Binz bleibt Binz
  Theme(s) Anticapitalisme / Antiglobalisation - Logement -  
  14-05-2013 18:26
Auteur : Solidarität mit der Binz! :: : http://www.binzbleibtbinz.ch
 
 
  Autonome Zone Binz Seit Mai 2006 ist das Fabrikareal an der Üetlibergstrasse 111/111a besetzt. Heute wohnen rund 50 Menschen in der Binz. Mehrere hundert Personen nutzen das Areal regelmässig. In den Werkstätten wird täglich gearbeitet, Theatergruppen und Bands proben, Filmprojekte werden realisiert, der Trainingsraum ist ausgelastet. Leute kommen um etwas zu machen und sich mit anderen auszutauschen. Das ist die Binz, sie ist in voller Blüte, bietet vielen Menschen eine Existenz und Raum für die Verwirklichung ihrer Ideen.

Die Binz ist ab Ende Mai 2013 akut Räumungsbedroht - Ein Übersicht der Lage:

Inhalt: Aufruf ’Es wird konkret’ | Die Binz bis jetzt | Aktuelle Aktionen | Die Show fällt aus
 
     
 

::Es wird konkret

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Kein Abriss auf Vorrat
Der Zeitpunkt des Baubeginns ist auf Oktober 2014 geplant. Das Bauprojekt der Stiftung Abendrot befindet sich erst in der Entwurfsphase. Verzögerungen in der Planung, das Einholen von Bewilligungen und Bearbeiten von Einsprachen sind bei einem Projekt in dieser Grössenordnung gewiss.

Wir bleiben alle
Abgesehen vom Argument „Kein Abriss auf Vorrat“ treten wir ideologisch für die Autonome Zone Binz ein:
Mit dem Abbruch der Binz würde weit mehr zerstört, als das Dach über dem Kopf derjenigen, die dort Leben. In der Binz manifestieren sich antikapitalistische, gemeinschaftliche Ideen, Lebenseinstellungen und Alltage. Die Ideen können zwar nicht mit abgerissen und saniert werden, sie bleiben bestehen, aber ein einzigartiger Ort würde verschwinden.

In einer Stadt, in der bezahlbarer Wohnraum mehr als nur knapp ist, kapitalistische Machtdemonstrationen wie beispielsweise der Prime Tower als städtisches Wahrzeichen gefeiert werden, das öffentliche Leben zunehmend mit Sicherheits- und Sauberkeitswahn zum Verschwinden gebracht wird, sich die Stadtplanung mehr und mehr an Standort- und anderen Wettbewerben orientiert und der Ausschluss von allen und allem, was nicht einem makellosen Marketing orientiertem Image der Stadt entspricht, immer vehementer und gewaltsamer wird, sind Orte wie die Binz unbedingt notwendig.

Darum:
Wir wollen und müssen jeden alternativen Lebensraum erhalten und verteidigen.

Aufruf zum kreativen Widerstand gegen den Abriss des besetzten Fabrikareals Binz.

Dabei soll von der Binz keine Eskalation ausgehen.

Kommt vorbei und rockt die Binz.
Zum Auftakt gibt es Vokü am 17. Mai 2013 ab 19 Uhr.

BINZ BLEIBT
English / English

:: Die Binz bis jetzt

Im Jahr 1983 erwarb der Kanton Zürich die 1894 erbauten Fabrikationshallen aus dem Nachlass der Color Metal AG. Die ersten Pläne des Kantons sahen ein Mehrzweckgebäude vor, in dem unter anderem die Datenverarbeitung des Kantons (EDV), die Kantonale Drucksachen- und Materialzentrale (KDMZ) und ein Bezirksgefängnis (BGZ) untergebrachte werden sollten. Nachdem dieses Vorhaben an baurechtlichen Regelungen scheiterte, wurde das Areal für verschiedene Zwischennutzungen vermietet und schliesslich der Stadt Zürich in Gebrauchsleihe gegeben. Die Stadt plante in den Hallen einen provisorischen Freestylepark zu errichten, wofür allen Mietern gekündigt wurde. Als die Gebäude leer standen wurden sie im Mai 2006 besetzt. Das Freestylepark-Projekt wurde im Frühsommer 2007 aufgrund von Verzögerungen durch Einsprachen eines benachbarten Hausbesitzers aufgegeben.

Mehr zu der Geschichte der Binz gibt es auf der Binz-Homepage

:: Aktuelle Aktionen

Ab 2013:
(wird laufend aktualisiert)

Binz Adventskalender
Der Aktions-Monat ’Dezember’ Adventskalender mit diversen Aktionen quer durch den Dezember. Alles mit Foto, Text und Videos dokumentiert.

