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1912 – 2012 / 100 Jahre GegenKrieg
Ein Beitrag von Links zum Gedenken an den Basler Friedenskongress der II. Internationale von 1912.
“Niemals darf es dazu kommen, dass Arbeiter eines Staatsgebildes dazu veranlasst werden auf Arbeiter eines anderen zu schiessen“. Das war die zentrale Parole des internationalen Friedenskongresses von Basel im Jahr 1912. Diese klassenbewusste, internationalistische Losung wurde zwei Jahre danach von den meisten sozialdemokratischen Abgeordneten in den Parlamenten der europäischen Länder fallen gelassen. Sie haben den Kriegskrediten der herrschenden bürgerlichen und halbfeudalen Eliten zugestimmt und dem nationalen Chauvinismus den Vorzug gegenüber den Klasseninteressen gegeben. Die Arbeiter wurden als Soldaten in die blutigen Kriegsgemetzel um imperiale Macht und koloniale Rohstoffe geschickt.
Unser Ziel ist, das klägliche Scheitern dieses Versuchs Krieg(e) zu verhindern zu analysieren, uns mit den aktuellen im Gang und sich in Vorbereitung befindlichen Kriegen zu befassen und daran zu erinnern, dass hinter militärischen Interventionen praktisch immer und überall die Profitinteressen der herrschenden Klasse der Kapitaleigner steht.
Samstag 17. November 2012 ab 13.00 Uhr
Veranstaltungsort
Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, Basel
Programm
Beginn 13.00 Uhr
Referat von Frank Deppe zum Thema "die Aktualität des Friedenskongresses von 1912"
Ab 14.00 Workshops mit den Referent_innen
Workshop 1, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Mit Hamid Alizadeh zum Thema: Iran: Kriegsgefahr und die Perspektive einer revolutionären Bewegung ?
Hamid Alizadeh ist Exiliraner, wohnhaft in Dänemark. Er ist Mitglied der International Marxist Tendency, Aktivist und Redaktor der iranischen, marxistischen Zeitschrift Mobareze Tabaghati.
Workshop 2, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Mit Lindsey German zum Thema: Der soziale Krieg am Beispiel der Jugendunruhen in Grossbritannien und anderswo.
Lindsey German hat in London Recht studiert. In den 70-er Jahren engagierte sie sich im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika und für Frauenrechte. Sie war bis vor Kurzem führendes Mitglied der Socialist Workers Party (SWP) und Redaktorin der Zeitschrift Socialist Review. Heute engagiert sie sich in der britischen Stop the War Coalition und arbeitet bei der Onlinezeitschrift Counterfire mit.
Workshop 3, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Mit Nahla Chahal zum Thema: Perspektiven der Arabischen Revolten.
Nahla Chahal ist Autorin, Journalistin und Aktivistin. Ihr Vater ist Libanese, ihre Mutter Irakerin, beide kommunistische Aktivisten. Sie war in der Leitung der Organization of Communist Action of Lebanon und beteiligte sich an Aktivitäten der Lebanese Communist Party. Sie lehrte an der Université Libanaise in Beirut. Ausserdem war sie Kolumnistin der panarabischen Zeitschrift Al-hayat. Heute arbeitet sie bei der Zeitschrift Al-safeer mit und ist Präsidentin der Arab Women Researchers Association.
Workshop 4, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Mit Frank Deppe zum Thema: Der alte und der neuen Imperialismus
Frank Deppe war in den 60er Jahren Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und wirkte damals bei der Kampagne für Demokratie und Abrüstung mit. 1967 begründete er das Sozialistische Zentrum mit. Von 1983 bis 1989 gehörte er zum wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Marxistische Studien und Forschungen. Er ist Mitglied der Partei Die Linke und im wissenschaftlichen Beirat von Attac.
In den Pausen besteht die Möglichkeit Kaffe und andere Getränke an Ort zu konsumieren.
Zwischen 18.00 Uhr und 19.30 Uhr wird an Ort ein Abendmenüe für CHF 25.00 angeboten
Abendveranstaltung
19.30 Uhr, Podiumsveranstaltung, Referate der vier Referent_innen und Diskussion zum Thema 100 Jahre gegen Krieg, welche Bilanz, welche möglichen Perspektiven für eine neue Friedensbewegung?
Die fremdsprachigen Referate werden auf Deutsch übersetzt, die Workshops finden in der Sprache der Referent_innen statt, um eine Übersetzung bemühen wir uns.
Eintritt frei. Kollekte als Kostenbeteiligung.
Für die Räumlichkeiten, die Werbung sowie die Einladung der Referent_innen sind erhebliche Kosten entstanden. Um Spenden sind wir dankbar. Postkonto: 85-480777-1
Organisator
Verein GegenKrieg
Die Veranstaltung wird unterstützt von
BFS Basel, der Funke, Palästina Solidarität, SoAl/Solidarität, Juso BS, Neue PdA Basel, Gewerkschaftsbund BS/BL, BastA, (23.10.2012)
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