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 :: Basels Stadtentwicklung selbst in die Hand nehmen ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat 30-12-2011 00:00
AutorIn : ((i))
Seit gut zwei Jahren ist wieder Bewegung in den Themenkomplex Freiräume bzw. Stadtentwicklung in Basel gekommen. Was als einzelne Sauvage einer leerstehenden ArbeiterInnen-Siedlung in der Agglomeration begann, hat sich mittlerweile zu einem nicht mehr ausblendbaren Thema der Basler Öffentlichkeit entwickelt.
Auf die Village Sauvage folgten einige (klassische) Besetzungen, die wenig Bestand hatten und spätestens nach einer Nacht zu Ende waren. Im April diesen Jahres wurde dann das alte Kinderspital mit mehreren hundert Menschen in Beschlag genommen. Die Besetzung wurde abgebrochen, nachdem sich über tausend Personen im Gebäude eingefunden hatten, mehrfach Feuer gelegt und randaliert wurde und ein Jugendlicher von einem Balkon 12 Meter in die Tiefe stürzte. Vor einigen Monaten wurde dann im Rahmen einer Sauvage am Voltaplatz ein Luxusneubau sowie eine Baustelle angegriffen, was medial ausgeschlachtet wurde – vor allem zum Nachteil der “Chaoten” der Villa Rosenau. Vor ein paar Wochen gab es eine Sauvage samt RTS, an dem ein eigener Radiosender für Musik sorgte.

Egal ob Sauvage, Besetzung oder Quartierspaziergang, jeder Event bezeugt für sich und in Verbindung mit anderen ähnlichen Ereignissen die Aktualität eines sozialen Konflikts, der sich bisher nicht von der Politik befrieden liess. Auch beschränken sich die Forderungen nicht bloss auf günstigen Wohnraum, kulturellen Freiraum oder unkommerzielle Partylokale, sondern beinhalten ebenso eine übergeordnete Kritik am “Unternehmen Stadt” und der kapitalistischen Logik, aus der es entsteht. Dass die Politik und die Medien diese nicht zu fassen kriegen, erstaunt kaum – wie liesse sich auch eine links-grüne Regierung mit der Verdrängung finanziell Schwächerer vereinbaren? Es wird keinen Frieden geben, solange in Basel in jeder Baulücke ein unbezahlbarer (Luxus-)Neubau entsteht, die gewachsenen Strukturen in den Quartieren zerstört werden und im Anschluss die Politik mit scheinheiligen Massnahmen das Problem in den Griff zu bekommen versucht.

Im Anschluss an eine Besetzung ist im Dezember 2010 der "D'Made im Daig"-Blog entstanden, der die verschiedenen Aktivitäten rund um diese Themen dokumentieren will.


Nachfolgend eine unvollständige Liste vergangener Aktionen und Ereignisse:



November 2011

Spontane RTS zur Villa Rosenau

Mehr oder weniger spontan finden ca. 100-150 Personen zusammen, um über die Dreirosenbrücke zur Villa Rosenau zu laufen. Dies als Zeichen der Solidarität an die mittelfristig räumungsbedrohte Villa.

Sauvage / RTS beim Bahnhof

Rund 250 Personen versammeln sich im De Wette-Park gegenüber dem Bahnhof, um gemeinsam eine Sauvage und im Anschluss eine RTS durchzuführen. Auf dem Fronttransparent steht "Jusqu'ici tout va bien" und verweist damit auf die allgemeine Krise, in der wir uns befinden.

Oktober 2011

Massive mediale Hetze gegen die "linke Szene" in Basel

Nach dem Glasbruch rund um den Voltaplatz startet Telebasel eine mediale Hetze gegen die "linke Szene" und die Villa Rosenau; die BaZ schliesst sich an.
  • "Villa Rosenau ist ein rechtsfreier Raum" Basler Zeitung
  • "Linksextreme Narrenfreiheit: Die verfehlte Toleranzpolitik der Basler Regierung" Telebasel

September 2011

Sauvage auf der Voltamatte

Zur Verabschiedung der Holzkonstruktionen auf der Voltamatte wird eine Sauvage gefeiert, bei der Baustellenmaterial des Platzes verbrannt und ein Luxusneubau angegriffen wird. Es gab keine Verhaftungen.

August 2011

Besetzung der Uferstrasse 80 (Wagenplatz)

Im Hafenareal wird ein leerstehende Brachfläche besetzt, um einen Wagenplatz ins Leben zu rufen. Nach anfänglicher Kompromissbereitschaft der Schweizerischen Rheinhäfen (Eigentümer) müssen die Wagenburger auf einen alternativen Standort ausweichen, den ihnen die Stadt zur Verfügung stellt.

Sauvage auf der Dreirosenbrücke

Am 1. August wird auf der Dreirosenbrücke eine Sauvage mit zwei Soundsystems gefeiert. Der Polizei wird von Anfang an klar gemacht, dass ihr Eingreifen zu einer Eskalation der Situation führen wird. Sie lässt sich bis in die frühen Morgenstunden nicht mehr blicken.

