wer auch immer diese seite betreibt, sollte derben respekt kriegen. heute die fakten festhalten, damit die sieger von morgen nicht die geschichte umschreiben können.


AutorIn: AcA
  Nicht nur im Irak werden Menschen getötet
01.11.2004 13:12  
Also nochmals was schon vor etwa 10 Tagen einmal geschrieben wurde:

Man soll nicht Tote gegeneinander aufrechnen und jedes Opfer ist eines zu viel, ja, und die Resultate der oben zitierten Studie sind bedenklich genug, alles richtig, aber…
… warum wird immer nur von den Toten im Irak gesprochen?
Was ist zum Beispiel mit den zufällig ebenfalls rund 100'000 Menschen (auch meistens Frauen und Kinder), die bisher in Darfur durch direkte Gewalt (sprich: Massaker) oder durch die Kriegsfolgen Hunger und Krankheiten ums Leben kamen? Ganz zu schweigen von den zusätzlichen über 2 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen, die der gleiche Konflikt bisher gefordert hat und die aufgrund miserabler Versorgungsmöglichkeiten im Darfur selbst und im benachbarten Tschad ebenfalls von Seuchen und Hunger bedroht sind? Aber genaue Zahlen kennt niemand, denn über die „exotischen“ Konflikte in Afrika führt halt niemand Buch und werden keine minuziösen Studien geschrieben – vielleicht weil dort nicht bequem die grossen bösen Amis als Täter identifiziert werden können?

Quellen: www.afrol.com/articles/14572 bzw. www.afrol.com/articles/12350 sowie UNO-Seiten.

Ist das Leben eines Irakers/einer Irakerin, das von Amerikanern ausgelöscht wird, mehr wert als dasjenige eines Sudanesen/einer Sudanesin, das von anderen Sudanesen ausgelöscht wird? Wird die Aufmerksamkeit der „bürgerlichen“ Politik und Medien oder des durchschnittlichen "Menschen auf der Strasse", aber genauso der „Systemkritiker“ oder der „Friedensbewegungen“, als Massstab genommen, dann schon … sorry, aber das ist schlimmster Rassismus.


AutorIn: empört
  The war on Iraq has made moral cowards of us
01.11.2004 15:38  

More than 100,000 Iraqis have died - and where is our shame and rage?

Monday November 1, 2004

The full scale of the human cost already paid for the war on Iraq is only now becoming clear. Last week's estimate by investigators, using credible methodology, that more than 100,000 Iraqi civilians - most of them women and children - have died since the US-led invasion is a profound moral indictment of our countries. The US and British governments quickly moved to cast doubt on the Lancet medical journal findings, citing other studies. These mainly media-based reports put the number of Iraqi civilian deaths at about 15,000 - although the basis for such an endorsement is unclear, since neither the US nor the UK admits to collecting data on Iraqi civilian casualties.
Civilian deaths have always been a tragic reality of modern war. But the conflict in Iraq was supposed to be different - US and British forces were dispatched to liberate the Iraqi people, not impose their own tyranny of violence.

Reading accounts of the US-led invasion, one is struck by the constant, almost casual, reference to civilian deaths. Soldiers and marines speak of destroying hundreds, if not thousands, of vehicles that turned out to be crammed with civilians. US marines acknowledged in the aftermath of the early, bloody battle for Nassiriya that their artillery and air power had pounded civilian areas in a blind effort to suppress insurgents thought to be holed up in the city. The infamous "shock and awe" bombing of Baghdad produced hundreds of deaths, as did the 3rd Infantry Division's "Thunder Run", an armoured thrust in Baghdad that slaughtered everyone in its path.

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It is true that, with only a few exceptions, civilians who died as a result of ground combat were not deliberately targeted, but were caught up in the machinery of modern warfare. But when the same claim is made about civilians killed in aerial attacks (the Lancet study estimates that most of civilian deaths were the result of air attacks), the comparison quickly falls apart. Helicopter engagements apart, most aerial bombardment is deliberate and pre-planned. US and British military officials like to brag about the accuracy of the "precision" munitions used in these strikes, claiming this makes the kind of modern warfare practised by the coalition in Iraq the most humanitarian in history.

