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Das Solidaritätskomitee Zürich (www.solikomitee.ch) ruft zur
Info- und Solidaritätsaktion für den Streik der SBB-Cargo in Bellinzona
am
Donnerstag, 27. März, 18.30 Uhr am Bellevue Zürich
auf.
Diese Aktion lehnt sich an einen Vorschlag der Tessiner an, in möglichst vielen Städten, Informations- und Solidaritätskundgebungen zu veranstalten. Neben Chiasso und Genf wollen wir auch in Zürich auf den Streik aufmerksam machen durch Flugblätter verteilen und Spenden sammeln.
Zur aktuellen Situation:
Am Dienstag hat in der Officina eine "Volksversammlung" mit etwa 1'000 Teilnehmenden stattgefunden, die ihre Solidarität mit den Streikenden bekundet haben. Es haben diemal wenige Politiker teilgenommen, dafür Leute von der "Basis" - u. a. eine ehemalige Postarbeiterin (38 Dienstjehre), die eine beeindruckende Rede gegen die Manager gehalten hat. Sogar der katholische Pfarrer von Bellinzona hat das Wort ergriffen. Er hat sich vom Bischoff distanziert, der an Ostern die Officine-Arbeiter aufgefordert hatte, "jetzt ihre Faust zum Dialog zu öffnen". "Es kann keinen Dialog geben, wenn die eine Seite die andere vernichten will", hat der Pfarrer unter grossem Beifall erwidert.
Wie ihr wisst, hat die SBB-Konzernleitung die Gespräche mit den Streikenden abgebrochen. Die SBB wollen keine Garantie betr. dem Erhalt der Arbeitsplätze geben. Die Officine-Arbeiter lehnen es jedoch ab, an Diskussionen über die Zukunft der SBB Cargo unter Kündigungsandrohung teilzunehmen. Die Vorbedingungen, die die Officine für ein Ende des Streiks genannt haben (vgl. www.officine.unia.ch, Kommuniqué vom 13.03.08), würden nach Aussage von SBB-Chef Andreas Meyer bedeuten, dass man "unternehmerisch gefesselt und geknebelt wäre" (SDA, 24.03.08). Es bei diesem Konflikt in der Tat darum, wer schlussendlich über die Zukunft der IW entscheiden soll: die Unternehmensführung, die die Privatisierung der rentablen SBB-Bereiche vorbereitet, oder die Arbeiter der IW, die von einer ganzen Region unterstützt werden. Das wurde von den Mitgliedern des Streikkomitees gestern noch einmal klar zum Ausdruck gebracht.
Es ist daher nötig, den Streikenden von Bellinzona den Rücken zu stärken und die Solidarität auszuweiten.
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