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Freiheit für Palästina! Freiheit für den Irak! |
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11-05-2003 14:20
Auteur : Aktionskoordination
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Aufruf und Plakat zur Demonstration am 55.Jahrestag von Al-Nakba. Gegen Krieg, Vertreibung und Besatzung in Palästina und Irak. Gegen die amerikanischen Drohungen gegen Syrien |
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Aufruf zur Demonstration am 55. Jahrestag von Al-Nakba Gegen Krieg, Vertreibung und Besatzung in Palästina und Irak! Gegen die amerikanischen Drohungen gegen Syrien!
In Israel wird am 14. Mai die Zeit der Staatsgründung 1948 gefeiert. Der Mai gilt für das palästinensische Volk als die Zeit von Al-Nakba -Die Katastrophe. Der Mai 1948 war eine Zeit derVertreibungen, der Massaker, 418 palästinensische Dörfer wurden zerstört, 750.000 Menschen wurden in die umliegenden Regionen vertrieben.
Diese Ereignisse sollen in Vergessenheit geraten, um von Zugeständnissen an das palästinensische Volk sprechen zu können, um von Frieden sprechen zu können. Doch was ist das für ein Friede, welche Zugeständnisse werden von israelischer Seite gemacht ? Bis heute dauert die Vertreibung und die Politik der Massaker gegen die palästinensische Bevölkerung an. In Palästina ist täglich von Angriffen zu hören, Häuser werden zerstört, Vertreter der palästinensischen Bevölkerung verhaftet und ermordet. Die aktuellen Versuche von Israel und den USA einen neuen "Friedensplan" aufzuzwingen, sollen jedes Recht der palästinensischen Bevölkerung auf wirkliche Selbstbestimmung auslöschen. Auch das Recht der Vertriebenen auf Rückkehr soll ein für allemal abgesprochen werden.
Die Angriffe der USA auf den Irak mit den tausenden Opfern hat die Grundlage für die Umsetzung dieser Pläne geschaffen. Die Angriffe haben auch die Grundlage für die aktuelle Besatzung des Irak gelegt. Die USA haben angekündigt, dass sie für Jahre im Irak bleiben wollen, und sie werden den Widerstand der irakischen Bevölkerung mit immer brutaleren Mitteln niederhalten zu versuchen, genau wie Besatzungsmächte das immer getan haben.
Die schreckliche Erinnerung an Al-Nakba soll immer ein Hinweis darauf bleiben, worauf die Politik von Israel, USA und ihren Verbündeten in der Arabischen und Islamischen Welt beruht.
Demonstration am 55. Jahrestag von Al-Nakba Samstag, 17. Mai 2003 14. 00 Uhr, Wien Westbahnhof/Mariahilferstr. Zug zur US-Botschaft (Boltzmanngasse)
Aktionskoordination Freiheit für Palästina! Freiheit für den Irak! bisher unterstützt von:
Ägyptischer Club, Aktion "Frieden für Palästina" Antiimperialistische Koordination Arabischer-Palästina-Club DHKC-Informationsbüro Österreichisch-Arabische-Union (Vereinigung von 23 arabischen Organisationen) Generalunion palästinensischer Studenten Gesellschaft für Zusammenkunft der Kulturen Internationale Studierende gegen den Krieg Irakische Gemeinde Kulturverein Kanafani Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Palästinensische Gemeinde in Österreich Palästinensische Vereinigung in Österreich Sedunia - Initiative für internationale Politik Universalismus-Gruppe Verband Auslandssyrer Verein Arabischer Frauen Verein von Immigranten Tunesiens in Österreich
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2003-05-11 16:03 |
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achja, die armen armen Palästinenser, sind ja sooooo unschuldig am Konflikt und in Wahrheit ein einig Volk der Friedensliebe, der Gewaltfreiheit, der Toleranz und frei jeglichen Extremismus. Friede Freude Eierkuchen für Palästina wär also wohl das bessere Motto.. |
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ach ach
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stell dir vor... |
2003-05-11 17:32 |
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@ach ach, du schnallst nicht sehr viel von diesem konflikt. erstens mal, klar es braucht immer 2 zum streiten. nur ist die frage, wer hat angefangen. in diesem fall ziemlich klar. stell dir mal vor, es kommen ein paar, werfen dich aus deiner wohnung raus und sagen: "sorry, hier hat mein vorfahr vor 2000 jahren gelebt. ist jetzt meine wohnung." und schliesslich besitzen sie praktisch das ganze land und stecken dich in eines von 2 Reservaten, in die sie wöchentlich n'paar panzer reinschicken. um häuser plattzumachen und ein wenig rumzuballern.