But there is nothing humanitarian about explosives once they detonate near civilians, or about a bomb guided to the wrong target. Dozens of civilians were killed during the vain effort to eliminate Saddam Hussein with "pinpoint" air strikes, and hundreds have perished in the campaign to eliminate alleged terrorist targets in Falluja. A "smart bomb" is only as good as the data used to direct it. And the abysmal quality of the intelligence used has made the smartest of bombs just as dumb and indiscriminate as those, for example, dropped during the second world war.

The fact that most bombing missions in Iraq today are pre-planned, with targets allegedly carefully vetted, further indicts those who wage this war in the name of freedom. If these targets are so precise, then those selecting them cannot escape the fact that they are deliberately targeting innocent civilians at the same time as they seek to destroy their intended foe. Some would dismiss these civilians as "collateral damage". But we must keep in mind that the British and US governments made a deliberate decision to enter into a conflict of their choosing, not one that was thrust upon them. We invaded Iraq to free Iraqis from a dictator who, by some accounts, oversaw the killing of about 300,000 of his subjects - although no one has been able to verify more than a small fraction of the figure. If it is correct, it took Saddam decades to reach such a horrific statistic. The US and UK have, it seems, reached a third of that total in just 18 months.

Meanwhile, the latest scandal over missing nuclear-related high explosives in Iraq (traced and controlled under the UN inspections regime) only underscores the utter deceitfulness of the Bush-Blair argument for the war. Having claimed the uncertainty surrounding Iraq's WMD capability constituted a threat that could not go unchallenged in a post-9/11 world, one would have expected the two leaders to insist on a military course of action that brought under immediate coalition control any aspect of potential WMD capability, especially relating to any possible nuclear threat. That the US military did not have a dedicated force to locate and neutralise these explosives underscores the fact that both Bush and Blair knew that there was no threat from Iraq, nuclear or otherwise.

Of course, the US and Britain have a history of turning a blind eye to Iraqi suffering when it suits their political purposes. During the 1990s, hundreds of thousands are estimated by the UN to have died as a result of sanctions. Throughout that time, the US and the UK maintained the fiction that this was the fault of Saddam Hussein, who refused to give up his WMD. We now know that Saddam had disarmed and those deaths were the responsibility of the US and Britain, which refused to lift sanctions.

There are many culpable individuals and organisations history will hold to account for the war - from deceitful politicians and journalists to acquiescent military professionals and silent citizens of the world's democracies. As the evidence has piled up confirming what I and others had reported - that Iraq was already disarmed by the late 1990s - my personal vote for one of the most culpable individuals would go to Hans Blix, who headed the UN weapons inspection team in the run-up to war. He had the power if not to prevent, at least to forestall a war with Iraq. Blix knew that Iraq was disarmed, but in his mealy-mouthed testimony to the UN security council helped provide fodder for war. His failure to stand up to the lies used by Bush and Blair to sell the Iraq war must brand him a moral and intellectual coward.

But we all are moral cowards when it comes to Iraq. Our collective inability to summon the requisite shame and rage when confronted by an estimate of 100,000 dead Iraqi civilians in the prosecution of an illegal and unjust war not only condemns us, but adds credibility to those who oppose us. The fact that a criminal such as Osama bin Laden can broadcast a videotape on the eve of the US presidential election in which his message is viewed by many around the world as a sober argument in support of his cause is the harshest indictment of the failure of the US and Britain to implement sound policy in the aftermath of 9/11. The death of 3,000 civilians on that horrible day represented a tragedy of huge proportions. Our continued indifference to a war that has slaughtered so many Iraqi civilians, and will continue to kill more, is in many ways an even greater tragedy: not only in terms of scale, but also because these deaths were inflicted by our own hand in the course of an action that has no defence.

· Scott Ritter was a senior UN weapons inspector in Iraq between 1991 and 1998 and is the author of Frontier Justice: Weapons of Mass Destruction and the Bushwhacking of America



AutorIn: Scott Ritter, The Guardian | Web:: http://www.guardian.co.uk
  @empört: spiel nicht den empörten
02.11.2004 17:30  
wenn dich an der berichterstattung stört dass nicht über den sudan berichtet wird, setzt dich hin und verfass nen artikel darüber für indymedia.

so läuft hier der hase - und nicht anders.

indymedia ist was wir sind


AutorIn: yx
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