Tema/i | anticapitalismo / antiglobalizzazione | ecologia | repressione : Mittwoch, 14.Mai, 19:00 Veranstaltung mit Mapuche-Führer
  14-05-2008 13:43
Autore
Dani
: www.humanisten.ch
 
 
  Victor Ancalaf, einer der Werken (Sprecher, Botschafter) des Mapuche Volkes aus Chile, spricht über seine Erfahrungen und die Situation der Mapuche in Chile.

Ort: Zentrum Karl der Grosse, Zürich
Datum: 14.Mai 2008, 19:00
 
     
  Er ist einer der Anführer von Mapuche Gemeinden, der aufgrund des immer noch geltenden skandalösen Anti-Terrorsimusgesetzes aus der Zeit Pinochets zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurde. Er ist hier um zu berichten. Zu berichten, dass es zwei Chile gibt. Eines, das von der Regierung und den Massenmedien als fortschrittliches und demokratisches Land, als Modell der angeblich freien Marktwirtschaft propagiert wird, ein Chile der Propaganda. Und ein anderes, das immer noch von der Verfassung und den Gesetzen Pinochets gelenkt wird, das die Rechte der grössten Urbevölkerung, des Mapuche Volkes und der grossen Nation der Mapuche, immer noch mit Füssen tritt, ihnen ihr Land raubt, die Zerstörung ihrer Wälder, Böden, Seen und Gewässer zulässt und sie zum Spielball der Interessen der Multinationalen Konzerne macht. Jedes Aufbegehren, jeder Ruf nach Freiheit, Respekt, Toleranz, wurde missachtet, und der seit den 90-er Jahren verstärkte Widerstand mittels Landbesetzungen oder Besetzungen von Behörden wird als terroristische Aktion verfolgt und exemplarisch bestraft, ihre Organisation als „Bildung von terroristischen Vereinigungen“ behandelt.  
     
   
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  Korrektur Web-Link 2008-05-14 15:03  
Victor Ancalaf, ein Werken des Mapuche-Volkes aus Chile,
ist langjähriger Aktivist für die Rechte seines Volkes und wurde in
Chile insbesondere nach 1998 bekannt, als durch Angehörige des Mapuche Volkes Ländereien besetzt wurden, um auf die Verletzung der Menschenrechte seitens der Chilenischen Regierung und der transnationalen Konzerne aufmerksam zu machen. Als unbeugsamer Aktivist wurde er bald zum Ziel der Regierung, und 2002 wurde er aufgrund des Terrorismusparagraphen 18734, der noch aus der Diktatur
Pinochets stammt, wegen "terroristischer Brandstiftung" zu 5 Jahren und 1 Tag Gefängnis verurteilt.

Victor Ancalaf betrachtet sich selber als einfachen Aktivisten, als
betroffener Familienvater, der in letzter Instanz für die Zukunft
seiner fünf kleinen Kinder kämpft. Er ist ein Mann der Basis, der die Menschen immer mit seinem eigenen Beispiel zu überzeugen suchte.

Nach seiner Freilassung führt Victor Ancalaf nun den Kampf weiter und wird am 14. Mai um 19 Uhr an einer Informationsveranstaltung im
Zentrum Karl der Grosse in Zürich über die Situation seines Volkes
berichten und Fragen beantworten.
Dani | Web: http://www.humanistische-partei.ch/