| |
Auf zum 1. Mai in Luzern!
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie sie mit der Weltwirtschaftskrise auf uns zu kommen, treffen die vernichtenden Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems uns Lohnabhängige besonders hart. „Gürtel enger schnallen!“, sagen uns jetzt ausgerechnet diejenigen, welche jahrelang mit unseren Betrieben Monopoly spielten, unsere Löhne drückten, Sozialleistungen abbauten - und für sich maximale Profite ernteten. Derselbe Drang nach höheren Gewinnraten führt jetzt dazu, dass jetzt abertausende Betriebe und ihre Arbeitskräfte substantiell bedroht sind.
Nun ist ihr Spiel zu Ende, zusammengebrochen wie ein Kartenhaus. Banken gehen Bankrott, Wertpapiere werden wertlos, ganze Branchen stehen still, den Reichen fehlt plötzlich das Geld die Betriebe weiterzuführen. Sagen sie. Wir sagen: Eure Krisenlösung auf dem Buckel der kleinen Leute nehmen wir nicht hin!
Von SP bis SVP fordern alle ein Zurück zum wirtschaftlichen Normalkurs. Das genügt uns nicht. Das kapitalistische Dogma muss ein Ende haben: War denn die Welt vor der Krise in Ordnung? Gab es da keine Lohnschere? Keine massenhafte Armut? Keine wirtschaftlich motivierten Kriege und keine verzweifelten Asylbewerber? Keine Jugendlichen ohne Persepektive? Die Krise kommt nicht aus dem Nichts, der Normalkurs war ihr Wegbereiter: Gesättigte Märkte werden uns nur wieder zu neuen Krisen führen.
Wirtschaftswachstum ist nicht die Lösung, sondern eine Ursache der Krise. Dass Wachstum mehr Wohlstand für alle bringen soll, hat sich definitiv als Märchen erwiesen. Jahrelang haben wir mehr, länger, härter arbeiten müssen, Rationalisierungen und Standortverschiebungen hinnehmen müssen - alles im Dienste des Wirtschaftswachstums. Die Wirtschaft ist jahrzehntelang gewachsen, warum ist sie jetzt am Boden, wo sind die fetten Gewinne? Von Wachstum haben nur die obersten Etagen profitiert. Sie haben Eigentum akkumuliert, während wir sogar unsere Ausbildung zu Lohnabhängigen auf Pump finanzieren mussten.
Am 1. Mai gehen wir deshalb auf die Strasse. gegen ein System, in dem die einen von Lohn abhängig sind, während andere Arbeit geben, aber dafür nur so wenig Lohn wie möglich bezahlen, um den Rest für sich zu behalten. Es ist Zeit die Wirtschaft umzubauen:
· Arbeiten zugunsten der Menschen und ihren Bedürfnissen, nicht fürs Kapitalinteresse!
· Mitbestimmung und demokratische Rechte für alle ArbeiterInnen, statt Abbau von Gewerkschaftsrechten!
· Arbeitszeitenkürzung und Solidarität, statt Massenarbeitslosigkeit und Lohnkonkurrenz!
· Nachhaltigkeit & ökologischer Umbau zum Schutz unserer Lebensgrundlage, nicht als gewinnorientierter Investitionszweig!
Die Unia Jugend Zentralschweiz ruft dazu auf, am Freitag, dem 1. Mai, die ausserparlamentarischen Kräfte an der grossen Demo in Luzern unterstützen.
Machen wir den Zusammenbruch der Wirtschaft zur Krise der Abzocker!
Besammlung Demo 16.30 Kappellplatz Luzern
12-22 Uhr: Konzerte, Infos, Food & Drinks am Kappellplatz
Ab 22 Uhr: After-Party in der Jazzkantine |
|