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 :: 22.-31.10.2010 "Still Loving Activism Festival" in Wien ::
 Themen | Repression/Knast 27-09-2010 00:32
AutorIn : fight repression!
Header_sla "Still Loving Activism Festival" und "One struggle One Fight" - Wochenende in Wien vom
22. ­ 31.10.2010

Eine Woche Feuerwerk emanzipativer Praxen und Theorien. Von Menschen, Initiativen
und Projekten, die die Verhältnisse gegen den rassistischen, sexistischen und
antisemitischen “Normalzustand” zum Tanzen bringen wollen. Repression will, nicht nur
uns, einschüchtern und unsichtbar machen. Doch das Begehren nach einem
solidarischen Miteinander lässt sich weder durch Gefängnisse, Abschiebungen und
“Schutzzonen”, noch Bettelverbote oder andere scheinmoralische Maßnahmen
unterdrücken. Fight Repression! Love Activism!

Programm:  http://lovingactivism.blogsport.eu/

Header_sla
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Plakat_demo
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Banner_sla
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logo_sla
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22.-24.10.: One struggle one fight Aktionswochenende

Das Programm für die Aktivitäten in Wien ist jetzt fix:

* Fr., 22.10., 18.30 / Amerlinghaus: Vortrag von Melanie Bujok “Das Spektakel der Drachenbändiger”
* Sa., 23.10., 13.00 / Uni-Rampe (Schottentor): Demo Für die Befreiung von Mensch und Tier
* So., 24.10., 15.00 bzw. 17.00 / Schenke: Diskussion Getroffen hat es einige, sind wir ALLE gemeint?

Das Aktionswochenende findet im Rahmen des Still Loving Activism Festivals statt!

Warum?
Wir haben ganz einfach wiedermal mehr als genug von dem was gerade
abgeht, anstatt uns einschüchtern zu lassen wollen wir uns bewegen.
Darum gibt es den Wunsch mehr Menschen und Gruppen auf die Straße zu
bringen, nicht umsonst heißt es ja Bewegung.

Sei es, dass seit März 2010 13 (!) Aktivist_innen der Tierrechtsbewegung
vor Gericht stehen. Der Hauptvorwurf ist der §278a, „Bildung und
Mitgliedschaft einer kriminellen Organisation“. Ihnen drohen bis zu 5
Jahre Haft für das Engagement fühlenden Individuen, die normalerweise
wie Waren in Schlachthäusern, Versuchslaboratorien, Zoos und Zirkuse
eingesperrt, gequält und umgebracht werden, ein Recht auf Leben,
Freiheit und Unversehrtheit zuzugestehen.

Die Hausdurchsuchungen und Verhaftungen im Juli 2010, die von der
Polizei mit brennenden Mülltonen vor dem AMS begründet werden, sind ein
weiteres offensichtliches Zeichen dafür, wie der Staat tickt. Kritische
Stimmen werden mundtot gemacht, kriminalisiert oder unter Terrorverdacht gestellt. Damit ergeben sich praktischerweise nahezu uneingeschränkte Ermittlungsmöglichkeiten. Jegliche Kontextualisierung wird bewusst ausgeblendet, wer zu weit von der Norm abweicht, wird als extremistisch eingestuft. Wie gefährlich hingegen die sogenannte Mitte ist wird nur zu gern vergessen.

So wurden die Antifaschistischen Proteste gegen den rechtsextremen WKR
Ball untersagt, während diesem die Hofburg zur Verfügung gestellt wird.
U-Berg-Aktivist_innen aus Kärnten/Koroska wurden ebenso mit Verfahren
eingedeckt. Aktivist_innen, die sich an Protesten gegen Abschiebungen
oder dem frauenverachtenden Aufmarsch der sogenannten „Väterrechtler“
beteiligten wurden schikaniert, eine Person wurde festgenommen und kam
in U-Haft.

Es sind jedoch nicht nur “politische” Aktivist_innen von Repressionen
betroffen, sondern staatliche Unterdrückung zieht sich durch viele
gesellschaftliche Bereiche: alltäglich werden Menschen aufgrund
rassistischer Vorbehalte kontrolliert und auf verschiedenste Weisen
schikaniert, Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel werden in Schubhaft
gesteckt und abgeschoben. Wohnungslose und Menschen mit Suchtproblemen werden durch soziale Säuberungen vom Karlsplatz vertrieben. Betteln wird mit der Unterstellung von “organisiertem Betteln” kriminalisiert. Nicht viel besser ergeht es Sexarbeiter_innen, die ebenfalls von Vertreibung und Diskriminierung betroffen sind, oder Roma die in Europa unter kriminellen Generalverdacht gestellt und abgeschoben werden.