Juli 2011

Alteratives Rheinschwimmen

Um gegen die Nulltoleranzpolitik der Basler Regierung bzgl. Besetzungen und alternativen Lebensformen zu protestieren, wird ein alternatives Rheinschwimmen organisiert. Einige dutzend nehmen daran teil.

Juni 2011

Besetzung der Häuser am Steinengraben 32/34

Zwei Altbau-Häuser werden gegenüber dem ehemals besetzen Hotel Steinengraben in Beschlag genommen. Nachdem sich eine Räumung abzeichnet, verlassen die rund 50 Besetzenden die beiden Häuser freiwillig.

Besetzung zweier Wohnungen an der Wasserstrasse 31

Die vom Abriss bedrohten Häuser an der Wasserstrasse erhalten Unterstützungen von einigen BesetzerInnen, die zwei leerstehende Wohnungen besetzen. Nach mehreren Wochen kommt es zur Räumung. 40 PolizistInnen verhaften zwei Personen.

Quartierspaziergang

Um konkret die Auswirkungen der Stadtentwicklung zu zeigen, wird ein informativer Protestzug durch die Stadt veranstaltet. Zwischenstopps sind beispielsweise die Häuser an der Wasserstrasse, der Novartis Campus oder das neue Erlenmatt-Quartier (ehemals NT).

Mai 2011

Spontane "Besetzung" der Voltamatte

An einem Aktionstag auf der Voltamatte wird ein hölzerner Turm gebaut, um auf die Auswirkungen der Stadtentwicklung im Quartier aufmerksam zu machen. Der Aktionstag verwandelt sich zu einer Spontanbesetzung, während Monaten finden immer wieder informative und kulturelle Veranstaltungen statt.

April 2011

Brandstiftung an gefällten Bäumen auf der Voltamatte

Zum Abtransport bereitgestellte Bäume auf der Voltamatte werden abgefackelt. Ein Zusammenhang mit der Aufwertung der Voltamatte ist wahrscheinlich.

Gründung eines Vereins gegen den Abriss der Häuser an der Wasserstrasse

Der Verein Wasserstrasse, welcher sich für den Erhalt der vom Abriss bedrohten Häuserzeile im St. Johann-Quartier einsetzt, überreicht der Stadt einen Vorschlag zur Übernahme der Häuser durch eine Genossenschaft. Die Übergabe wird begleitet von einer grossflächigen Plakate- und Transpiaktion.

Besetzung des alten Kinderspitals

Mehrere hundert Personen besetzen am Nachmittag das ehemalige Kinderspital. In einzelnen Räumen entsteht Kunst, es herrscht eine entspannte und inspirierende Stimmung. Am Abend wird der Anlass von über tausend Menschen überrannt. Vandalismus, Brandstiftung und ein fast tödlicher Unfall sind die Folge. Die Besetzung wird noch am selben Abend abgebrochen.

Februar 2011

Sauvage am Bläsiring 124

In einem vom Abriss bedrohten Haus am Bläsiring wird eine Sauvage gefeiert. Das wurde mittlerweile abgerissen. Es musste einem fünfstöckigen Glaspalast weichen.

Januar 2011

Besetzung in Allschwil

In Allschwil wird ein seit Jahren leerstehendes Haus (wieder)besetzt und nach einem halben Tag geräumt. Es steht seither immer noch leer.

November 2010

Sauvage "Flatrat" beim Grosspeter

In einem leerstehenden Haus wird eine Sauvage gefeiert. Mehrere hundert Personen halten sich in und um das Haus auf.

Dezember 2010

Besetzung der Villa Wettstein

Das ehemalige KünstlerInnen-Haus “Villa Wettstein” wird besetzt. Nach einem halben Tag zwingt ein Vertreter der Christoph-Merian-Stiftung (Eigentümerin) unter Räumungsandrohung die Besetzenden zur Aufgabe. Das Haus wurde mittlerweile in einige teure Eigentumswohnungen umgewandelt.

Selbstverständlich ist dieser soziale Konflikt nichts neues, auch in Basel nicht, wie einige Beispiele aus den Jahren vor 2010 zeigen:

Dezember 2009


November 2009


Oktober 2009

Village Sauvage in Riehen BL

In einer ehemaligen ArbeiterInnen-Siedlung ausserhalb von Basel wird mit mehreren tausend Personen zwei Tage lang eine Sauvage gefeiert. Die Häuser wurden mittlerweile abgerissen.

2x Glasbruch im St. Johann


August 2009


April 2009

Besetzung zweier Wohnungen an der Wasserstrasse 37


April 2008

Villa Rosenau räumungsbedroht


September 2007

Erneute Besetzung Hotel Steinengraben


Mai 2007

Besetzung Hotel Steinengraben


usw.
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