also ich an meiner stelle würd auch ein gewehr nehmen und mich auflehnen. und wenn mir der quartiersmuezzin noch ne prise fundamentalistischem islam verabreicht, würde ich mich vielleicht auch in die luft sprengen. (was ich absolut scheisse finde, aber in bezug auf die hoffnungslosigkeit und verzweiflung des palästinensischen volkes verstehen kann).
amen. |
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eat_the_rich
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2003-05-11 18:18 |
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die Problematik ist wohl etwas verzwickter, mein Freund der Sonne. Wer hat den Israel den Krieg erklärt, wenn wir schon alte Geschichten wälzen wollen, doch nicht etwa die ach so sauberen Araberfreunde der ach so armen "Palästinenser", ein Wortkonstrukt für ein "Volk", das es bis vor ein paar Jahrzehnten gar nicht gab? Wie auch immer, auf beiden Seiten gab und gibt es genügend Opfer und Täter, deshalb darf es nicht angehn, dass man sich einfach undiffernziert auf eine Seite schlägt und somit den Extremisten der jeweiligen Konfliktpartei in die Hände arbeitet. Man erinnere sich da nur an Hamas- und Jihad-Zeichen an den verschiedenen Demos zu dem Thema, dass solche Leute an einer vorgeblich linkspazifistischen Demo auflaufen dürfen ist ja wohl der reinste Hohn.. |
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ach ach
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Palästina als Zankapfel |
2003-05-11 21:48 |
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Seit der Staatenteilung von Palästina im Jahre 1948, als Palästina nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches (1922) in Israel und Palästina aufgeteilt wurde, kam es immer wieder zu politischen Wirren und Aufständen. Palästina war der südlichste Teil des Osmanischen Reiches. Der Staat "Palästina" an sich wurde bisher noch nicht ausgerufen. Das "Palästinensische Volk" gibt es in diesem Sinne (noch) nicht. Ich werde in den folgenden Absätzen daher wissentlich "Palästinenser" durch "arabische Bevölkerung" ersetzen.
Mit dem UN-Teilungsplan von 1947 versuchten die Vereinten Nationen nach Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Holocaust zunächst eine Art Wiedergutmachung am jüdischen Volk. Die gesamte arabische Welt lehnte diesen Teilungsplan ab. Am 15.Mai 1948 endete nach UN-Beschluss das britische Mandat über Palästina und damit die äußerst fragwürdige Rolle, die Großbritannien in diesem sich anbahnenden Konflikt gespielt hat. Am 14.Mai verkündet Ben Gurion die Proklamation des Staates Israel, der sofort von den USA und der Sowjetunion anerkannt wird. Die Reaktion der arabischen Nachbarn Ägypten, Transjordanien, Syrien, Libanon und des Irak hierauf ist die Kriegserklärung an Israel am 15.Mai 1948. Nach diesem israelisch-arabischen Unabhängigkeitskrieg 1948 besitzt Israel ein weitaus größeres Gebiet, als im UN-Teilungsplan von 1947 vorgesehen war. Aus diesen neuen israelischen Gebieten fliehen die arabischen Bewohner in die restlichen palästinensischen Gebiete, und zwar in Lager, die eigens für sie im Westjordanland und im Gaza-Streifen errichtet wurden. Damit ist der Grundstein für die heute noch andauernden Konflikte gelegt.