Anti-WEF Winterquartier
Am 18. und 19. Januar gab es diverse Vorträge, Konzerte, Aktionen und Veranstaltungen, unter anderem zum Thema Stadtentwicklung, rund um das Anti-WEF Winterquartier in der Binz.

Binz-Fest und Demo mit über 10’000 Leuten quer durch Zürich
Am 3. März zogen über 10’000 Leute durch Zürichs Straßen um zu feiern und für Freiräume, wie die Binz einen darstellt zu kämpfen.
Texte: Binz bleibt Binz (RJZ) | Razzia der Polizei nach der Demo

:: Die Show fällt aus

Wir sind gegangen.

Für alle, die schon beim Helikoptertraining waren, Titelseiten reserviert haben, sich seit Tagen und Wochen die Zungen wetzen, für die nächste baugenossenschaftliche Sitzung oder den Stammtisch, hier ein paar Stichworte:

- An diejenigen, die uns an die Wand stellen und abknallen oder mit Gülle bewerfen wollen: Es freut uns zu wissen wer unsere Feinde sind. Nein, wir wollen es nicht allen recht machen. Wir besetzen Häuser und schaffen selbstbestimmte Freiräume genauso für alle, die das gut finden, wie für alle, die das nicht gut finden.

- In einer Stadt, die zunehmend von Profitdenken, Sicherheits- und Sauberkeitswahn dominiert wird, haben wir sieben Jahre lang ein Areal belebt, das Tag und Nacht ohne Schloss und Riegel offen stand.

- Die linke parlamentarische Politik und Institutionen, die aus früheren aktivistischen Bewegungen hervorgegangen sind, hegen zwar gewisse Sympathien für unsere Anliegen, nichtsdestotrotz hat die meisten der Mumm verlassen, sich für autonome Freiräume auszusprechen. Stattdessen streben viele wohlmeinend an, den Wildwuchs durch Zwischennutzungen und legale Kulturprojekte zu befrieden. Gleichzeitig lassen sie sich Teile ihrer Agenden von Kapitalinteressen oder rechtspopulistischer Propaganda aufbrummen, wie sich an Aufwertungsstrategien oder der Flüchtlingsfrage zeigt.

- Die Repression und der Ausschluss von allen und allem, was nicht einem makellosen Marketing orientierten Image der Stadt entspricht, wir immer vehementer und gewaltsamer. Was uns betrifft, so werden wir immer mal wieder geduldet, solange unser Tun als Lifestyle verkauft werden kann.

- Nicht, dass wir hier falsch verstanden werden: Auch wir haben gern ein schönes Leben. Wir verstehen darunter ein gemeinschaftliches Leben an einem Ort, den wir in allen Belangen selbst gestalten und bestimmen können. Und das in einer Stadt, in der das Leben nicht verreguliert und vermeintlich zu unserem Wohl dauerüberwacht und -kontrolliert wird.

- Zurück zur Binz: Sobald die Stiftung Abendrot, zusammen mit externen Beratern, mit dem Kanton anbändelt, finden es beinahe alle in Ordnung, dass die Binz mindestens ein halbes Jahr zu früh abgerissen wird. Und wenn wir im Gegenzug, auf der Notwendigkeit der Existenz von selbstbestimmten Freiräumen beharren, heisst es schlicht: mit diesen Leuten kann man nicht Reden.

- Wir haben mit Communiques und diversen Aktionen auf unsere Anliegen aufmerksam gemacht und sind auf die Strasse gegangen. Dabei hat es geknallt und seither sind wir kriminell.

- Apropos kriminell: Zugegeben, es ist nicht einfach um die Ecke zu denken, deshalb hier ein kleiner Hinweis: Auch Kriminalität ist eine Frage des Standpunkts. Aus unserer Sicht ist der Prime Tower und was er repräsentiert ernsthaft kriminell.

Wie auch immer. Wir sind weg und trotzdem bleiben wir. Und wenn in ein paar Monaten das Binz-Areal Platteneben abgerissen ist und daraufhin mindestens ein halbes Jahr lang irgendwie zwischengenutzt oder teuer bewacht werden muss, dann ist das nicht unser Problem.

So das wars. Wir haben viel zu tun.

 
     
 
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    ??? 2013-06-01 13:12    
  Euere Aktivitäten in Ehren, aber da wurde mit dem Aufruf doch eher mit der Kanone auf den Spatz geschossen. „Auf nach Zürich – Autonome Freiräume verteidigen – Kreativ – Aktiv“ oder „Aufruf zum kreativen Widerstand gegen den Abriss des besetzten Fabrikareals Binz“ sind dann doch ein bisschen andere Handschuhe....
Prost!
 
  Piepe  
    mangelnde solidarität 2013-07-17 12:05    
  habt ihr euch auch schon gefragt warum? und jetzt bitte ein neues thema in die mittelspalte, ist ja nur noch peinlich...  
  slbschtkrtk  
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