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Am Freitag, 4. April 2008 findet in Aarau ein Strassenkonzert im Rahmen des internationalen Aktionstages für besetzte Häuser und autonome Freiräume, welches dann am 11./12. April 2008 sein wird, statt. Bewusst findet die Platzsauvage in Aarau schon eine Woche vorher statt, da einerseits auf das Aktionswochenende schon im Vorfeld hingewissen werden möchten und andererseits da keine eventuell andren geplanten Anlässe konkurrenziert werden.
WINTERSCHLAF? Beinahe vier Jahre dauerte der Winterschlaf an und ebenso lang ist es her, dass in Aarau und der Region das letzte Mal aktiv für autonome Freiräume gekämpft, Häsuer besetzt oder Demonstrationen durchgeführt wurden. Dazumal engagierte sich der Verein für alternative Kultur in Aarau (fak aarau) für mehr autonome Freiräum in der Region. Rasch wurde der Verein ein Sprachrohr für viele Jugendliche, welche unzufrieden mit der Aarauer Kulturlandschaft waren. Nach der Besetzung der «Wirtschaft zur Gais» folgen weitere Besetzungen, welche immer wieder beendet bzw. geräumt wurden. Nichtsdestotrotz wurde weitergekäpft, Openairs durchgeführt, 4 Tage ein AJZ in der «Krone» betrieben und vieles mehr! Im Sommer 2004 folgte dann die Auflösung. (Siehe auch http://ch.indymedia.org/demix//2004/10/26951.shtml) Es dauerte aber nicht lange bis sich Jugendliche aus dem Kanton Aargrau neu organisierten. Unter dem Namen «Autonome Aktionsgruppe WySuAL» wollten sie in Lenzburg das zweitägige «Think-and-Move-Festival» durchführen, welches Filme, Vorträge und Konzerte bieten hätte sollen. Das ganze wurde aber kurzfristig Lenzburger Stadtrat verboten. (Siehe auch http://ch.indymedia.org/demix//2007/03/47661.shtml). Nachdem das Festival erfolgreich und ohne Probleme im Kulturzentrum Bremgarten durchgeführt wurden, gab es in Lenzburg auf das Verhalten der Stadt eine RTS als Antwort! Gut 100 Jugendliche demonstrierten gegen das Verbot vom Stadtrat und für mehr autonome Freiräume! (Siehe auch http://ch.indymedia.org/demix//2007/05/49256.shtml). In Olten gibt es nun schon einige Jahre der Verein APA (Aktion Platz für Alle), welche das erste mal mit der Besetzung des ehemaligen Restaurant «Biergarten» auf sich aufmerksam machte. Sie versuchen seit da an, die Stadt Olten und derer Region mit mehr alternativer Kultur zu beleben. In der letzten Zeit verantalten sie regelmässig Konzerte in Olten, doch auch ihnen fehlt passender Raum, um ihre Ideen umsetzen zu können.
FRÜHLINGSERWACHEN... Und was geschieht denn da plötzlich in den schon längst totgeglaubten Kulturwüsten Aarau und Olten. Wagt sich tatsächlich wieder ein Pflanzensamen spriessen zu begiennen, mit der Hoffnung Wurzel schlagen zu können und die trostlose Gegend Leben einzuflössen? Föllig unerwartet wurde am Donnerstag, 13. März 2008 um ca. 19 Uhr in Mitten des Casino Parks in Aarau eine «Klandestine-Bar» eröffnet. So wurde sich offenbar einfach Raum genommen, als ihn erst gar einzufordern. An der Bar gabs wie erwartetet feines Bier und leckere vegane Sandwiches, was von den Anwesenden sehr genossen wurde. Rund 40 Perosonnen fanden sich an diesem Abend in Aarau ein, bis sich das hanze um ca. 22.30 Uhr scheinbar wieder in Luft auflöste. Man hätte meinen können, dass dies nur ein kleines einmaliges Aufbäumen von ein paar Trotzköpfen gewesen sei, wenn da nicht an der darauffolgeden Woche wieder ein socher vergleichbarer Anlass stattgefunden hätte. Gleiche Zeit, gleicher Tag, ein anderen Ort – Am Donnerstag, 20. März 2008 wurde der Bahnhof Olten wieder von Jugendlichen und Jungeblieben sowie mit einigen Hündinnen und Hünden wiederbelebt. Vor Ort war wieder diese «Klandestine-Bar», welche alle mit genügend zu Trinken und Essen sowie mit Musik versorgte. Mensch hätte meinen können, dass es dann mal reiche, aber nichts war. Am gestrigen Donnerstag (den dritten in Serie) trafen sich wieder eine Gruppe von Leuten vis-à-vis des Starbucks in Aarau. Laut einem Transparent eine «Soli-Bar für mehr autonome Freiräume»! An allen Anlässen wurde noch ein Flyer verteilt, welcher Hoffnungen macht, dass es weiter gehen wird... Flyertext: «Seit Jahren schon besteht die Forderung eines selbstverwalteten, von Jugendlichen aus Aarau, Olten und Umgebung geführtes Jugendzentrum. Ein Zentrum, wo kein Konsumzwang herrschen soll, wo sich junge und junggebliebene Menschen selbst verwirklichen, Konzerte organisieren/besuchen, politische Diskussionen führen oder sonstwie einbringen können. Diesen Forderungen wurden immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten entgegen getreten, besetzte Häuser wurden innert Wochenfrist geräumt und die Alternativkultur als bereits gegeben deklariert. Durch die Repression gegen diese Bewegungen sind einige Leute resigniert und die Bedürfnisse für Alternativkultur in der Region ging unter. Doch wir wollen nicht mehr länger zusehen, wir wollen diesen alten Forderungen wieder neues Leben einhauchen. Der Standort Aarau/Olten braucht nach wie vor ein autonomes Jugendzentrum, sogar mehr denn je zuvor. Diese Bar soll einen Neuanfang darstellen, einen Startschuss für zahlreiche weitere Aktionen, um unserer Forderung für einen selbstverwalteten Platz und Raum neuen Nachdruck zu verleihen, um unser Ziel zu verwirklichen. Wir wünschen einen schönen Frühling!»
AUF EINEN HEISSEN SOMMMER! Schliessen tun wir mit den Forderungen, welche immer noch die gleichen sind und auch bleiben werden: - Stopp aller Bauvorhaben, welche möglichen Kultur- und Wohnraum vernichten! - Autonome Freiräume in jeder Stadt – AJZ subito!
FREITAG, 4. APRIL 2008 AB 20.30 UHR GRABEN, AARAU
- SPRÜSSI & HANSA (LIEDERMACHER) - NO MUTE (ALTERNATIV-ROCK) - DRECKSPACK (PUNK)
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(Dort kann Mensch sich auch gerne melden, um anderso was zu machen. Denke das auch anderso die Leute etwas machen würden!)