Als 1948 der israelische Staat ausgerufen wurde, stand ganz klar ein Teil der Westbank und der Gaza-Streifen der arabischen Bevölkerung zu. Diese Gebiete wurden 1967 im 6-Tage-Krieg von Israel annektiert und seither als Staatsgebiet Israels angesehen. Hatte die Israelische Bevölkerung schon vor dem 6-Tage-Krieg ein "Palästinenserproblem", so verschärfte es sich danach gewaltig. Hundertausende Palästinenser kommen in den besetzten Gebieten nun unter israelische Besatzung und Militärverwaltung. Waren manche Familien nach 1949 bereits aus dem neuen israelischen Gebiet in das Westjordanland geflohen, so müssen sie nach 1967 aus dem nun israelisch besetzten Westjordanland erneut fliehen – diesmal in die arabischen Nachbarstaaten. Insgesamt sind 70% der arabischen Bevölkerung Palästinas entwurzelt. Die Israelische Bevölkerung berief sich beim 6-Tage-Krieg und der Annektierung der restlichen Palästinensergebieten neben des Sicherheitsbedürftnisses vor antiisraelischen Attentaten klar auch auf die Bibel (resp. Thora). Wörtlich: „Deinen Nachkommen habe ich das ganze Land Kanaan gegeben zum ewigen Besitz.“ (Genesis /1.Mose 13,15; 15,18; 17,8; 26,3; 28,13; 35,12). Ferner: „Das Land darf nicht verkauft werden; denn das Land gehört mir.“ (Levitikus/ 3.Mose 25,23), als Israel gebeten wurde, das annektierte Land der arabischen Bevölkerung zurückzugeben. Berufend auf diese Thorastellen weigerte sich Israel das annektierte Land wieder freizugeben und verhinderte seither kategorisch alle Bemühungen den Staat Palästina zu proklamieren. Die arabische Bevölkerung wurde aus ihren Städten vertrieben, arabische Intellektuelle und geistige Führer wurden hingerichtet. Im Verlaufe der Zeit erstellte die Israelische Regierung, ihre eigene völkerrechtswidrige Handlung anerkennend, Sidlungen in der Westbank. Diese Siedlungen sollten die Herrschaft Israels in den annektierten Gebieten untermauern und eine allfällige zukünftige Gebietsteilung verunmöglichen und ein homogenes Staatsgebiet Palästinas verhindern. Ferner wurden verschiedene diskriminierende Gesetze erhoben, die die arabische Bevölkerung in Armut, Besitzlosigkeit und Rechtslosigkeit stürzten.
Als Volk ohne Heimat, als Volk zweiter Klasse sehen die Palästinenser mit ihrem 1964 gegründeten Vertretungsorgan, der PLO, unter Palästinenserführer Yassir Arafat den bewaffneteten Kampf als einzigen Weg zur Befreiung Palästinas. Ab 1987 begannen Palästinenser in den israelisch-besetzten Gebieten eine Rebellion gegen das Besatzungsregime, die Intifada. Fundamentalistische Organisationen rekrutierten ihre Mitglieder zum Teil aus Kindern. Einziges Ziel dieser radikalen Organisationen ist es "den Staat Israel zu vernichten und Palästina den Palästinensern zurückzugeben". Israel reagiert darauf mit der "Politik der eisernen Faust".
Hoffnung keimte auf, als 1993 das Gaza-Jericho-Abkommen unterzeichnet wurde, welches die Schaffung von Autonomiegebieten in der Westbank und im Gaza-Streifen vorsah. Als der israelische Premier Rabin 1994 bei einem Attentat getötet wurde, gerieten die Friedensbemühungen erneut ins Stocken. Mit den Premiers Netanjahu, Barak und Scharon kamen Hardliner an die Macht, welche die Friedensbemühungen verunmöglichten und im Jahre 2001 sogar das Aufflammen der zweiten Intifada provozierten. Die arabische Bevölkerung sieht keinen Ausweg mehr aus der Misere: durch wiederholte Bombenanschläge und gezielte Übergriffe gegen israelische Siedler, zu denen sich HAMAS bekennt und auf die die israelische Führung mittlerweile mit Raketenabwürfen auf palästinensische Gebiete antwortet, wird jeder weitere Schritt hin zum Frieden und einem Ende des Nah-Ost-Konflikts nahezu unmöglich gemacht.
Der Beschluss der "Road-Map", im Jahre 2003 promoviert durch die UNO, EU und den USA sieht vor, die Intifada zu beenden und eine etappenweise politische und wirtschaftliche Annäherung seitens der arabischen Bevölkerung zu Israel und eine Ausrufung des Staates "Palästina" im Jahre 2005. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird.
Bleibt mir persönlich nur noch zu sagen, dass dieser Sinnlose Konflikt im Nahen Osten damit sein baldigen Ende finden möge und dass sich beide Völker in einiger Zukunft wieder die Hand zum Zeichen des Friedens geben mögen... |
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Z.E.U.S. (tm) |
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ach so |
2003-05-11 22:34 |
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wenn sich also völker die hand reichen - stellt man sich das so in form einer riesigen pranke vor, die aus ganz vielen einzelnen volkssingularen gebildet wird oder sind das dann mehr so grosse papphände, die man über die grenze reicht? volk sagen ist eh das geilste! dann wären das also volkshände? oder nur die volkshand? oder bilden beider völker zusammen eine grosse friedensvolkshand? viele volker braucht man, bis es ein volk daraus gibt? drei - zwei fürs zwangskollektiv und einen linken volker, der den andern zweien "volk" sagt. |
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ich, das wahre
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