Nicht nur in Österreich, sondern weltweit ist der Trend der
Einschüchterung und der Versuch, politische Arbeit und emanzipatorische
Bewegungen zu kriminalisieren, vermehrt erkennbar.

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Deshalb „One Struggle One Fight“ um zu zeigen, dass Unterdrückungen
vielseitig und komplex sind, nicht isoliert betrachtet werden können,
sondern miteinander verschränkt sind. Für eine herrschaftsfreie,
solidarische Gesellschaft muss auf allen Ebenen und immer wieder auch
gemeinsam gekämpft werden.

UNTIL ALL ARE FREE, NO ONE IS FREE


______________________________________________


ONE STRUGGLE – ONE FIGHT: Globales Aktionswochenende gegen Repression & für die Befreiung von Mensch und Tier 22. Oktober 2010 bis 24. Oktober 2010

Im Oktober 2006 startete die Kampagne gegen Pelzverkauf bei dem österreichischen Modekonzern Kleider Bauer. Mit dem Start dieser Kampagne begann auch eine unfassbare Repressionswelle gegen Tierrechtsaktivist_innen in Österreich, die im Mai 2008 mit landesweiten Hausdurchsuchungen und Festnahmen ans Tageslicht kam. Nun stehen seit März 2010 13 (!) Aktivist_innen der Tierrechtsbewegung vor Gericht. Der Hauptvorwurf ist der §278a “Bildung und Mitgliedschaft einer kriminellen Organisation”. Ihnen drohen bis zu 5 Jahre Haft.

Eine wichtige Rolle in diesem Fall spielten die politischen Beziehungen der Besitzer von Kleider Bauer, die Brüder Graf: Schon kurz nach dem Start der Kampagne intervenierten die Grafs wegen der Demonstrationen vor ihren Geschäften bei der Versammlungsbehörde und gaben quasi den Stopp der Kampagne beim Innenministerium in Auftrag.

Dies ist aber kein einmaliger Versuch seitens des Staates kritische Stimmen mundtod zu machen: So gab es zum Beispiel Anfang und Mitte Juli 2010 erneut Hausdurchsuchungen mit Haftbefehlen in linken Zusammenhängen in Wien. Antifaschistische Proteste gegen den rechtsextremen WKR Ball wurden untersagt, ebenso laufen gegen U-Berg-Aktivist_innen aus Kärnten/Koroska noch immer Verfahren. Aktivist_innen die sich an Protesten gegen Abschiebungen oder dem frauenverachtenden Aufmarsch der sogenannten “Väterrechtler” beteiligten wurden festgenommen und durch zahlreiche Strafen schikaniert.

Es sind jedoch nicht nur politische Aktivist_innen von staatlichen Repressionen betroffen, die repressive Doppelmoral zieht sich durch viele gesellschaftliche Bereiche: alltäglich werden Menschen aufgrund rassistischer Vorbehalte kontrolliert und auf verschiedenste Weisen schikaniert, Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel werden in Schubhaft gesteckt und abgeschoben. Wohnungslose und Menschen mit Suchtproblemen werden durch staatliche Säuberungen vom Karlsplatz vertrieben, Betteln wird mit der Unterstellung von organisiertem Betteln kriminalisiert und die Wirtschaftskammer startete eine Hetzkampagne gegen Bettler_innen. Nicht viel besser ergeht es Sexarbeiter_innen die ebenfalls von Vertreibung und Diskriminierung betroffen sind. So sind die Einnahmen zwar zu Versteuern, Anerkennung und Rechte als Gewerbe gibt es keine, nur Pflichten – wie Gesundheitsuntersuchungen um die Freier zu schützen.

Nicht nur in Österreich, sondern weltweit ist der Trend der Einschüchterung und der Versuch politische Arbeit zu kriminalisieren vermehrt erkennbar. Aber wir lassen uns nicht einschüchtern! Die Kampagne gegen Kleider Bauer läuft trotz der Repression noch immer weiter, und auch die Solidarität für die Angeklagten ist ungebrochen!

Mit dem Wochenende gegen Repression werden wir dies noch einmal verdeutlichen. Es wird Vorträge geben und am Samstag den 23.10. eine Demo “Für die Befreiung von Mensch und Tier”. Kommt nach Wien, oder überlegt euch sonst, wie ihr eure Solidarität zeigen könnt! Für genauere Infos Augen und Ohren offen halten! Widerstand in den Herzen säen!

Alle, die während des Aktionswochenendes oder für das Festival einen Schlafplatz in Wien brauchen, können sie über  break_free@riseup.net oder  http://lovingactivism.blogsport.eu/schlafplatze/ anmelden.

Weitere Infos:
 http://lovingactivism.blogsport.eu/
antirep2008.org
fightrepression2010.tk
 http://twitter.com/lovingactivism
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